Friedrich Christian Gregor Wernekinck

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Friedrich Christian Gregor Wernekinck (* 13. März 1797 [Anm. 1], nach anderen Angaben 1798 [Anm. 2], in Münster, † 23. März 1835) war ein Mediziner und Naturwissenschaftler.

Wernekinck wurde als einziger Sohn des Münsteraner Arztes und Botanikers Franz Wernekinck und seiner Frau Anna Sophia Josepha, geborene Forckenbeck, geboren. Die Mutter starb bereits am 21. Juni 1802. Nach dem Besuch des Gymnasium Paulinum studierte er an der Universität Münster von 1814 bis 1817 Medizin und Naturwissenschaften. Seine Studien setzte er an der Universität Göttingen fort und hörte dort Vorlesungen bei dem Anatomen, Zoologen und Anthropologen Johann Friedrich Blumenbach, dem Chirurgen und Ophthalmologen Konrad Johann Marin Langenbeck, dem Chemiker Friedrich Stromeyer und dem Mineralogen Friedrich Hausmann.

Ab 1820 studierte Wernekinck an der Universität in Gießen und promovierte dort am 13. November 1820. Nach der Habilitation als Privatdozent erhielt er zunächst eine Anstellung als Prosektor in der Anatomie und wurde am 26. Mai 1825 zum außerordentlichen, am 22. September 1826 zum ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät berufen. In Gießen lehrte Wernekinck Neurologie, Anatomie und Mineralogie. Bei diesen Vorlesungen konnte er die umfangreiche Sammlung zoologischer, botanischer und mineralogischer Präparate und Objekte nutzen, die sein Vater 1825 an die Universität Gießen verkauft hatte. Außer kleineren Aufsätzen in verschiedenen Zeitschriften hat Wernekinck kein gedrucktes Werk hinterlassen. Einer Bearbeitung und Drucklegung gesammelter Vorträge zur Neurologie kam Wernekincks früher Tod zuvor. Er starb am 23. März 1835 an einer Gehirnentzündung.

Weblink

  • Wilhelm Heß: Wernekink, Friedrich Christ. Gregor, in: Allgemeine Deutsche Biographie, Bd. 42, Leipzig : Dunker & Humblot 1897, S. 22 Digitalisat

Anmerkungen

  • [Anm. 1]: so Hans Kaja in der Biographie seines Vaters (Franz Wernekinck. Arzt und Botaniker (1764-1839) und seine Pflanzenbilder aus dem Münsterland, Münster : Aschendorff 1995, ISBN 3-402-06471-5, S.15)
  • [Anm. 2]: so W. Heß in der ADB (s. Weblink)