Alfons Demming: Unterschied zwischen den Versionen

Aus MünsterWiki
 
(4 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
'''Alfons Demming''' (* [[29. Februar]] [[1928]] in Südlohn) ist ein römisch-katholischer Theologe und emeritierter Weihbischof im [[Bistum Münster]].
+
'''Alfons Demming''' (* [[29. Februar]] [[1928]] in Südlohn; † [[31. Oktober]] [[2012]] in Münster) war ein römisch-katholischer Theologe und emeritierter Weihbischof im [[Bistum Münster]].
  
 
== Leben ==
 
== Leben ==
Demming studierte katholische Theologie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau und wurde 1950 Mitglied der katholischen Studentenverbindung Hohenstaufen Freiburg im Breisgau im Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV). Er empfing 1953 die Priesterweihe und war zunächst als Kaplan tätig. 1959 wurde er Präses am Piuskolleg in Coesfeld. Nach seelsorgerischen Tätigkeiten als Pfarrer und Dechant in Altenberge, Borghorst und Steinfurt wurde er 1976 von Papst Paul VI. zum Titularbischof von Gordus (in Lydien, heute Türkei) ernannt und zum Weihbischof im Bistum Münster sowie Regionalbischof für die Region Borken/Steinfurt bestellt. Die Bischofsweihe am [[9. Januar]] [[1977]] spendete ihm [[Heinrich Tenhumberg]]. 1979 wurde er [[Domkapitular]], 1987 [[Domdechant]] am [[St.-Paulus-Dom]] in Münster . Seinem gesundheitsbedingten Rücktrittsgesuch wurde von  Papst Johannes Paul II. 1998 zugestimmt.
+
Alfons Demming war sechster von sieben Söhnen aus der Ehe des Malermeisters Franz Demming und seiner Frau Elisabeth. Sein zweitjüngster Bruder war Pfarrer in Bork bei Lüdinghausen. <sup> [Anm. 1] </sup>
 +
 
 +
Demming studierte Philosophie am damaligen Konvikt ''Pius-Colleg'' und katholische Theologie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau und wurde 1950 Mitglied der katholischen Studentenverbindung ''K.D.St.V. Hohenstaufen Freiburg im Breisgau'' im Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV). Er empfing am 21. Dezember 1953 die Priesterweihe durch den Münsteraner Bischof [[Michael Keller]] und war zunächst als Kaplan in St. Jakobi in Coesfeld und St. Joseph in Selm tätig. 1959 wurde er Präses und Leiter des ''Pius-Colleg'' in Coesfeld, einem damaligen Jungeninternat, das er zum Bischöflichen Aufbaugymnasium (heute: St.-Pius-Gymnasium Coesfeld) aufbaute. 1968 wurde er Pfarrer in Altenberge, Borghorst und Steinfurt. 1970 und 1976 wurde er zum Dechanten gewählt.
 +
 
 +
Papst Paul VI. ernannte ihn 1976 zum Titularbischof von ''Gordus'' (Lydien, heute in der Türkei) und bestellte ihn zum Weihbischof im Bistum Münster. Er war als Regionalbischof für die Region Borken/Steinfurt verantwortlich. Die Bischofsweihe am [[9. Januar]] [[1977]] spendete ihm der Bischof von Münster [[Heinrich Tenhumberg]]; Mitkonsekratoren waren die Münsteraner Weihbischöfe [[Laurenz Böggering]] und [[Max Georg Freiherr von Twickel]]. Sein bischöflicher Wahlspruch war „Freut euch, wir sind Gottes Volk“. <sup> [Anm. 2] </sup>
 +
 
 +
1979 wurde er Domkapitular und 1987 Domdechant am [[St.-Paulus-Dom]] in Münster. In der Deutschen Bischofskonferenz gehörte er der Kommission für Seelsorgefragen an. Er ist Gründer der Stiftung „Afrikahilfe“.
 +
 
 +
Sein gesundheitsbedingtes Rücktrittsgesuch nahm Papst Johannes Paul II. am [[30. April]] [[1998]] an. Er starb nach langer Krankheit an den Folgen eines Herz- und Nierenleidens. Er wurde auf dem [[Domherrenfriedhof]] beigesetzt.<sup> [Anm. 3] </sup>
  
 
== Weblinks ==
 
== Weblinks ==
* [http://www.catholic-hierarchy.org/bishop/bdemming.html Eintrag von Alfons Demming in ''catholic hierarchy.org'']
+
* [http://www.catholic-hierarchy.org/bishop/bdemming.html Alfons Demming bei ''catholic-hierarchy.org]
 +
* [http://kirchensite.de/bistumshandbuch/d/weihbischof-demming/ Biografie von Alfons Demming]
 +
* [http://kirchensite.de/aktuelles/news-aktuelles/datum/2012/11/01/seelsorger-aus-leidenschaft/ Seelsorger aus Leidenschaft]
 +
 
 +
== Einzelnachweise ==
 +
* [Anm. 1] : [http://www.heimatverein-suedlohn.de/media/pressearchiv_repros/19701119.pdf Alfons Demming aus Südlohn wurde zum Weihbischof ernannt], Zeitungsausschnitt vom 19. November 1970, Heimatverein Südlohn, abgerufen am 2. November 2012
 +
* [Anm. 2] : [http://kirchensite.de/bistumshandbuch/d/portraet-demming/ Weihbischof Alfons Demming. Würde und Freude], kirchensite.de, abgerufen am 2. November 2012
 +
* [Anm. 3] : [http://www.muensterschezeitung.de/lokales/kreissteinfurt/Weihbischof-Demming-verstorben;art15703,1812244 Weihbischof Demming verstorben], http://www.muensterschezeitung.de, abgerufen am 4. November 2012
  
{| style="color:#565656;font-size:11px;"
 
|
 
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Alfons_Demming Alfons Demming] aus der freien Enzyklopädie [http://de.wikipedia.org/ Wikipedia]. Der Wikipediaartikel steht unter der [http://www.gnu.org/licenses/fdl.txt GNU-Lizenz für freie Dokumentation]. In der Wikipedia ist eine [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Alfons_Demming&action=history Liste der Autoren] verfügbar.
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel [http://de.wikipedia.org/wiki/Alfons_Demming Alfons Demming] aus der freien Enzyklopädie [http://de.wikipedia.org/ Wikipedia]. Der Wikipediaartikel steht unter der [http://www.gnu.org/licenses/fdl.txt GNU-Lizenz für freie Dokumentation]. In der Wikipedia ist eine [http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Alfons_Demming&action=history Liste der Autoren] verfügbar.
  
[[Kategorie:Weihbischof]]
+
[[Kategorie:Katholischer Geistlicher|Demming, Alfons]]
 +
[[Kategorie:Katholischer Theologe|Demming, Alfons]]
 +
[[Kategorie:Mitglied des Domkapitels|Demming, Alfons]]
 +
[[Kategorie:Domdechant|Demming, Alfons]]
 +
[[Kategorie:Weihbischof von Münster|Demming, Alfons]]

Aktuelle Version vom 27. November 2017, 00:24 Uhr

Alfons Demming (* 29. Februar 1928 in Südlohn; † 31. Oktober 2012 in Münster) war ein römisch-katholischer Theologe und emeritierter Weihbischof im Bistum Münster.

Leben

Alfons Demming war sechster von sieben Söhnen aus der Ehe des Malermeisters Franz Demming und seiner Frau Elisabeth. Sein zweitjüngster Bruder war Pfarrer in Bork bei Lüdinghausen. [Anm. 1]

Demming studierte Philosophie am damaligen Konvikt Pius-Colleg und katholische Theologie an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau und wurde 1950 Mitglied der katholischen Studentenverbindung K.D.St.V. Hohenstaufen Freiburg im Breisgau im Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV). Er empfing am 21. Dezember 1953 die Priesterweihe durch den Münsteraner Bischof Michael Keller und war zunächst als Kaplan in St. Jakobi in Coesfeld und St. Joseph in Selm tätig. 1959 wurde er Präses und Leiter des Pius-Colleg in Coesfeld, einem damaligen Jungeninternat, das er zum Bischöflichen Aufbaugymnasium (heute: St.-Pius-Gymnasium Coesfeld) aufbaute. 1968 wurde er Pfarrer in Altenberge, Borghorst und Steinfurt. 1970 und 1976 wurde er zum Dechanten gewählt.

Papst Paul VI. ernannte ihn 1976 zum Titularbischof von Gordus (Lydien, heute in der Türkei) und bestellte ihn zum Weihbischof im Bistum Münster. Er war als Regionalbischof für die Region Borken/Steinfurt verantwortlich. Die Bischofsweihe am 9. Januar 1977 spendete ihm der Bischof von Münster Heinrich Tenhumberg; Mitkonsekratoren waren die Münsteraner Weihbischöfe Laurenz Böggering und Max Georg Freiherr von Twickel. Sein bischöflicher Wahlspruch war „Freut euch, wir sind Gottes Volk“. [Anm. 2]

1979 wurde er Domkapitular und 1987 Domdechant am St.-Paulus-Dom in Münster. In der Deutschen Bischofskonferenz gehörte er der Kommission für Seelsorgefragen an. Er ist Gründer der Stiftung „Afrikahilfe“.

Sein gesundheitsbedingtes Rücktrittsgesuch nahm Papst Johannes Paul II. am 30. April 1998 an. Er starb nach langer Krankheit an den Folgen eines Herz- und Nierenleidens. Er wurde auf dem Domherrenfriedhof beigesetzt. [Anm. 3]

Weblinks

Einzelnachweise

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Alfons Demming aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Wikipediaartikel steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.