Speicherstadt

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Geschichte

Die Geschichte der Speicherstadt in Münsters Norden beginnt im Jahre 1936. Im Rahmen der Kriegsvorbereitungen für den 2. WeltkriegWP suchte die Heeresstandortverwaltung einen Standort für ein neues Heeresverpflegungsamt, das für die Verpflegungsproduktion und die logistische Planung für die in Norddeutschland stationierten Garnisonen zuständig war. Die Wahl fiel seinerzeit auf ein großes verkehrstechnisch günstig gelegenes Gelände zwischen Coerde und Kinderhaus. Es befindet sich nur unwesentlich nördlich des heutigen Bahnhofs „Münster Zentrum-Nord“ und dem etwa 5 km weiter südlich liegenden Hauptbahnhof. Durch erstgenannten war eine direkte Anbindung an die Bahnstrecken Münster – Rheine – Emden sowie Münster – Gronau gegeben.

Im Jahre 1939 wurde die Speicherstadt als Heeresverpflegungshauptamt nach nur dreijähriger Bauzeit fertiggestellt. Zentraler Bestandteil waren sieben Bodenspeicher und zwei Zellenspeicher für Getreide, jeder mit einer Höhe von fünf Stockwerken. Sie erstrecken sich auch heute noch auf einer Länge von fast 600 m. Ein intelligentes Förder- und Klappensystem garantierte den vertikalen und horizontalen Transport in den Speichern.

Teil der Speicherstadt war auch eine eigene Heeresbäckerei, die bis zu 30.000 Brote pro Tag herstellte. Entsprechend war ein großer logistischer Aufwand von Mensch und Material notwendig. Es entstand eine eigene Stadt mit Casinogebäuden, Werkstätten, Garagen, Verwaltungsgebäuden, Schlafstätten und anderen Gebäuden um die Speicher herum.

Nachdem die britische Rheinarmee in Münster einrückte, nutzte sie das ca. 21 Hektar große Gelände nördlich des Holtmannsweges für fast 40 Jahre als Proviantamt für die Winterbourne-Barracks. Erst im Jahre 1994 verließen die Briten die Speicherstadt.
Quelle: Wikipedia

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