Münsterscher Geschichtskalender: September

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Münsterscher Geschichtskalender: September

1. September

  • 1683 : Niels Stensen, seit 1680 Weihbischof in Münster, verlässt die Stadt aus Protest gegen die Wahl Maximilian Heinrichs von Bayern zum Bischof, der mit Münster seinen fünften Bischofssitz einnimmt.
  • 1915 : Der in Münster geborene expressionistische Lyriker und Dramatiker August Stramm fällt im Ersten Weltkrieg bei Grodék / Horodec (östlich Kobryn, heute Weißrussland).
  • 1984 : In der alten Dampfmühle in Hiltrup wird das "Hiltruper Museum" eröffnet.

2. September

  • 2006 : Letzter Öffnungstag im Freibad in Nienberge. Wegen zu geringer Besucherzahlen und eines hohen Sanierungsbedarfs fällt das Bad dem Sparkonzept der Stadt zum Opfer.
  • 2009 : Im Institut der Feuerwehr NRW wird die bundesweit erste Lehrleitstelle für den Digitalfunk der Feuerwehren eröffnet.

3. September

  • 1759 : Bei einem Bombardement des von französischen Truppen im Siebenjährigen Krieg besetzten Münster durch hannoversche Artillerie werden große Teile des Martiniviertels zerstört. Das Gebäude des Lotharingerklosters und der Turm der Martinikirche brennen, durch das Bombardement getroffen, vollständig ab.

4. September

  • 1939 : Am dritten Tag nach dem deutschen Angriff auf Polen und dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wird in Münster zum ersten Mal Luftalarm ausgelöst. Der von den Alarmsirenen angekündigte Luftangriff bleibt allerdings aus.

5. September

6. September

  • 1971 In Münster stirbt mit 84 Jahren Schwester Laudeberta, bürgerlich Johanna van Hal, eine niederländische Clemensschwester, die den Euthanasieaktionen der Nationalsozialisten Widerstand entgegensetzte.

7. September

8. September

  • 1915 : Der Flugzeugkonstrukteur und Flieger Anton Knubel stürzt bei einem Testflug über der Loddenheide tödlich ab.
  • 1999 : Der US-amerikanische Musiker Moondog, bürgerlich Louis Hardin, stirbt in Münster.

9. September

  • 1965 : Das Teilstück der Bundesautobahn 1 Hansalinie zwischen Münster und Kamen wird für den Verkehr freigegeben.

10. September

11. September

12. September

  • 1819 : In Krieblowitz (heute Krobielowice, Niederschlesien) stirbt Gebhard Leberecht von Blücher, preußischer General, zwischen 1795 und 1806 zunächst Befehlshaber des preußischen Beobachtungskorps in Münster, dann der preußischen Besatzungstruppen und Militärgouverneur.

13. September

  • 1935 : Der plattdeutsche Schriftsteller und Bühnenautor Eli Marcus stirbt.

14. September

  • 1941 : In einem Hirtenbrief bezeichnet Bischof Clemens August Graf von Galen den am 22. Juni erfolgten Überfall Nazi-Deutschlands auf die Sowjetunion als Kampf gegen die "Pest des Bolschewismus".

15. September

16. September

  • 2000 : Zum ersten Mal laden in Münster Museen und Galerien zu einer Langen Nacht der Museen und Galerien ein.

17. September

  • (jährlich) : Kinder kommt runter, Lambertus ist munter! - Am Festtag des heiligen Lambertus tanzen Kinder mit - häufig selbst gebastelten - Laternen beim Lambertussingen um eine geschmückte Holzpyramide. Beim Spiel des Liedes "„O Buer, wat kost’ dien Hai ..." umrundet ein als Bauer verkleideter Erwachsener die Kinder und sucht sich nacheinander eine Frau, ein Kind, einen Knecht, eine Magd, einen Hund, einen Knochen für den Hund und einen "Pottlecker".

18. September

  • 1453 : Der am Tag zuvor begonnene "Hoya-Putsch" in der Stiftsfehde findet seine Fortsetzung: 22 Bürger werden der Stadt verwiesen, weitere Erbmänner fliehen und 32 Erbmänner und Bürger werden von der Hoyaschen Partei gefangen gesetzt. Die amtierenden Bürgermeister Konrad von Wyck und Temmo Schenckinck verlassen Münster und nehmen die wichtigsten städtischen Urkunden mit. Damit wollen sie bei der Hanse und beim Kaiser Klage gegen ihre Entmachtung führen.

19. September

20. September

  • 1953 : Anlässlich des Deutschen Bauerntages wird in Anwesenheit des Bundespräsidenten Theodor Heuss das neue Kiepenkerldenkmal enthüllt.
  • 1999 : Raissa Maximowna Gorbatschowa, die Frau des ehemaligen KPdSU-Generalsekretärs und Präsidenten Russlands Michail Gorbatschow, stirbt in Münster.

21. September

  • 1963 : Das aus dem Jahr 1619 stammende emsländische Mühlenhaus, das zum Ensemble um die Bockwindmühle des Mühlenhof-Freilichtmuseums auf der Sentruper Höhe gehört, wird nach zweijähriger Aufbauarbeit der Bestimmung übergeben.

22. September

  • 1942 : Das "Abschiedswort" an seine Studenten des religiösen Philosophen Peter Wust wird von der Gestapo im Verlag Regensberg beschlagnahmt.

23. September

  • 1612 : Johann Glandorp, in Münster geborener Lübecker Kaufmann, Ratsherr und Mäzen, stirbt in der Hansestadt.

24. September

  • 1884 : Kaiser Wilhelm I. besucht Münster.
  • 1960 : Münster und die französische Stadt Orléans gründen eine Städtepartnerschaft.

25. September

  • 1853 : Der Zauberkünstler Herr Alexander kehrt nach zehn Jahren in Amerika, die ihn "reich und berühmt" gemacht haben, in seine Heimatstadt Münster zurück, um sich dort mit 35 Jahren zur Ruhe zu setzen.

26. September

  • 1914 : Bei Loivre im französischen Département Marne fällt der Journalist und "Heidedichter" Hermann Löns, der einige Jahre in Münster gelebt hat.

27. September

  • 1830 : Der Komponist Robert Schumann macht auf der Durchreise von den Niederlanden nach Detmold in Münster Station. Es scheint ihm hier nicht gefallen zu haben, wenn man den Tagebuchnotizen dieses Tages glaubt: "Westphälische Sprache sehr ekelhaft [...] verdammter Gestank im Wagen - herrlicher Tag und herrliche Mondnacht - dann geschlafen bis Münster [...] ein lumpiges Schloß mit lumpigem Park [...] wenig Applaus".

28. September

29. September

  • 2007 : Die Stadt Münster wird für ihre Aktivitäten in den Städtepartnerschaften mit dem Europapreis des „Instituts für europäische Partnerschaften und internationale Zusammenarbeit“ ausgezeichnet.

30. September

  • 1875 : Die Eisenbahnstrecke von Münster nach Enschede (heute: Euregiobahn) wird eröffnet.