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	<title>MünsterWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Herz_Jesu_und_St._Elisabeth&amp;diff=7636</id>
		<title>Herz Jesu und St. Elisabeth</title>
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		<updated>2007-05-20T19:47:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die katholische Kirchengemeinde &amp;quot;Herz Jesu und St. Elisabeth&amp;quot; liegt im Süd-Osten der Stadt. Zu ihr gehören die beiden Kirchen &amp;quot;[[Herz Jesu]]&amp;quot; an der [[Wolbecker Straße]] sowie die Kirche &amp;quot;[[St. Elisabeth]]&amp;quot; an der [[Hamburger Straße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Neustrukturierung der Seelsorge und einem möglichen Umzug der Polnischen Gemeinde ist die Elisabethkirche derzeit von der Schließung bedroht. [1]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[1] [http://www.bistum-muenster.de/?myELEMENT=131253 Zwei Kirchen stehen zur Disposition. Pressemitteilung des Bistums Münster vom 12. April 2007]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anschrift ==&lt;br /&gt;
Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu und St. Elisabeth&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolbecker Str. 123&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
48155 Münster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[http://www.herz-jesu-st-elisabeth.de Internetseite der kath. Kirchengemeinde &amp;quot;Herz Jesu und St. Elisabeth&amp;quot;]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: /* Anschrift */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die katholische Kirchengemeinde &amp;quot;Herz Jesu und St. Elisabeth&amp;quot; liegt im Süd-Osten der Stadt. Zu ihr gehören die beiden Kirchen &amp;quot;Herz Jesu&amp;quot; an der [[Wolbecker Straße]] sowie die Kirche &amp;quot;St. Elisabeth&amp;quot; an der [[Hamburger Straße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Neustrukturierung der Seelsorge und einem möglichen Umzug der Polnischen Gemeinde ist die Elisabethkirche derzeit von der Schließung bedroht. [1]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[1] [http://www.bistum-muenster.de/?myELEMENT=131253 Zwei Kirchen stehen zur Disposition. Pressemitteilung des Bistums Münster vom 12. April 2007]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anschrift ==&lt;br /&gt;
Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu und St. Elisabeth&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolbecker Str. 123&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
48155 Münster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[http://www.herz-jesu-st-elisabeth.de Internetseite der kath. Kirchengemeinde &amp;quot;Herz Jesu und St. Elisabeth&amp;quot;]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die katholische Kirchengemeinde &amp;quot;Herz Jesu und St. Elisabeth&amp;quot; liegt im Süd-Osten der Stadt. Zu ihr gehören die beiden Kirchen &amp;quot;Herz Jesu&amp;quot; an der [[Wolbecker Straße]] sowie die Kirche &amp;quot;St. Elisabeth&amp;quot; an der [[Hamburger Straße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Neustrukturierung der Seelsorge und einem möglichen Umzug der Polnischen Gemeinde ist die Elisabethkirche derzeit von der Schließung bedroht. [1]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[1] [http://www.bistum-muenster.de/?myELEMENT=131253 Zwei Kirchen stehen zur Disposition. Pressemitteilung des Bistums Münster vom 12. April 2007]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anschrift ==&lt;br /&gt;
Katholische Kirchengemeinde Herz Jesu und St. Elisabeth&lt;br /&gt;
Wolbecker Str. 123&lt;br /&gt;
48155 Münster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[http://www.herz-jesu-st-elisabeth.de Internetseite der kath. Kirchengemeinde &amp;quot;Herz Jesu und St. Elisabeth&amp;quot;]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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		<title>Luftgaukommando</title>
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		<updated>2006-02-19T18:54:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[bild:Luftgaukommando1.jpg|thumb|right|200px|Das ehemalige Luftgaukommando ist eines der bedeutendsten Zeugnisse der NS-Architektur in Münster]]Eines der architektonisch bedeutsamsten Zeugnisse der NS-Zeit ist das ehemalige Luftkreis- bzw. Luftgaukommando an der Ecke Manfred-von-Richthofenstraße / Hohenzollernring. Es beherbergt heute das Lufttransportkommando der Bundeswehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Luftkreiskommando (später: Luftgaukommando) war eines von reichsweit insgesamt sechs Luftkreiskommandos, das dem Reichsluftfahrtministerium unterstellt war. Sein Ziel war die Ausbildung und der Einsatz der in ihrem Befehlsbereich untergebrachten Verbände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[bild:Luftgaukommando2.jpg|thumb|right|200px|Der Eingang am Hohenzollern-Ring gibt nach wie vor Hinweise auf die ehemalige Nutzung durch die Nationalsozialisten]]Das zum Teil unterbunkerte Gebäude wurde 1935/1936 in zwei Bauabschnitten vom Architekten Ernst Sagebiel errichtet. In Form einer Dreiflügelanlage konzipiert, beherbergte es rund 280 Dienstzimme und einige Repräsentationsräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagebiel, der 1938 Hermann Göring persönlich unterstellt wurde, zählte neben Albert Speer zu einem der bedeutendsten Architekten des Nationalsozialismus. Er entwickelte einen Baustil, der in der Architektur als &amp;quot;Luftwaffenmoderne&amp;quot; bezeichnet wird. Bereits ab 1934 oblag ihm die geheime Planung und Bauleitung zahlreicher Luftwaffenkasernen, u.a. in Döberitz, Berlin-Gatow und Kladow. 1934/1935 hatte er den Auftrag zum Neubau des Reichsluftfahrtministeriums in der Berliner Wilhelmstraße erhalten. Neben dem Luftkreiskommando Münster erreichtete er die Luftkreiskommandos Kiel und Königsberg. Auch der Flughafen Berlin-Tempelhof entstammt seiner Konzeption.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
Jost Schäfer: Das ehem. Luftkreiskommando IV in Münster von Ernst Sagebiel, in: Zeitschrift Westfalen, 76. Bd. Münster 1999, S. 380-401. ISSN 0043-4337&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Villa_ten_Hompel&amp;diff=3806</id>
		<title>Villa ten Hompel</title>
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		<updated>2006-02-19T16:27:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: /* Die Villa heute: Erinnern, Forschen, Lernen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[bild:Villa_ten_hompel.jpg|thumb|right|200px|Die Villa ten Hompel war von 1940 bis 1945 Sitz der Ordnungspolizei. Heute ist sie Erinnerungs- und Forschungsstätte.]]Die '''Villa ten Hompel''' am [[Kaiser-Wilhelm-Ring]] 28 ist ein authentischer Schreibtischtatort. In der prächtigen, in den 1920 Jahren gebauten Fabrikantenvilla befand sich zwischen 1940 und 1945 der Sitz der Ordnungspolizei für den Wehrkreis VI. In der Nachkriegszeit war hier das &amp;quot;Dezernat für Wiedergutmachung&amp;quot; untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist &amp;quot;die Villa&amp;quot; Erinnerungs-, Lern- und Forschungsort. Im Zentrum der Arbeit stehen mit der Geschichte der Polizei sowie der Wiedergutmachung zwei Themenfelder, die die Geschichte des Hauses -- und damit der Stadt Münster -- wesentlich beeinflusst haben. Zwei Dauerausstellungen illustrieren die wechselvolle Geschichte des Hauses. Darüber hinaus bemüht sich die Einrichtung in ihren Mittwochsgesprächen um historisch-politische Bildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Villa ten Hompel als historischer Ort ==&lt;br /&gt;
Der Name &amp;quot;Villa ten Hompel&amp;quot; erinnert an ihren Erbauer Rudolf ten Hompel. Er ließ das Haus in den 1920er Jahren errichten, nachdem er in der Zementindustrie ein beträchtliches Vermögen erwirtschaftet hatte. Nach dem finanziellen Zusammenbruch seines Konzernes 1931 zog er sich aus allen öffentlichen Ämtern zurück, 1939 wird er zum letzten Mal als Eigentümer der Villa genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche historische Bedeutung erhielt das Haus durch den Sitz des Befehlshabers der Ordnungspolizei für den Wehrkreis VI (140--1945) sowie als &amp;quot;Dezernat für Wiedergutmachung für politisch, rassisch und religiös Verfolgte&amp;quot; (1953--1968). Zwischen 1945 und 1953 beherbergte es die Wasserschutzpolizei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgaben der Ordnungspolizei während des Dritten Reiches ===&lt;br /&gt;
Die Ordnungspolizei war, neben der Sicherheitspolizei (Geheime Staatspolizei/Kriminalpolizei) wesentliche zweite Säule des Polizeiapparates von Heinrich Himmler, dem &amp;quot;Reichsführer SS&amp;quot; und &amp;quot;Chef der deutschen Polizei&amp;quot;. Mit der Besetzung Österreichs 1938 vollzog sich sich für die Ordnungspolizei ein tiefgreifender Funktionswandel hin zu einer paramilitärischen Organisation. Während des Krieges waren sogenannte &amp;quot;Polizeibataillone&amp;quot; massiv an der Ermordung der jüdischen Bevölkerung in Osteuropa verantwortlich. Die Ordnungspolizei sorgte zudem für die Bewachung von Deportationszügen in die Vernichtungslager und stellte bei Einweisungen in Konzentrationslager die notwendigen Transportbegleitungen sicher. Schließlich fungierte die Ordnungspolizei auch als Aufsichtspersonal für die &amp;quot;Arbeitserziehungslager&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wehrkreis VI, der von Münster aus verwaltet wurde, war der bevölkerungsreichste Polizeibereich im damaligen Deutschen Reich. Er umfasste das heutige Nordrhein-Westfalen, den Raum Osnabrück sowie -- ab 1940 -- Teile Belgiens. Am 16. März 1940 beförderte Himmler die &amp;quot;Inspekteure der Ordnungspolizei&amp;quot; in den besonders luftgefährdeten Industriegebieten zu &amp;quot;Befehlshabern der Ordnungspolizei&amp;quot; (BdO). Der BdO Münster befehligte vom Kaiser-Wilhelm-Ring aus eine etwa 200.000 Mann starke Polizeigruppe. Dabei standen ihm bis zu 40 Mitarbeiter zur Seite. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Dezernat für Wiedergutmachung ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1953 und 1968 beherbergte die &amp;quot;Villa ten Hompel&amp;quot; das &amp;quot;Dezernat für Wiedergutmachung für politisch, rassisch und religiös Verfolgte&amp;quot; der Bezirksregierung Münster. In dieser Zeit stellten rund 12.000 Menschen aus dem gesamten Regierungsbezirk einen Antrag auf finanzielle Entschädigung. Allerdings waren längst nicht alle Opfergruppen rechtlich in der Lage, einen Ausgleich für an ihnen begangenem Unrecht zu beantragen. Zwangssterilisierte, Euthanasieopfer, ausländische Zwangsarbeiter, aber auch Homosexuelle wurden nicht als Opfer &amp;quot;typisch nationalsozialistischer&amp;quot; Verfolgung anerkannt. Sie blieben vielfach entschädigungslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Villa heute: Erinnern, Forschen, Lernen ==&lt;br /&gt;
In zwei Dauerausstellungen beschäftigt sich die &amp;quot;Villa&amp;quot; heute mit ihrer wechselvollen Geschichte. Die Ausstellung '''&amp;quot;Im Auftrag. Polizei, Verwaltung und Verantwortung&amp;quot;''' thematisierte erstmals in Bundesrepublik die Geschichte der uniformierten Polizei zwischen 1924 und 1968. Die zweite, Ende 2005 eröffnete Ausstellung '''&amp;quot;Wiedergutmachung als Auftrag&amp;quot;''' konzentriert sich, ebenfalls erstmalig in der BRD, auf die Geschichte der Wiedergutmachung. Dabei zeichnet sie nicht nur das Entschädigungsverfahren anhand einiger NS-Verfolgtengruppen nach, sondern nimmt auch die öffentliche Haltung zur &amp;quot;Wiedergutmachung&amp;quot; in den Blick.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesen Dauerausstellungen hat die &amp;quot;Villa ten Hompel&amp;quot; auch mehrere Wanderausstellungen erarbeitet. Zudem forscht sie zur Geschichte der regionalen Ordnungspolizei, zu Funktions- und Arbeitsweisen von mittleren Behörden sowie zur Wiedergutmachungs- und Entschädigungspraxis in der Bundesrepublik und informiert in Seminaren über die Geschichte des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[http://www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel/ Internetseite der Villa ten Hompel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.ns-gedenkstaetten.net/nrw NS-Gedenkstätten in NRW]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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		<title>Villa ten Hompel</title>
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		<updated>2006-02-19T16:26:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[bild:Villa_ten_hompel.jpg|thumb|right|200px|Die Villa ten Hompel war von 1940 bis 1945 Sitz der Ordnungspolizei. Heute ist sie Erinnerungs- und Forschungsstätte.]]Die '''Villa ten Hompel''' am [[Kaiser-Wilhelm-Ring]] 28 ist ein authentischer Schreibtischtatort. In der prächtigen, in den 1920 Jahren gebauten Fabrikantenvilla befand sich zwischen 1940 und 1945 der Sitz der Ordnungspolizei für den Wehrkreis VI. In der Nachkriegszeit war hier das &amp;quot;Dezernat für Wiedergutmachung&amp;quot; untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist &amp;quot;die Villa&amp;quot; Erinnerungs-, Lern- und Forschungsort. Im Zentrum der Arbeit stehen mit der Geschichte der Polizei sowie der Wiedergutmachung zwei Themenfelder, die die Geschichte des Hauses -- und damit der Stadt Münster -- wesentlich beeinflusst haben. Zwei Dauerausstellungen illustrieren die wechselvolle Geschichte des Hauses. Darüber hinaus bemüht sich die Einrichtung in ihren Mittwochsgesprächen um historisch-politische Bildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Villa ten Hompel als historischer Ort ==&lt;br /&gt;
Der Name &amp;quot;Villa ten Hompel&amp;quot; erinnert an ihren Erbauer Rudolf ten Hompel. Er ließ das Haus in den 1920er Jahren errichten, nachdem er in der Zementindustrie ein beträchtliches Vermögen erwirtschaftet hatte. Nach dem finanziellen Zusammenbruch seines Konzernes 1931 zog er sich aus allen öffentlichen Ämtern zurück, 1939 wird er zum letzten Mal als Eigentümer der Villa genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche historische Bedeutung erhielt das Haus durch den Sitz des Befehlshabers der Ordnungspolizei für den Wehrkreis VI (140--1945) sowie als &amp;quot;Dezernat für Wiedergutmachung für politisch, rassisch und religiös Verfolgte&amp;quot; (1953--1968). Zwischen 1945 und 1953 beherbergte es die Wasserschutzpolizei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgaben der Ordnungspolizei während des Dritten Reiches ===&lt;br /&gt;
Die Ordnungspolizei war, neben der Sicherheitspolizei (Geheime Staatspolizei/Kriminalpolizei) wesentliche zweite Säule des Polizeiapparates von Heinrich Himmler, dem &amp;quot;Reichsführer SS&amp;quot; und &amp;quot;Chef der deutschen Polizei&amp;quot;. Mit der Besetzung Österreichs 1938 vollzog sich sich für die Ordnungspolizei ein tiefgreifender Funktionswandel hin zu einer paramilitärischen Organisation. Während des Krieges waren sogenannte &amp;quot;Polizeibataillone&amp;quot; massiv an der Ermordung der jüdischen Bevölkerung in Osteuropa verantwortlich. Die Ordnungspolizei sorgte zudem für die Bewachung von Deportationszügen in die Vernichtungslager und stellte bei Einweisungen in Konzentrationslager die notwendigen Transportbegleitungen sicher. Schließlich fungierte die Ordnungspolizei auch als Aufsichtspersonal für die &amp;quot;Arbeitserziehungslager&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wehrkreis VI, der von Münster aus verwaltet wurde, war der bevölkerungsreichste Polizeibereich im damaligen Deutschen Reich. Er umfasste das heutige Nordrhein-Westfalen, den Raum Osnabrück sowie -- ab 1940 -- Teile Belgiens. Am 16. März 1940 beförderte Himmler die &amp;quot;Inspekteure der Ordnungspolizei&amp;quot; in den besonders luftgefährdeten Industriegebieten zu &amp;quot;Befehlshabern der Ordnungspolizei&amp;quot; (BdO). Der BdO Münster befehligte vom Kaiser-Wilhelm-Ring aus eine etwa 200.000 Mann starke Polizeigruppe. Dabei standen ihm bis zu 40 Mitarbeiter zur Seite. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Dezernat für Wiedergutmachung ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1953 und 1968 beherbergte die &amp;quot;Villa ten Hompel&amp;quot; das &amp;quot;Dezernat für Wiedergutmachung für politisch, rassisch und religiös Verfolgte&amp;quot; der Bezirksregierung Münster. In dieser Zeit stellten rund 12.000 Menschen aus dem gesamten Regierungsbezirk einen Antrag auf finanzielle Entschädigung. Allerdings waren längst nicht alle Opfergruppen rechtlich in der Lage, einen Ausgleich für an ihnen begangenem Unrecht zu beantragen. Zwangssterilisierte, Euthanasieopfer, ausländische Zwangsarbeiter, aber auch Homosexuelle wurden nicht als Opfer &amp;quot;typisch nationalsozialistischer&amp;quot; Verfolgung anerkannt. Sie blieben vielfach entschädigungslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Villa heute: Erinnern, Forschen, Lernen ==&lt;br /&gt;
In zwei Dauerausstellungen beschäftigt sich die &amp;quot;Villa&amp;quot; heute mit ihrer wechselvollen Geschichte. Die Ausstellung '''&amp;quot;Im Auftrag. Polizei, Verwaltung und Verantwortung&amp;quot;''' thematisierte erstmals in Bundesrepublik die Geschichte der uniformierten Polizei zwischen 1924 und 1968. Die zweite, Ende 2005 eröffnete Ausstellung '''&amp;quot;Wiedergutmachung als Auftrag&amp;quot;''' konzentriert sich, ebenfalls erstmalig in der BRD, auf die Geschichte der Wiedergutmachung. Dabei zeichnet sie nicht nur das Entschädigungsverfahren anhand einiger NS-Verfolgtengruppen nach, sondern nimmt auch die öffentliche Haltung zur &amp;quot;Wiedergutmachung&amp;quot; in den Blick.&lt;br /&gt;
Neben diesen Dauerausstellungen hat die &amp;quot;Villa ten Hompel&amp;quot; auch mehrere Wanderausstellungen erarbeitet. Zudem forscht sie zur Geschichte der regionalen Ordnungspolizei, zu Funktions- und Arbeitsweisen von mittleren Behörden sowie zur Wiedergutmachungs- und Entschädigungspraxis in der Bundesrepublik und informiert in Seminaren über die Geschichte des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[http://www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel/ Internetseite der Villa ten Hompel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.ns-gedenkstaetten.net/nrw NS-Gedenkstätten in NRW]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Hansaring&amp;diff=3804</id>
		<title>Hansaring</title>
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		<updated>2006-02-19T16:22:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Lage ==&lt;br /&gt;
Der Hansaring liegt als einer von insgesamt dreizehn [[Ring]]teilen zwischen [[Albersloher Weg]] und [[Wolbecker Straße]]. Im [[Hansaviertel]] gelegen, ist er beiderseits von drei- bis viergeschossigen Wohnhäusern sowie zahlreichen Gastronomie und Kultkneipen geprägt, was ihn, wie das [[Hansaviertel]] insgesamt, zu einem beliebten Wohnviertel vor allem für Studenten macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[bild:Haltestelle_klein.png]] Bushaltestellen==&lt;br /&gt;
[[Bushaltestelle Hansaring C]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bushaltestelle Emdener Straße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bushaltestelle Hansaschule]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Kaiser-Wilhelm-Ring&amp;diff=3803</id>
		<title>Kaiser-Wilhelm-Ring</title>
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		<updated>2006-02-19T16:22:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Kaiser-Wilhelm-Ring im Osten der Stadt liegt zwischen [[Niedersachenring]] und [[Hohenzollernring]]. Er ist einer von insgesamt dreizehn [[Ring]]teilen, die die Innenstadt von Münster fast komplett umschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutende Bauwerke ===&lt;br /&gt;
Haus Nr. 28: [[Villa ten Hompel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Hohenzollernring&amp;diff=3802</id>
		<title>Hohenzollernring</title>
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		<updated>2006-02-19T16:21:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Hohenzollernring im Osten der Stadt liegt zwischen [[Kaiser-Wilhelm-Ring]] und [[Hansaring]]. Er ist einer von insgesamt dreizehn Ringteilen, die die Innenstadt von Münster fast komplett umschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutende Bauwerke ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ehemaliges [[Luftgaukommando]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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	<entry>
		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Kaiser-Wilhelm-Ring&amp;diff=3801</id>
		<title>Kaiser-Wilhelm-Ring</title>
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		<updated>2006-02-19T16:20:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Kaiser-Wilhelm-Ring im Osten der Stadt liegt zwischen [[Niedersachenring]] und [[Hohenzollernring]]. Er ist einer von insgesamt dreizehn [[Ring]]teilen, die die Innenstadt von Münster fast komplett umschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutende Bauwerke ===&lt;br /&gt;
Haus Nr. 28: [[Villa ten Hompel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Hohenzollernring&amp;diff=3800</id>
		<title>Hohenzollernring</title>
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		<updated>2006-02-19T16:12:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Hohenzollernring im Osten der Stadt liegt zwischen [[Kaiser-Wilhelm-Ring]] und [[Hansaring]]. Er ist einer von insgesamt dreizehn Ringteilen, die die Innenstadt von Münster fast komplett umschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutende Bauwerke ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* ehemaliges [[Luftgaukommando]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Gertrudenhof&amp;diff=3796</id>
		<title>Gertrudenhof</title>
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		<updated>2006-02-19T15:46:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[bild:Gertrudenhof1.jpg|thumb|right|200px|An der Ecke Warendorfer Straße / Kaiser-Wilhelm-Ring befand sich früher der Getrudenhof]]Der '''Gertrudenhof''' war ein Lokal an der Ecke [[Warendorfer Straße]] und [[Kaiser-Wilhelm-Ring]]. Am 11. Dezember 1941 wurden 105 [[Juden]] aus Münster gemeinsam mit rund 300 weiteren Juden aus dem Münsterland verhaftet und im Saal des Getrudenhofes eingesperrt, bevor sie am Vormittag des 13. Dezember 1941 vom [[Güterbahnhof]] an der Hafenstraße aus ins Ghetto nach Riga transportiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1991 erinnert eine Gedenktafel an die Bedeutung dieses Ortes.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Datei:Gertrudenhof1.jpg&amp;diff=3795</id>
		<title>Datei:Gertrudenhof1.jpg</title>
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		<updated>2006-02-19T15:42:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: Die Stelle des ehemaligen Gertrudenhofes&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Stelle des ehemaligen Gertrudenhofes&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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		<title>Luftgaukommando</title>
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		<updated>2006-02-19T15:40:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[bild:Luftgaukommando1.jpg|thumb|right|200px|Das ehemalige Luftgaukommando ist eines der bedeutendsten Zeugnisse der NS-Architektur in Münster]]Eines der architektonisch bedeutsamsten Zeugnisse der NS-Zeit ist das ehemalige Luftkreis- bzw. Luftgaukommando an der Ecke Manfred-von-Richthofenstraße / Hohenzollernring. Es beherbergt heute das Lufttransportkommando der Bundeswehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Luftkreiskommando (später: Luftgaukommando) war eines von reichsweit insgesamt sechs Luftkreiskommandos, das dem Reichsluftfahrtministerium unterstellt war. Sein Ziel war die Ausbildung und der Einsatz der in ihrem Befehlsbereich untergebrachten Verbände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[bild:Luftgaukommando2.jpg|thumb|right|200px|Der Eingang am Hohenzollern-Ring gibt nach wie vor Hinweise auf die ehemalige Nutzung durch die Nationalsozialisten]]Das zum Teil unterbunkerte Gebäude wurde 1935/1936 in zwei Bauabschnitten vom Architekten Ernst Sagebiel errichtet. In Form einer Dreiflügelanlage konzipiert, beherbergte es rund 280 Dienstzimme und einige Repräsentatätionsräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagebiel, der 1938 Hermann Göring persönlich unterstellt wurde, zählte neben Albert Speer zu einem der bedeutendsten Architekten des Nationalsozialismus. Er entwickelte einen Baustil, der in der Architektur als &amp;quot;Luftwaffenmoderne&amp;quot; bezeichnet wird. Bereits ab 1934 oblag ihm die geheime Planung und Bauleitung zahlreicher Luftwaffenkasernen, u.a. in Döberitz, Berlin-Gatow und Kladow. 1934/1935 hatte er den Auftrag zum Neubau des Reichsluftfahrtministeriums in der Berliner Wilhelmstraße erhalten. Neben dem Luftkreiskommando Münster erreichtete er die Luftkreiskommandos Kiel und Königsberg. Auch der Flughafen Berlin-Tempelhof entstammt seiner Konzeption.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
Jost Schäfer: Das ehem. Luftkreiskommando IV in Münster von Ernst Sagebiel, in: Zeitschrift Westfalen, 76. Bd. Münster 1999, S. 380-401. ISSN 0043-4337&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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		<title>Luftgaukommando</title>
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		<updated>2006-02-19T15:37:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[bild:Luftgaukommando1.jpg|thumb|right|200px|Das ehemalige Luftgaukommando ist eines der bedeutendsten Zeugnisse der NS-Architektur in Münster]]Eines der architektonisch bedeutsamsten Zeugnisse der NS-Zeit ist das ehemalige Luftkreis- bzw. Luftgaukommando an der Ecke Manfred-von-Richthofenstraße / Hohenzollernring. Es beherbergt heute das Lufttransportkommando der Bundeswehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Luftkreiskommando (später: Luftgaukommando) war eines von reichsweit insgesamt sechs Luftkreiskommandos, das dem Reichsluftfahrtministerium unterstellt war. Sein Ziel war die Ausbildung und der Einsatz der in ihrem Befehlsbereich untergebrachten Verbände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[bild:Luftgaukommando2.jpg|thumb|right|200px|Der Eingang am Hohenzollern-Ring gibt nach wie vor Hinweise auf die ehemalige Nutzung durch die Nationalsozialisten]]Das zum Teil unterbunkerte Gebäude wurde 1935/1936 in zwei Bauabschnitten vom Architekten Ernst Sagebiel errichtet. In Form einer Dreiflügelanlage konzipiert, beherbergte es rund 280 Dienstzimme und einige Repräsentatätionsräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagebiel, der 1938 Hermann Göring persönlich unterstellt wurde, zählte neben Albert Speer zu einem der bedeutendsten Architekten des Nationalsozialismus. Er entwickelte einen Baustil, der in der Architektur als &amp;quot;Luftwaffenmoderne&amp;quot; bezeichnet wird. Bereits ab 1934 oblag ihm die geheime Planung und Bauleitung zahlreicher Luftwaffenkasernen, u.a. in Döberitz, Berlin-Gatow und Kladow. 1934/1935 hatte er den Auftrag zum Neubau des Reichsluftfahrtministeriums in der Berliner Wilhelmstraße erhalten. Neben dem Luftkreiskommando Münster erreichtete er auch die Luftkreiskommandos Kiel und Königsberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
Jost Schäfer: Das ehem. Luftkreiskommando IV in Münster von Ernst Sagebiel, in: Zeitschrift Westfalen, 76. Bd. Münster 1999, S. 380-401. ISSN 0043-4337&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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		<title>Luftgaukommando</title>
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		<updated>2006-02-19T15:34:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[bild:Luftgaukommando1.jpg|thumb|right|200px|Das ehemalige Luftgaukommando ist eines der bedeutendsten Zeugnisse der NS-Architektur in Münster]]Eines der architektonisch bedeutsamsten Zeugnisse der NS-Zeit ist das ehemalige Luftkreis- bzw. Luftgaukommando an der Ecke Manfred-von-Richthofenstraße / Hohenzollernring. Es beherbergt heute das Lufttransportkommando der Bundeswehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Luftkreiskommando (später: Luftgaukommando) war eines von reichsweit insgesamt sechs Luftkreiskommandos, das dem Reichsluftfahrtministerium unterstellt war. Sein Ziel war die Ausbildung und der Einsatz der in ihrem Befehlsbereich untergebrachten Verbände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[bild:Luftgaukommando2.jpg|thumb|right|200px|Der Eingang am Hohenzollern-Ring gibt nach wie vor Hinweise auf die ehemalige Nutzung durch die Nationalsozialisten]]Das zum Teil unterbunkerte Gebäude wurde 1935/1936 in zwei Bauabschnitten vom Architekten Ernst Sagebiel errichtet. In Form einer Dreiflügelanlage konzipiert, beherbergte es rund 280 Dienstzimme und einige Repräsentatätionsräume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagebiel, der 1938 Hermann Göring persönlich unterstellt wurde, zählte neben Albert Speer zu einem der bedeutendsten Architekten des Nationalsozialismus. Er entwickelte einen Baustil, der in der Architektur als &amp;quot;Luftwaffenmoderne&amp;quot; bezeichnet wird. Bereits ab 1934 oblag ihm die geheime Planung und Bauleitung zahlreicher Luftwaffenkasernen, u.a. in Döberitz, Berlin-Gatow und Kladow. 1934/1935 hatte er den Auftrag zum Neubau des Reichsluftfahrtministeriums in der Berliner Wilhelmstraße erhalten. Neben dem Luftkreiskommando Münster erreichtete er auch die Luftkreiskommandos Kiel und Königsberg.&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2006-02-19T15:30:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: Der Eingang am Hohenzollern-Ring gibt nach wie vor Hinweise auf die ehemalige Nutzung durch die Nationalsozialisten&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Eingang am Hohenzollern-Ring gibt nach wie vor Hinweise auf die ehemalige Nutzung durch die Nationalsozialisten&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2006-02-19T15:26:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: ehemaliges Luftgaukommando an der Manfred-von-Richthofen-Straße&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;ehemaliges Luftgaukommando an der Manfred-von-Richthofen-Straße&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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		<title>Villa ten Hompel</title>
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		<updated>2006-02-19T14:51:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
[[bild:Villa_ten_hompel.jpg|thumb|right|200px|Die Villa ten Hompel war von 1940 bis 1945 Sitz der Ordnungspolizei. Heute ist sie Erinnerungs- und Forschungsstätte.]]Die '''Villa ten Hompel''' am [[Kaiser-Wilhelm-Ring]] 28 ist ein authentischer Schreibtischtatort. In der prächtigen, in den 1920 Jahren gebauten Fabrikantenvilla befand sich zwischen 1940 und 1945 der Sitz der Ordnungspolizei für den Wehrkreis VI. In der Nachkriegszeit war hier das &amp;quot;Dezernat für Wiedergutmachung&amp;quot; untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist &amp;quot;die Villa&amp;quot; Erinnerungs-, Lern- und Forschungsort. Im Zentrum der Arbeit stehen mit der Geschichte der Polizei sowie der Wiedergutmachung zwei Themenfelder, die die Geschichte des Hauses -- und damit der Stadt Münster -- wesentlich beeinflusst haben. Zwei Dauerausstellungen illustrieren die wechselvolle Geschichte des Hauses. Darüber hinaus bemüht sich die Einrichtung in ihren Mittwochsgesprächen um historisch-politische Bildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Villa ten Hompel als historischer Ort ==&lt;br /&gt;
Der Name &amp;quot;Villa ten Hompel&amp;quot; erinnert an ihren Erbauer Rudolf ten Hompel. Er ließ das Haus in den 1920er Jahren errichten, nachdem er in der Zementindustrie ein beträchtliches Vermögen erwirtschaftet hatte. Nach dem finanziellen Zusammenbruch seines Konzernes 1931 zog er sich aus allen öffentlichen Ämtern zurück, 1939 wird er zum letzten Mal als Eigentümer der Villa genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche historische Bedeutung hingegen erhielt das Haus durch den Sitz des Befehlshabers der Ordnungspolizei für den Wehrkreis VI (140--1945) sowie als &amp;quot;Dezernat für Wiedergutmachung für politisch, rassisch und religiös Verfolgte&amp;quot; (1953--1968). Zwischen 1945 und 1953 beherbergte es die Wasserschutzpolizei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgaben der Ordnungspolizei während des Dritten Reiches ===&lt;br /&gt;
Die Ordnungspolizei war, neben der Sicherheitspolizei (Geheime Staatspolizei/Kriminalpolizei) wesentliche zweite Säule des Polizeiapparates von Heinrich Himmler, dem &amp;quot;Reichsführer SS&amp;quot; und &amp;quot;Chef der deutschen Polizei&amp;quot;. Mit der Besetzung Österreichs 1938 vollzog sich sich für die Ordnungspolizei ein tiefgreifender Funktionswandel hin zu einer paramilitärischen Organisation. Während des Krieges waren sogenannte &amp;quot;Polizeibataillone&amp;quot; massiv an der Ermordung der jüdischen Bevölkerung in Osteuropa verantwortlich. Die Ordnungspolizei sorgte zudem für die Bewachung von Deportationszügen in die Vernichtungslager und stellte bei Einweisungen in Konzentrationslager die notwendigen Transportbegleitungen sicher. Schließlich fungierte die Ordnungspolizei auch als Aufsichtspersonal für die &amp;quot;Arbeitserziehungslager&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wehrkreis VI, der von Münster aus verwaltet wurde, war der bevölkerungsreichste Polizeibereich im damaligen Deutschen Reich. Er umfasste das heutige Nordrhein-Westfalen, den Raum Osnabrück sowie -- ab 1940 -- Teile Belgiens. Am 16. März 1940 beförderte Himmler die &amp;quot;Inspekteure der Ordnungspolizei&amp;quot; in den besonders luftgefährdeten Industriegebieten zu &amp;quot;Befehlshabern der Ordnungspolizei&amp;quot; (BdO). Der BdO Münster befehligte vom Kaiser-Wilhelm-Ring aus eine etwa 200.000 Mann starke Polizeigruppe. Dabei standen ihm bis zu 40 Mitarbeiter zur Seite. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Dezernat für Wiedergutmachung ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1953 und 1968 beherbergte die &amp;quot;Villa ten Hompel&amp;quot; das &amp;quot;Dezernat für Wiedergutmachung für politisch, rassisch und religiös Verfolgte&amp;quot; der Bezirksregierung Münster. In dieser Zeit stellten rund 12.000 Menschen aus dem gesamten Regierungsbezirk einen Antrag auf finanzielle Entschädigung. Allerdings waren längst nicht alle Opfergruppen rechtlich in der Lage, einen Ausgleich für an ihnen begangenem Unrecht zu beantragen. Zwangssterilisierte, Euthanasieopfer, ausländische Zwangsarbeiter, aber auch Homosexuelle wurden nicht als Opfer &amp;quot;typisch nationalsozialistischer&amp;quot; Verfolgung anerkannt. Sie blieben vielfach entschädigungslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Villa heute: Erinnern, Forschen, Lernen ==&lt;br /&gt;
In zwei Dauerausstellungen beschäftigt sich die &amp;quot;Villa&amp;quot; heute mit ihrer wechselvollen Geschichte. Die Ausstellung '''&amp;quot;Im Auftrag. Polizei, Verwaltung und Verantwortung&amp;quot;''' thematisierte erstmals in Bundesrepublik die Geschichte der uniformierten Polizei zwischen 1924 und 1968. Die zweite, Ende 2005 eröffnete Ausstellung '''&amp;quot;Wiedergutmachung als Auftrag&amp;quot;''' konzentriert sich, ebenfalls erstmalig in der BRD, auf die Geschichte der Wiedergutmachung. Dabei zeichnet sie nicht nur das Entschädigungsverfahren anhand einiger NS-Verfolgtengruppen nach, sondern nimmt auch die öffentliche Haltung zur &amp;quot;Wiedergutmachung&amp;quot; in den Blick.&lt;br /&gt;
Neben diesen Dauerausstellungen hat die &amp;quot;Villa ten Hompel&amp;quot; auch mehrere Wanderausstellungen erarbeitet. Zudem forscht sie zur Geschichte der regionalen Ordnungspolizei, zu Funktions- und Arbeitsweisen von mittleren Behörden sowie zur Wiedergutmachungs- und Entschädigungspraxis in der Bundesrepublik und informiert in Seminaren über die Geschichte des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[http://www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel/ Internetseite der Villa ten Hompel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.ns-gedenkstaetten.net/nrw NS-Gedenkstätten in NRW]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Datei:Villa_ten_hompel.jpg&amp;diff=3788</id>
		<title>Datei:Villa ten hompel.jpg</title>
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		<updated>2006-02-19T14:46:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: Villa ten Hompel&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Villa ten Hompel&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Linie_14&amp;diff=3771</id>
		<title>Linie 14</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://muensterwiki.de/index.php?title=Linie_14&amp;diff=3771"/>
		<updated>2006-02-17T18:58:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[http://www.stadtwerke-muenster.de/fahrgaeste/fahrplan/isoli/tfp/data/tfp_14_1.pdf Fahrplan Richtung Zoo]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.stadtwerke-muenster.de/fahrgaeste/fahrplan/isoli/tfp/data/tfp_14_2.pdf Fahrplan Richtung Maikottenweg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buslinie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Bushaltestelle_Hansaring&amp;diff=3770</id>
		<title>Bushaltestelle Hansaring</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://muensterwiki.de/index.php?title=Bushaltestelle_Hansaring&amp;diff=3770"/>
		<updated>2006-02-17T18:52:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[bild:Haltestelle_klein.png]] An der '''Bushaltestelle Hansaring C''' verkehrt die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Linie 14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[http://www.stadtwerke-muenster.de/fahrgaeste/fahrplan/isoli/isoli_search.htm Haltestellensuche der Stadtwerke Münster]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bushaltestelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Bushaltestelle_Emdener_Stra%C3%9Fe&amp;diff=3769</id>
		<title>Bushaltestelle Emdener Straße</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://muensterwiki.de/index.php?title=Bushaltestelle_Emdener_Stra%C3%9Fe&amp;diff=3769"/>
		<updated>2006-02-17T18:51:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[bild:Haltestelle_klein.png]] An der '''Bushaltestelle Emdener Straße''' verkehrt die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Linie 14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[http://www.stadtwerke-muenster.de/fahrgaeste/fahrplan/isoli/isoli_search.htm Haltestellensuche der Stadtwerke Münster]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bushaltestelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Bushaltestelle_Hansaschule&amp;diff=3768</id>
		<title>Bushaltestelle Hansaschule</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://muensterwiki.de/index.php?title=Bushaltestelle_Hansaschule&amp;diff=3768"/>
		<updated>2006-02-17T18:50:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[bild:Haltestelle_klein.png]] An der '''Bushaltestelle Hansaschule''' verkehren die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Linie 11]]&lt;br /&gt;
*[[Linie 12]]&lt;br /&gt;
*[[Linie 14]]&lt;br /&gt;
*[[Linie 22]]&lt;br /&gt;
*[[Linie N84]]&lt;br /&gt;
*[[Linie R22]]&lt;br /&gt;
*[[Linie R32]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[http://www.stadtwerke-muenster.de/fahrgaeste/fahrplan/isoli/isoli_search.htm Haltestellensuche der Stadtwerke Münster]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bushaltestelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Bushaltestelle_Hansaschule&amp;diff=3767</id>
		<title>Bushaltestelle Hansaschule</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://muensterwiki.de/index.php?title=Bushaltestelle_Hansaschule&amp;diff=3767"/>
		<updated>2006-02-17T18:46:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[bild:Haltestelle_klein.png]] An der '''Bushaltestelle Hansaschule''' verkehren die&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Linie 11]]&lt;br /&gt;
*[[Linie 12]]&lt;br /&gt;
*[[Linie 14]]&lt;br /&gt;
*[[Linie S20]]&lt;br /&gt;
*[[Linie R22]]&lt;br /&gt;
*[[Linie R32]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[http://www.stadtwerke-muenster.de/fahrgaeste/fahrplan/isoli/isoli_search.htm Haltestellensuche der Stadtwerke Münster]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bushaltestelle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Hansaring&amp;diff=3766</id>
		<title>Hansaring</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://muensterwiki.de/index.php?title=Hansaring&amp;diff=3766"/>
		<updated>2006-02-17T18:40:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Lage ==&lt;br /&gt;
Der Hansaring liegt als einer von insgesamt zwölf Ringteilen zwischen [[Albersloher Weg]] und [[Wolbecker Straße]]. Im [[Hansaviertel]] gelegen, ist er beiderseits von drei- bis viergeschossigen Wohnhäusern sowie zahlreichen Gastronomie und Kultkneipen geprägt, was ihn, wie das [[Hansaviertel]] insgesamt, zu einem beliebten Wohnviertel vor allem für Studenten macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==[[bild:Haltestelle_klein.png]] Bushaltestellen==&lt;br /&gt;
[[Bushaltestelle Hansaring C]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bushaltestelle Emdener Straße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bushaltestelle Hansaschule]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Linie_14&amp;diff=3765</id>
		<title>Linie 14</title>
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		<updated>2006-02-17T18:32:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[http://www.stadtwerke-muenster.de/fahrgaeste/fahrplan/isoli/tfp/data/tfp_14_1.pdf Fahrplan Richtung Zoo]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.stadtwerke-muenster.de/fahrgaeste/fahrplan/isoli/tfp/data/tfp_14_2.pdf Fahrplan Richtung Maikottenweg]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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		<title>Ludgeriplatz</title>
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		<updated>2006-02-17T18:25:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: /* Pferd und Ochse */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__[[bild:Ludgeriplatz3.jpg|thumb|left|130px|Öffentliche Uhr]]&lt;br /&gt;
[[bild:Ludgeriplatz2.jpg|thumb|right|130px|Blick vom Kanonengraben, rechts das [[Stadthaus 2|Stadthaus]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der '''Ludgeriplatz''' ist ein Verkehrsknotenpunkt am südlichen Ende der [[Altstadt]], direkt vor dem Promenadenring. Das Zentrum des Platzes nimmt ein [[Kreisverkehr]] ein, dessen Mitte eine von Kaninchen bewohnte Rasenfläche bildet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Ring|Tangentenring]] rund um Münster passiert den Platz auf der Strecke Moltkestraße-Hafenstraße, und die [[Bundesstraße 54]] führt auf der Strecke Moltkestraße-Hammer Straße über den Platz. Es finden sich hier mehrere wichtige Gebäude wie das [[Stadthaus 2]] und die [[Musikhochschule]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am '''Ludgeriplatz''' treffen sich die [[Ludgeristraße]], die [[Schorlemerstraße]], die [[Hafenstraße]], die [[Hammer Straße]], die [[Moltkestraße]] und der [[Am Kanonengraben|Kanonengraben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Name==&lt;br /&gt;
Benannt ist der Platz nach [[Liudger]], dem ersten Bischof von Münster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Platz befindet sich an der Stelle des ehemaligen Ludgeritors, einem Turmtor in der Stadtbefestigung zwischen dem Ende des 12. Jahrhunderts und 1785. Das Tor selbst wurde wiederum nach der auf der Innenseite der Stadtbefestigung in unmittelbarer Nähe befindlichen [[Ludgerikirche]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pferd und Ochse==&lt;br /&gt;
Besondere Sehenswürdigkeit sind die zwei von [[Karl Bernewitz]] geschaffenen Bronzeskulpturen &amp;quot;Knecht mit Pferd&amp;quot; und &amp;quot;Magd mit Stier&amp;quot;, die Rémy Zaugg im Zuge der Skulptur.Projekte 1987 wieder an ihren ursprünglichen Standort zurückversetzte und die schon um 1912 die einziehende Landbevölkerung begrüßt haben. Damals standen sie noch am Rand der Straßenbahnlinie, die das Rondell des Platzes kreuzte. Heute stehen die Skulpturen auf zwei großen, kahlen Betonklötzen, die immer wieder durch Graffiti verziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sicherheit==&lt;br /&gt;
Auf dem großen zweispurigen Kreisel sind mittlerweile 3 [[Radfahrer]] durch den Kfz-Verkehr ums Leben gekommen, zuletzt wurde im April 2004 eine junge Mutter von einem LKW erfasst und getötet.  Mit 98 Verkehrsunfällen pro Jahr (Stand 2003) ist der Ludgeriplatz ein absoluter Unfallschwerpunkt der Stadt. Die Diskussion um die Verbesserung der Sicherheit für Radfahrer am Kreisel hält seit längerem an. Eine durchgreifende Verbesserung scheitert immer wieder daran, dass die Verantwortlichen z. B. mit dem ungestörten Kfz-Verkehrsfluss höhere Prioritäten kennen als Gesundheit und Leben der den Kreisverkehr benutzenden Radfahrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Straßenabschnitt der [[Hafenstraße]] vom Ludgeriplatz bis zur [[Bahnhofsstraße]] ist für Radfahrer recht gefährlich, da sie sich die rechte Fahrspur mit LKW und PKW teilen müssen und da sich am Straßenrand gefährlich tiefliegende Gullideckel befinden. Auch hier scheint die Stadt sich dagegen zu sperren, die rechte Fahrspur zur Rad- und Busspur zu erklären, obwohl vom Ludgeriplatz aus eh nur je ein Fahrzeug gleichzeitig auf die Hafenstraße einbiegen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Parkhaus==&lt;br /&gt;
Die Diskussion um das Projekt eines Parkhauses unter dem Ludgeriplatz hat die letzte Kommunalwahl mitentschieden. Die Befürworter des Parkhauses erlitten im angrenzenden [[Südviertel]] größere Stimmenverluste. Nachdem auch dadurch weder CDU und FDP im Stadtrat, noch der Direktkandidat für das Amt des Oberbürgermeisters, [[Berthold Tillmann]], im ersten Wahlgang eine Mehrheit bekamen, versprach die CDU vor dem 2. Wahlgang, auf das Projekt zu verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Postleitzahl==&lt;br /&gt;
48151&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bushaltestelle==&lt;br /&gt;
[[bild:Haltestelle_klein.png]] [[Bushaltestelle Ludgeriplatz]]&lt;br /&gt;
[[bild:Ludgeriplatz1.jpg|thumb|right|200px|Blickrichtung Norden, im Vordergrund der Schatten des [[Stadthaus 2|Stadthauses]]]]&lt;br /&gt;
==Weitere Bilder==&lt;br /&gt;
[[bild:Ludgeriplatz_schild.jpg|thumb|left|200px|Der Verkehrsknotenpunkt aus Richtung Hafenstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Platz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Kaiser-Wilhelm-Ring&amp;diff=3763</id>
		<title>Kaiser-Wilhelm-Ring</title>
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		<updated>2006-02-17T18:21:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Kaiser-Wilhelm-Ring im Osten der Stadt liegt zwischen [[Niedersachenring]] und [[Hohenzollernring]]. Er ist einer von insgesamt zwölf [[Ring]]teilen, die die Innenstadt von Münster fast komplett umschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutende Bauwerke ===&lt;br /&gt;
Haus Nr. 28: [[Villa ten Hompel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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		<updated>2006-02-17T18:20:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Kaiser-Wilhelm-Ring im Osten der Stadt liegt zwischen [[Niedersachenring]] und [[Hohenzollernring]]. Er ist einer von insgesamt zwölf Ringteilen, die die Innenstadt von Münster fast komplett umschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutende Bauwerke ===&lt;br /&gt;
Haus Nr. 28: [[Villa ten Hompel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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		<updated>2006-02-17T18:11:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Kaiser-Wilhelm-Ring liegt zwischen [[Niedersachenring]] und [[Hohenzollernring]]. Er ist einer von insgesamt zwölf Ringteilen, die die Innenstadt von Münster fast komplett umschließen, und liegt im Osten der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutende Bauwerke ===&lt;br /&gt;
Haus Nr. 28: [[Villa ten Hompel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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		<title>Villa ten Hompel</title>
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		<updated>2006-02-17T18:06:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: /* Die Villa ten Hompel als historischer Ort */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Die '''Villa ten Hompel''' am [[Kaiser-Wilhelm-Ring]] 28 ist ein authentischer Schreibtischtatort. In der prächtigen, in den 1920 Jahren gebauten Fabrikantenvilla befand sich zwischen 1940 und 1945 der Sitz der Ordnungspolizei für den Wehrkreis VI. In der Nachkriegszeit war hier das &amp;quot;Dezernat für Wiedergutmachung&amp;quot; untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist &amp;quot;die Villa&amp;quot; Erinnerungs-, Lern- und Forschungsort. Im Zentrum der Arbeit stehen mit der Geschichte der Polizei sowie der Wiedergutmachung zwei Themenfelder, die die Geschichte des Hauses -- und damit der Stadt Münster -- wesentlich beeinflusst haben. Zwei Dauerausstellungen illustrieren die wechselvolle Geschichte des Hauses. Darüber hinaus bemüht sich die Einrichtung in ihren Mittwochsgesprächen um historisch-politische Bildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Villa ten Hompel als historischer Ort ==&lt;br /&gt;
Der Name &amp;quot;Villa ten Hompel&amp;quot; erinnert an ihren Erbauer Rudolf ten Hompel. Er ließ das Haus in den 1920er Jahren errichten, nachdem er in der Zementindustrie ein beträchtliches Vermögen erwirtschaftet hatte. Nach dem finanziellen Zusammenbruch seines Konzernes 1931 zog er sich aus allen öffentlichen Ämtern zurück, 1939 wird er zum letzten Mal als Eigentümer der Villa genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche historische Bedeutung hingegen erhielt das Haus durch den Sitz des Befehlshabers der Ordnungspolizei für den Wehrkreis VI (140--1945) sowie als &amp;quot;Dezernat für Wiedergutmachung für politisch, rassisch und religiös Verfolgte&amp;quot; (1953--1968). Zwischen 1945 und 1953 beherbergte es die Wasserschutzpolizei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgaben der Ordnungspolizei während des Dritten Reiches ===&lt;br /&gt;
Die Ordnungspolizei war, neben der Sicherheitspolizei (Geheime Staatspolizei/Kriminalpolizei) wesentliche zweite Säule des Polizeiapparates von Heinrich Himmler, dem &amp;quot;Reichsführer SS&amp;quot; und &amp;quot;Chef der deutschen Polizei&amp;quot;. Mit der Besetzung Österreichs 1938 vollzog sich sich für die Ordnungspolizei ein tiefgreifender Funktionswandel hin zu einer paramilitärischen Organisation. Während des Krieges waren sogenannte &amp;quot;Polizeibataillone&amp;quot; massiv an der Ermordung der jüdischen Bevölkerung in Osteuropa verantwortlich. Die Ordnungspolizei sorgte zudem für die Bewachung von Deportationszügen in die Vernichtungslager und stellte bei Einweisungen in Konzentrationslager die notwendigen Transportbegleitungen sicher. Schließlich fungierte die Ordnungspolizei auch als Aufsichtspersonal für die &amp;quot;Arbeitserziehungslager&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wehrkreis VI, der von Münster aus verwaltet wurde, war der bevölkerungsreichste Polizeibereich im damaligen Deutschen Reich. Er umfasste das heutige Nordrhein-Westfalen, den Raum Osnabrück sowie -- ab 1940 -- Teile Belgiens. Am 16. März 1940 beförderte Himmler die &amp;quot;Inspekteure der Ordnungspolizei&amp;quot; in den besonders luftgefährdeten Industriegebieten zu &amp;quot;Befehlshabern der Ordnungspolizei&amp;quot; (BdO). Der BdO Münster befehligte vom Kaiser-Wilhelm-Ring aus eine etwa 200.000 Mann starke Polizeigruppe. Dabei standen ihm bis zu 40 Mitarbeiter zur Seite. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Dezernat für Wiedergutmachung ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1953 und 1968 beherbergte die &amp;quot;Villa ten Hompel&amp;quot; das &amp;quot;Dezernat für Wiedergutmachung für politisch, rassisch und religiös Verfolgte&amp;quot; der Bezirksregierung Münster. In dieser Zeit stellten rund 12.000 Menschen aus dem gesamten Regierungsbezirk einen Antrag auf finanzielle Entschädigung. Allerdings waren längst nicht alle Opfergruppen rechtlich in der Lage, einen Ausgleich für an ihnen begangenem Unrecht zu beantragen. Zwangssterilisierte, Euthanasieopfer, ausländische Zwangsarbeiter, aber auch Homosexuelle wurden nicht als Opfer &amp;quot;typisch nationalsozialistischer&amp;quot; Verfolgung anerkannt. Sie blieben vielfach entschädigungslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Villa heute: Erinnern, Forschen, Lernen ==&lt;br /&gt;
In zwei Dauerausstellungen beschäftigt sich die &amp;quot;Villa&amp;quot; heute mit ihrer wechselvollen Geschichte. Die Ausstellung '''&amp;quot;Im Auftrag. Polizei, Verwaltung und Verantwortung&amp;quot;''' thematisierte erstmals in Bundesrepublik die Geschichte der uniformierten Polizei zwischen 1924 und 1968. Die zweite, Ende 2005 eröffnete Ausstellung '''&amp;quot;Wiedergutmachung als Auftrag&amp;quot;''' konzentriert sich, ebenfalls erstmalig in der BRD, auf die Geschichte der Wiedergutmachung. Dabei zeichnet sie nicht nur das Entschädigungsverfahren anhand einiger NS-Verfolgtengruppen nach, sondern nimmt auch die öffentliche Haltung zur &amp;quot;Wiedergutmachung&amp;quot; in den Blick.&lt;br /&gt;
Neben diesen Dauerausstellungen hat die &amp;quot;Villa ten Hompel&amp;quot; auch mehrere Wanderausstellungen erarbeitet. Zudem forscht sie zur Geschichte der regionalen Ordnungspolizei, zu Funktions- und Arbeitsweisen von mittleren Behörden sowie zur Wiedergutmachungs- und Entschädigungspraxis in der Bundesrepublik und informiert in Seminaren über die Geschichte des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[http://www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel/ Internetseite der Villa ten Hompel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.ns-gedenkstaetten.net/nrw NS-Gedenkstätten in NRW]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Geschichte_M%C3%BCnster&amp;diff=3759</id>
		<title>Geschichte Münster</title>
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		<updated>2006-02-17T18:03:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: /* Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Die Geschichte der Stadt Münster==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Von der ersten Besiedlung bis zur Domburg===&lt;br /&gt;
Nach ersten Besiedlungsspuren ab dem 6. Jahrtausend v. Chr. bestand im Bereich des heutigen [[Domhügel|Domhügels (Horsteberg)]] vom 2. bis ins 3. Jahrhundert n. Chr. eine kleine fränkische Siedlung, die nach der Abwanderung des Stammes in das Römische Reich aufgegeben wurde. Die folgenden vier Jahrhunderte blieb der Domhügel verlassen.&lt;br /&gt;
Im 7. Jahrhundert besiedelten nachrückende Sachsen den Horsteberg. Diese sächsische Siedlung wurde nach ihrem Gründer &amp;quot;Mimiger&amp;quot; und der Nähe zu einer Furt über die [[Aa|Aa]] [[Mimigernaford|&amp;quot;Mimigernaford&amp;quot;]] genannt. Sie lag günstig an einem Kreuzungspunkt mehrerer Handelswege und durch ihre erhöhte Lage auf dem heutigen Domhügel sicher und trocken über den sumpfigen Aa-Niederungen. Die Morphologie war damals noch ausgeprägter; z. B. lag das Aa-Bett im 9. Jahrhundert mindestens 3 m unter dem heutigen Niveau. Im Verlauf der [[Die Sachsenkriege|Sachsenkriege der Franken]] unter Karl dem Großen, der das sächsische Stammesgebiet seinem Reich einzugliedern trachtete, wurde diese erste größere Siedlung im 8. Jahrhundert zerstört.&lt;br /&gt;
Im Zuge dieses Krieges betrieben die Franken die [[Christianisierung]] der unterworfenen Sachsen. Dabei errichteten sie an der Stelle der zerstörten Siedlung 780 eine Missionsstation. 793 erreichte der aus den heutigen Niederlanden stammende [[Liudger]], der von Karl dem Großen mit der Missionierung des [[Das Münsterland|Münsterlandes]] und von Teilen Frieslands beauftragt wurde, Mimigernaford. Unmittelbar nach seiner Ankunft begann er mit dem Bau eines Klosters (&amp;quot;monasterium&amp;quot;) und einer Kirche. Die Bevölkerung wuchs; neben Geistlichen siedelten sich Handwerker an. 805 erhielt Liudger die Bischofsweihe und Mimigardeford wurde sein [[Bischofssitz]]. Dadurch bekam die entstandene Siedlung den Status einer &amp;quot;Civitas&amp;quot; (Stadt), da ein Bischof nur in einer solchen residieren durfte. Mimigernaford war mit [[Wall]] und [[Graben]] umgeben. Dieser befestigte Siedlungskern auf dem heutigen Domhügel wird als [[Domburg]] bezeichnet. Die Struktur dieser ersten karolingischen Civitas bestimmte das Bild des Stadtkerns in den folgenden Jahrhunderten; auch heute ist der Umriss der Domburg am Domplatz noch zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Name Münster===&lt;br /&gt;
Nach der alten sächsischen Vorläufersiedlung wurde die Stadt ursprünglich Mimigernaford oder -gardeford genannt. Im 11. Jahrhundert begann sich die Bezeichnung Monasterium, nach dem durch Liudger gegründeten Kloster, durchzusetzen. Der Volksmund verwandelte den Namen bald in Monestre (Münster), der erstmals 1106 erwähnt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Entwicklung zur Stadt===&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung der neuen Civitas vergrößerte sich schnell. Neben dem alten Kern der Domburg, die vom [[Klerus]] und von Kriegern, Handwerkern und Gesinde besiedelt war, entstanden Märkte, die Siedlung blühte wirtschaftlich auf und errang überregionale Bedeutung; z. B. wurde in Schweden eine im 10. Jahrhundert in Münster geprägte Münze (&amp;quot;Mimigardefordpfennig&amp;quot;) gefunden. Die Märkte, die anfänglich durch reisende Händler beschickt wurden, fanden wahrscheinlich vor dem Nordosttor der Domburg statt. Im 10. Jh. ließen sich erste Kaufleute im Schutz der Domburg nieder. Die Siedlung begann über die durch die Befestigung der Domburg vorgezeichneten Grenzen hinaus zu wachsen. Die neuen Marktsiedlungen entstanden neben der alten Kernsiedlung an Kreuzungspunkten der alten Fernstraßen: im Bereich vor dem Nordosttor ([[Drubbel]], [[Alter Fischmarkt]], [[Roggenmarkt]]) und westlich auf der gegenüberliegenden Aa-Seite ([[Überwasser]]) um die 1040 geweihte Stifts- und [[St. Liebfrauen|Pfarrkirche St. Liebfrauen]] herum. Schon im 10. Jahrhundert errichteten sich die Kaufleute eine eigene Kapelle, einen Vorgängerbau der heutigen [[St. Lamberti|Lambertikirche]]. Dieser Kirchenbau verdeutlichte das Streben der Händler nach politischer und rechtlicher Eigenständigkeit.&lt;br /&gt;
Im Laufe machtpolitischer Auseinandersetzungen zwischen Kaiser und Papst im 11. und 12. Jahrhundert, dem Investiturstreit um das Recht der Bischofseinsetzung, entzweite sich die Bevölkerung Münsters mit ihrem Bischof. Er wurde von ihr aus der Stadt vertrieben, die er daraufhin belagern ließ. Bei der Eroberung im Jahre 1121 brannten große Teile Münsters nieder. Auch nach diesem Brand blieb die Domburg weiterhin das befestigte Zentrum der Stadt, die außerhalb liegenden Kaufleutesiedlungen waren mit Palisaden und Wällen leicht befestigt. Ende des 12. Jahrhunderts kam es zu einer Verlagerung der Herrschaftsverhältnisse. Durch den Sturz [[Heinrich der Löwe|Heinrichs des Löwen]] 1180, wurde der Bischof von Münster zum [[Fürstbischof]] erhoben und erhielt dadurch auch die landesherrliche Gewalt.&lt;br /&gt;
In der Folgezeit schlössen sich die Kaufleute und Handwerker politisch zusammen, es begann der Prozess der Stadtwerdung Im 12. Jahrhundert bildete sich eine eigene, von der bischöflichen Gerichtsbarkeit gelöste politische Gemeinde. Nachdem die Siedlungen 1173 auch geographisch zusammengewachsen waren, begann sich das Stadtrecht auszubilden. Bis 1200 erhielt die Stadt ihre erste [[Stadtmauer]], die die räumliche Grenze Münsters bis in das 18. Jahrhundert darstellen sollte. Die neue Befestigung stellte einen weitgesteckten Rahmen für die Stadtentwicklung der folgenden Jahrhunderte dar, so dass Teile der umschlossenen Fläche bis in das 20. Jahrhundert unbebaut blieben. Die alten Befestigungen der Domburg und der Marktsiedlungen wurden nun überflüssig und niedergelegt. Die Fläche der alten Wallanlagen der Domburg wurde in schmale Parzellen aufgeteilt und ab Ende des 12. Jahrhunderts bebaut, was sich heute noch in der Grundstücksform der Häuser auf der Westseite des [[Prinzipalmarkt|Prinzipalmarktes]] widerspiegelt.&lt;br /&gt;
Es entstand eine Konkurrenzsituation zwischen dem bischöflichen Landesherrn, dem Gebiete der Stadt auch rechtlich unterstanden (&amp;quot;Domimmunität&amp;quot;), und der [[Bürgerschaft]], die zunehmend mächtiger wurde. Das Stadtrecht, das in allen Teilen der Stadt, die nicht der Domimmunität unterlagen, galt, entwickelte sich erst allmählich. Es regelte die Wehrhoheit, das Marktrecht, die städtischen Steuern und die Rechtsprechung. 1278 musste der Fürstbischof das münstersche Stadtrecht garantieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die weitere Entwicklung der Stadt===&lt;br /&gt;
In der Folgezeit blühte Münster hauptsächlich durch den Handel auf. Schon im 13. Jahrhundert gehörte die Stadt verschiedenen norddeutschen [[Städtebündnis|Städtebündnissen]] an. Schließlich trat sie dem [[Hanse|Hansebund]] bei. Ein Eintrittsdatum ist nicht bekannt, eher scheint die Stadt beim Aufbau der Hanse langsam in diese hineingewachsen zu sein. Nachweislich war sie schon 1305 in dem Bund und wurde 1368 in einem Schriftstück als Hansestadt bezeichnet. Nachdem Köln aus der Hanse austrat, bildete Münster den Hanse-Vorort in Westfalen. Durch dieses Wirtschaftsbündnis entwickelte sich Münster nun rasch zu einer bedeutenden Handelsstadt.&lt;br /&gt;
Das wirtschaftliche Aufblühen des Bürgertums und der Stadt spiegelt sich im Bau einiger bürgerlicher Gebäude wieder. So erbaute man im 14. Jahrhundert die bürgerliche Marktkirche [[St. Lamberti]] und das [[Rathaus]], das direkt gegenüber dem Dom in Sichtweite errichtet wurde, um die politische und rechtliche Eigenständigkeit der Stadt gegenüber dem fürstbischöflichen Landesherrn zu demonstrieren.&lt;br /&gt;
Die alten Kaufmannsgeschlechter erlangten einflussreiche Stellungen in der Bürgerschaft und bildeten deren Führungsschicht. Von diesen Familien wurde bis in das 15. Jahrhundert der Stadtrat gestellt (&amp;quot;Erbmänner&amp;quot;); dieses Vorrecht war vererbbar. Es wurde ihnen erst seit dem 14. Jahrhundert streitig gemacht, als sich die ersten [[Gilden]] bildeten, die nun an Einfluss gewannen und in die Stadtregierung drängten.&lt;br /&gt;
1450 bis 1458 währte die so genannte [[Stiftsfehde]]. Es war eine Auseinandersetzung zwischen Stadt und Bistum, ausgelöst durch einen Streit um die Ernennung eines neuen münsteraner Bischofs. Die Stadt befürchtete, in ihren Rechten beschnitten zu werden und es kam zu blutigen Auseinandersetzungen in ganz Westfalen. Im Verlauf der Stiftsfehde erlangten die Gilden in Münster neue Rechte; sie durften nun Mitglieder des Rates stellen. Damit verloren die Erbmänner ihre politische Vormachtstellung in Münster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Reformation und das &amp;quot;Täuferreich&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Die 30er Jahre des 16. Jahrhunderts waren Jahre kriegerischer Auseinandersetzungen, der [[Reformation]], der Not und eine politisch verworrene Zeit. Dies führte dazu, dass die Menschen leicht nach radikalen Erlösungshoffnungen griffen. 1530 begann der Kaplan und Prediger Bernd Rothmann, in [[St. Mauritz]] reformatorisch zu predigen. Nach anfänglichen Versuchen, dies zu unterbinden, breitete sich sein Beispiel in Münster aus, so dass 1532 an allen Pfarrkirchen der Stadt reformatorische Prediger wirkten. 1533 übernahm die reformatorische Partei den Rat der Stadt Münster. Nun begannen radikalere Strömungen aufzutreten, z. B. kam es zu ersten [[Bildersturm|Bilderstürmen]] in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Phase erlangte die [[Täufer|Bewegung der Täufer]] einen großen Einfluss in der Stadt. Die Täufer lehnten die Kindertaufe ab, verweigerten den Eid und den Kriegsdienst, verwarfen die Strukturen der Kirche und praktizierten die Erwachsenentaufe. Die Bewegung breitete sich hauptsächlich in den Niederlanden und im angrenzenden Nordwestdeutschland aus. Ihr Führer war seit 1533 der ehemalige Bäcker [[Jan Matthys]], der militante Positionen vertrat. Nach ihm sollten die &amp;quot;Auserwählten&amp;quot; (die Täufer, die sich als solche betrachteten) die &amp;quot;Heiden&amp;quot; mit dem Schwert bekämpfen und diese besiegen. 1534 traten in Münster die Prediger um Rothmann den Täufern bei; ihnen folgten viele weitere Anhänger. Der Bischof versuchte, sie aus der Stadt auszuweisen, die Stadt stellte sich aber auf ihre Seite. Mit der Ratswahl von 1534 übernahmen die Täufer die Macht im Stadtrat. Damit hatte die Bewegung Münster im Laufe eines Jahres übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Konflikt zwischen dem bischöflichen Landesherrn und der abtrünnigen Stadt brach nun offen aus, als der [[Franz von Waldeck|Fürstbischof Franz von Waldeck]] die Stadt zu belagern begann. Nachdem die Wiedertäufer ihre Gegner aus der Stadt verjagt hatten, begannen sie unter ihrem Propheten [[Jan Matthys]] mit dem sozialen Umbau der Bürgerschaft nach dem Vorbild der urchristlichen Apostelgemeinde. Mit Bücherverbrennungen und Bilderstürmen versuchte man, die Reste des alten Kirchenwesens zu beseitigen. Man führte die Gütergemeinschaft ein und schaffte das Geld ab. Als Ziel hatten die Täufer die Errichtung eines &amp;quot;Neuen Jerusalems&amp;quot; in Münster. Für Ostern 1534 erwarteten sie den Anbruch des Gottesgerichts, die Wiederkehr Christi und die Vernichtung der Gottlosen. Als dies nicht geschah, ritt Jan Matthys zu einem Ausfall, bei dem er die Belagerer allein vernichten wollte, vor die Tore der Stadt. Sein Versuch schlug fehl und die Täufer standen ohne Führer da. Der Schneider und Gastwirt [[Jan van Leiden|Jan Bockelson]], genannt van Leiden, wurde sein Nachfolger. Er setzte den Rat der Stadt ab und beseitigte die herrschende Ordnung. Schließlich proklamierte er sich zum König von Münster, mit Hofstaat und Insignien. Er wollte das Reich Christi erschaffen. Stattdessen begannen die Täufer mit Zwangstaufen und führten ein Terrorregime. Als sie die Vielweiberei einführten, kam es zu einem Aufstand in der belagerten Stadt, der blutig niedergeschlagen wurde. Der Versuch Jan van Leidens, andere Nachbarstädte zu &amp;quot;missionieren&amp;quot;, scheiterte. Auch kam kein Entsatz durch niederländische Wiedertäufer, die von den Belagerern abgefangen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Lambertikirche3_kaefige_k.jpg|framed|right|Die [[Käfige]] der hingerichteten Täufer am Turm der [[Lambertikirche]] (Foto: Presseamt der Stadt Münster).]] Nachdem eine Hungersnot in der Stadt ausbrach und sich die Lage für die Eingeschlossenen zusehends verschlechterte, gelang den Belagerern nach Verrat die Erstürmung der Stadt. Diese endete in einem Blutbad unter den Einwohnern. Drei Anführer der Täufer, [[Jan van Leiden]], sein Statthalter [[Bernd Knipperdolling]] und das Ratsmitglied [[Bernd Krechting]], wurden gefangen genommen und anschließend in ganz Westfalen zur Schau gestellt. 1536 wurden die drei in Münster auf dem [[Prinzipalmarkt]] mit glühenden Zangen hingerichtet. Die grausame Art der Hinrichtung folgte der Peinlichen Halsgerichtsordnung von 1532, und entsprach somit dem damals geltenden Recht. Die Leichen wurden zur Abschreckung in [[Käfige|drei eisernen Käfigen]] am Turm von [[St. Lamberti]] aufgehängt. Die leeren Käfige sind sind auch heute noch am Kirchturm zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der siegreiche Bischof gab der Stadt ein neues Stadtrecht, das die Eigenständigkeit und die Macht der Bürgerschaft beschnitt. Aber schon 1541/53 erlangte die Stadt wieder ihre alten Freiheiten. Die Stadt erholte sich schnell vom erlittenen Bevölkerungsverlust. Kultur und Wohlstand der Bürgerschaft wurden kaum beeinträchtigt. In den folgenden Jahrzehnten erreichte Münster ihre Blüte als Bürgerstadt. Trotz verschiedener Versuche des fürstbischöflichen Landesherrn, die Rechte Münsters einzuschränken und seine Machtfülle auszubauen, gelang es der Stadt, sich gegen den Bischof durchzusetzen.&lt;br /&gt;
Nachdem die Täuferbewegung in Münster niedergeschlagen wurde, blieben auch weiterhin Lutheraner in der Stadt. Das Fürstbistum blieb katholisch, bezog aber bis 1585 keine deutliche politische Position gegen die Reformation, wodurch der Fürstbischof verhinderte, in Glaubenskriege hineingezogen zu werden. Ihren katholischen Charakter erhielt die Stadt erst, nachdem der [[Jesuiten|Jesuitenorden]] in Münster Fuß zu fassen begann. 1588 errichtete der Orden ein [[Jesuiten-Kolleg]] und übernahm im gleichen Jahr den Unterricht an der paulinischen Domschule. Er erlangte in der Folgezeit großen Einfluss in der Stadt und betrieb dort die Gegenreformation. Allmählich gelang es, die Protestanten zurückzudrängen. Diese Entwicklung gipfelte 1628 in der Ausweisung der protestantischen Mitbürger aus Münster durch den Rat der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Westfälische Frieden===&lt;br /&gt;
1618 bis 1648 tobte in Europa, vornehmlich auf deutschem Boden, der [[30-jähriger Krieg|30-jährige Krieg]]. Die Kämpfe zwischen der evangelischen Union und der katholischen Liga verschonten auch das [[Münsterland]] nicht. In den 1620er Jahren verwüsteten die Truppen des evangelischen Christian von Braunschweig Westfalen, die aber von katholischen Truppen unter Tilly vernichtet werden konnten. 1633 besetzten wiederum protestantische Truppen das Westmünsterland, das anschließend von katholischer Seite zurück gewonnen werden konnte. Im Laufe dieser kriegerischen Handlungen wurde Münster zwar belagert, aber nicht eingenommen oder zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643 begannen Friedensverhandlungen in der Stadt, die auf der kaiserlich-katholischen Seite stand und nun offiziell als neutral erklärt wurde. Die evangelische Seite tagte in Osnabrück, die katholische in Münster. In Münster stiegen insgesamt 200 Gesandte, Vertreter des Papstes, des Kaisers und der katholischen Reichsstände, Venedigs, Spaniens und der spanischen Generalstaaten, ab. Die Verhandlungen dauerten bis 1648. Im Mai 1648 wurde im [[Ratssaal]] der Stadt Münster der spanisch-niederländische Sonderfriede geschlossen, der die Unabhängigkeit der niederländischen Provinzen (Generalstaaten) von Spanien zur Folge hatte. Im Oktober folgte der Friede zwischen der kaiserlichen Seite und Frankreich. Durch diesen &amp;quot;Westfälischen Frieden&amp;quot;, der alle in Osnabrück und Münster geschlossenen Verträge umschließt, wurde der 30-jährige Krieg beendet. Der alte Ratssaal Münsters wird daher als [[Friedenssaal]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Zitadelle===&lt;br /&gt;
Münster hatte nun einen weitgehend autonomen Status erlangt. Die Ratsbeschlüsse galten in der Stadt als Gesetz; in der Hand der Stadt lagen die Rechtsprechung, die Verwaltung, die Verteidigung und die Polizei. Dieser Zustand wurde durch die neutrale und autonome Stellung der Stadt während der Friedensverhandlungen noch unterstrichen. Münster befand sich auf dem Höhepunkt seiner Macht und seines Ansehens. Nachdem die Stadt schon 1646/47 die Ausweitung ihrer Privilegien beim Kaiser durchsetzen wollte, kam es nun zu einem Konflikt mit dem neuen [[Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen]], der die Rechte der Stadt zu beschneiden beabsichtigte. Die Stadt versuchte ihrerseits, die Reichsfreiheit zu erlangen. In diesem Machtkonflikt scheiterte sie und nach einer Belagerung unterwarf der Landesherr 1661 die Stadt und nahm ihr alle Freiheiten. Der Rat wurde entlassen, die städtische Autonomie aufgehoben und die Rechte beseitigt. Damit wurde der Landesherr zum Herrscher über die Stadt. Von Galen erbaute die Zitadelle (&amp;quot;Zwingfestung&amp;quot;) an der Stelle des heutigen Schlosses und belegte sie mit einer starken Garnison, um die Stadt unter Kontrolle zu halten. Die Gilden verloren ihre politischen Rechte, die Bürger wurden zu Untertanen gemacht. Der Bischof regierte in [[Coesfeld]].&lt;br /&gt;
Als Folge des 30-jährigen Krieges, den Friedensverhandlungen, des Konfliktes mit ihrem Landesherrn und dessen Maßnahmen (die Stadt musste z. B. für den Unterhalt der Garnison sorgen) verschuldete sich die Stadt tief, ihre Finanzen waren ruiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Entwicklung bis zum Nationalsozialismus===&lt;br /&gt;
Aber schon von Galens Nachfolger, [[Ferdinand von Fürstenberg]], führte das Recht der Ratswahl&lt;br /&gt;
wieder ein, verkleinerte die Garnison und verringerte die Steuern. Das weitere Gedeihen der Stadt&lt;br /&gt;
war darauf zurückzuführen, dass Münster wieder Bischofssitz wurde und als Aufenthaltsort des&lt;br /&gt;
regionalen  Adels  diente,  wovon zahlreiche  Adelshöfe  zeugen.   Das   Stadtbild  wurde  durch&lt;br /&gt;
Prachtbauten geprägt. Der bedeutendste westfälische Baumeister war [[Johann Conrad Schlaun]], der&lt;br /&gt;
u. a. den [[Erbdrostenhof]] und das [[Schloss]] in Münster erbaute.&lt;br /&gt;
1723 wurde der Fürstbischof von Münster zugleich Kürfürst von Köln, wodurch das Fürstbistum&lt;br /&gt;
Münster von nun an zu Köln gehörte.&lt;br /&gt;
Den siebenjährigen Krieg von 1556 bis 1563 überstand Münster trotz mehrfacher Belagerung und&lt;br /&gt;
Einnahmen größtenteils unbeschadet.&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert regierte [[Franz von Fürstenberg]] die Stadt als Minister und Generalvikar für den&lt;br /&gt;
Kölner Kurfürsten, der zugleich Bischof von Münster war und in Bonn residierte. Von Fürstenberg&lt;br /&gt;
lieferte für die Entwicklung Münsters wichtige Impulse.  Er ließ ab  1764 die Festungswälle&lt;br /&gt;
niederlegen, die überflüssig geworden waren und die räumliche Entwicklung Münsters stark&lt;br /&gt;
einschränkten. An die Stelle der Zitadelle trat 1767 das Schloss, die niedergelegten Befestigungen&lt;br /&gt;
wurden z. T. bebaut, der Rest wurde zur [[Promenade]] umgestaltet, einem Grüngürtel, der die&lt;br /&gt;
Innenstadt umgibt und den Verlauf der alten Stadtbefestigung widerspiegelt. Von Fürstenberg&lt;br /&gt;
begann, das Steuersystem, das Rechts-, das Gesundheitswesen und das Bildungswesen (z. B. erlässt&lt;br /&gt;
er 1776 eine fortschrittliche Allgemeine Schulordnung) zu reformieren, und die Landwirtschaft&lt;br /&gt;
auszubauen. Auf sein Betreiben kam es 1780 zur Eröffnung der [[Universität]] in Münster.&lt;br /&gt;
1802 besetzten preußische Truppen unter Blücher Münster, das nach Absprache mit Frankreich an&lt;br /&gt;
das Königreich Preußen fiel. Nach den Beschlüssen des Reichsdeputationshaupausschusses und der&lt;br /&gt;
Säkularisierung verlor der Fürstbischof anschließend auch offiziell seine Landesherrschaft. In der&lt;br /&gt;
Folgezeit begann [[Freiherr vom Stein]], eine Verwaltung nach preußischem Vorbild in der Stadt zu&lt;br /&gt;
organisieren.&lt;br /&gt;
Das erste preußische Intermezzo währte aber nicht lange.  Schon 1806 fiel Münster an das&lt;br /&gt;
napoleonische    Frankreich    und    wurde    1808,    nach    einer    zweijährigen,    französischen&lt;br /&gt;
Gouvernementszeit, dem neu gebildeten Großherzogtum Berg angegliedert. 1811 bis 1813 gehörte&lt;br /&gt;
Münster wieder direkt zu Frankreich.&lt;br /&gt;
1813  wurde die  Stadt erneut von preußischen Truppen besetzt, und kam unter vorläufige&lt;br /&gt;
preußische Verwaltung. Nach den Gebietsneuordnungen, die auf dem Wiener Kongress geregelt&lt;br /&gt;
wurden, sprach man das Bistum Münster 1815 endgültig dem Königreich Preußen zu. 1816 wurde Münster zur Hauptstadt der neu gebildeten preußischen Provinz Westfalen erhoben, und in der Stadt ein dazugehöriger Verwaltungsapparat aufgebaut. Die Stadt erhielt ihre Prägung durch zahlreiche Behörden und Beamten, was sich auch heute noch in ihrer wirtschaftlichen Struktur widerspiegelt. Die Stadt wurde zum Zentrum des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens der Region. 1872 bis 1884 tobte in Preußen der [[Kulturkampf]], der in Münster besonders heftig geführt wurde. Der Staat versuchte, den Einfluss der [[katholische Kirche|katholischen Kirche]] stark zu beschneiden, was natürlich im streng katholischen Münster zu Widerständen führte. Im Verlauf der Auseinandersetzungen wurde 1875 der Bischof verhaftet, der anschließend nach Holland ins Exil ging, aus dem er 1884 zurückkehren konnte. Der Kulturkampf erzeugte in Münster eine starke Identifizierung der Bevölkerung mit der Kirche, ohne dass die versuchte Beschneidung ihres Einflusses von großem Erfolg gekrönt war. Münster erhielt in dieser Zeit den Beinamen &amp;quot;nordisches Rom&amp;quot;. Die Stadt wurde immer weiter ausgebaut. Sie erhielt mit der [[Eisenbahn]] und dem [[Dortmund-Ems-Kanal]] Anschluss an das Umland und vergrößerte sich räumlich und personell. 1815 lebten 15000 Einwohner in Münster; 1870 waren es 25000 und 1914 schon 100000. 1875 und 1903 wuchs Münster durch Eingemeindungen. Die Stadt entwickelte sich nicht zu einem Industriestandort, sie behielt ihren Charakter als Verwaltungs- und Behördenstadt. Daneben hatte sie eine Bedeutung als Garnison; in der Stadt gab es mehrere Kasernen, die allmählich an den Stadtrand verlegt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft wurde Münster, als Provinzialhauptstadt schon zuvor ein bedeutendes Verwaltungszentrum, auch wesentlicher Schwerpunkt der NS-Administration. Während die überwiegend katholische Bevölkerung zumindest eine gewisse Distanz zur NS-Ideologie und -Herrschaftspraxis wahrte, vollzog sich auf Verwaltungsebene ein tiefgreifender Paradigmenwechsel.&lt;br /&gt;
Die von den Nationalsozialisten unmittelbar nach der Machtergreifung einsetzende Aufrüstung der Reichswehr führte nicht nur zu einer verstärkten Stationierung von Militär, sondern auch zur Einrichtung neuer Kommandobehörden und Dienststellen. Kasernen, Dienstgebäude und Lager wurden neu eingerichtet. Die Tatsache, dass Münster zur Zeit des Nationalsozialismus nicht nur den Sitz des Generalkommandos eines Armeekorps und des Wehrkreiskommandos VI beherbergte, sondern dass hier auch ein Luftkreiskommando bzw. später ein [[Luftgaukommando]] eingerichtet wurde, zeigt die militärische Bedeutung der Stadt zwischen 1933 und 1945.&lt;br /&gt;
In der heute als Erinnerungs- und Forschungsstätte eingerichteten [[Villa ten Hompel]] am [[Kaiser-Wilhelm-Ring]] 28 hatte der Befehlhaber der Ordnungspolizei für den Wehrkreis VI den Oberbefehl über eine 200.000 Mann starke Polizeigruppe, die nicht nur bis dato reguläre Polizeifunktionen übernahm, sondern auch Wachmannschaften und Transportbegleitungen für die Deportationszüge in die Konzentrations- und Vernichtungslager stellte. Zudem waren Ordnungspolizisten massiv an Massakern osteuropäischer Juden beteiligt.   &lt;br /&gt;
Die jüdische Bevölkerung sah sich auch in Münster massiver Verfolgung ausgesetzt. Von den 1933 immerhin 484 Mitgliedern der jüdischen Gemeinde fanden bis 1939 rund 280 Zuflucht in anderen Ländern. Die restlichen 200 Juden wurden, sofern sie nicht untergetaucht waren, zwischen Dezember 1941 und Juli 1942 nach Riga, Warschau und Theresienstadt deportiert.&lt;br /&gt;
Während des  [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Münster das Ziel von insgesamt 102 Bombenangriffen, die rund 1300 Menschenleben forderten und 92 Prozent der historischen Altstadt zerstörten. Doch auch die Wohn- und Außenbereiche der Stadt waren vom allierten Bombenhagel betroffen: 62,7 Prozent der Wohnungen waren zerstört oder unbewohnbar geworden. Während Münster in bezug auf die Bombenopfer noch vergleichsweise glimpflich davongekommen war, lag es nach Aachen und Köln nordrheinwestfalenweit auf Platz 3 der zerstörten Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Nachkriegsgeschichte===&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die zerstörte Innenstadt behutsam wieder aufgebaut. Man hielt&lt;br /&gt;
weitgehend an dem alten Straßennetz und der Grundstücksverteilung fest. Das Ergebnis war ein&lt;br /&gt;
Erhalt des Stadtbildes und des historischen Gesamteindrucks der Stadt.&lt;br /&gt;
Mit der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen (1949) verlor Münster seine Bedeutung als&lt;br /&gt;
Provinzhauptstadt.&lt;br /&gt;
1975 vergrößerte sich die Stadt erneut durch Eingemeindungen im Zuge der Gebietsreformen der&lt;br /&gt;
kommunalen Neugliederung.&lt;br /&gt;
Heute besitzt Münster ca. 273.000 Einwohner auf einer Fläche von 302 km2 und hat einen&lt;br /&gt;
Einzugsbereich mit etwa 1,2 Mio. Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Geschichte_M%C3%BCnster&amp;diff=3758</id>
		<title>Geschichte Münster</title>
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		<updated>2006-02-17T18:01:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: /* Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Die Geschichte der Stadt Münster==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Von der ersten Besiedlung bis zur Domburg===&lt;br /&gt;
Nach ersten Besiedlungsspuren ab dem 6. Jahrtausend v. Chr. bestand im Bereich des heutigen [[Domhügel|Domhügels (Horsteberg)]] vom 2. bis ins 3. Jahrhundert n. Chr. eine kleine fränkische Siedlung, die nach der Abwanderung des Stammes in das Römische Reich aufgegeben wurde. Die folgenden vier Jahrhunderte blieb der Domhügel verlassen.&lt;br /&gt;
Im 7. Jahrhundert besiedelten nachrückende Sachsen den Horsteberg. Diese sächsische Siedlung wurde nach ihrem Gründer &amp;quot;Mimiger&amp;quot; und der Nähe zu einer Furt über die [[Aa|Aa]] [[Mimigernaford|&amp;quot;Mimigernaford&amp;quot;]] genannt. Sie lag günstig an einem Kreuzungspunkt mehrerer Handelswege und durch ihre erhöhte Lage auf dem heutigen Domhügel sicher und trocken über den sumpfigen Aa-Niederungen. Die Morphologie war damals noch ausgeprägter; z. B. lag das Aa-Bett im 9. Jahrhundert mindestens 3 m unter dem heutigen Niveau. Im Verlauf der [[Die Sachsenkriege|Sachsenkriege der Franken]] unter Karl dem Großen, der das sächsische Stammesgebiet seinem Reich einzugliedern trachtete, wurde diese erste größere Siedlung im 8. Jahrhundert zerstört.&lt;br /&gt;
Im Zuge dieses Krieges betrieben die Franken die [[Christianisierung]] der unterworfenen Sachsen. Dabei errichteten sie an der Stelle der zerstörten Siedlung 780 eine Missionsstation. 793 erreichte der aus den heutigen Niederlanden stammende [[Liudger]], der von Karl dem Großen mit der Missionierung des [[Das Münsterland|Münsterlandes]] und von Teilen Frieslands beauftragt wurde, Mimigernaford. Unmittelbar nach seiner Ankunft begann er mit dem Bau eines Klosters (&amp;quot;monasterium&amp;quot;) und einer Kirche. Die Bevölkerung wuchs; neben Geistlichen siedelten sich Handwerker an. 805 erhielt Liudger die Bischofsweihe und Mimigardeford wurde sein [[Bischofssitz]]. Dadurch bekam die entstandene Siedlung den Status einer &amp;quot;Civitas&amp;quot; (Stadt), da ein Bischof nur in einer solchen residieren durfte. Mimigernaford war mit [[Wall]] und [[Graben]] umgeben. Dieser befestigte Siedlungskern auf dem heutigen Domhügel wird als [[Domburg]] bezeichnet. Die Struktur dieser ersten karolingischen Civitas bestimmte das Bild des Stadtkerns in den folgenden Jahrhunderten; auch heute ist der Umriss der Domburg am Domplatz noch zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Name Münster===&lt;br /&gt;
Nach der alten sächsischen Vorläufersiedlung wurde die Stadt ursprünglich Mimigernaford oder -gardeford genannt. Im 11. Jahrhundert begann sich die Bezeichnung Monasterium, nach dem durch Liudger gegründeten Kloster, durchzusetzen. Der Volksmund verwandelte den Namen bald in Monestre (Münster), der erstmals 1106 erwähnt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Entwicklung zur Stadt===&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung der neuen Civitas vergrößerte sich schnell. Neben dem alten Kern der Domburg, die vom [[Klerus]] und von Kriegern, Handwerkern und Gesinde besiedelt war, entstanden Märkte, die Siedlung blühte wirtschaftlich auf und errang überregionale Bedeutung; z. B. wurde in Schweden eine im 10. Jahrhundert in Münster geprägte Münze (&amp;quot;Mimigardefordpfennig&amp;quot;) gefunden. Die Märkte, die anfänglich durch reisende Händler beschickt wurden, fanden wahrscheinlich vor dem Nordosttor der Domburg statt. Im 10. Jh. ließen sich erste Kaufleute im Schutz der Domburg nieder. Die Siedlung begann über die durch die Befestigung der Domburg vorgezeichneten Grenzen hinaus zu wachsen. Die neuen Marktsiedlungen entstanden neben der alten Kernsiedlung an Kreuzungspunkten der alten Fernstraßen: im Bereich vor dem Nordosttor ([[Drubbel]], [[Alter Fischmarkt]], [[Roggenmarkt]]) und westlich auf der gegenüberliegenden Aa-Seite ([[Überwasser]]) um die 1040 geweihte Stifts- und [[St. Liebfrauen|Pfarrkirche St. Liebfrauen]] herum. Schon im 10. Jahrhundert errichteten sich die Kaufleute eine eigene Kapelle, einen Vorgängerbau der heutigen [[St. Lamberti|Lambertikirche]]. Dieser Kirchenbau verdeutlichte das Streben der Händler nach politischer und rechtlicher Eigenständigkeit.&lt;br /&gt;
Im Laufe machtpolitischer Auseinandersetzungen zwischen Kaiser und Papst im 11. und 12. Jahrhundert, dem Investiturstreit um das Recht der Bischofseinsetzung, entzweite sich die Bevölkerung Münsters mit ihrem Bischof. Er wurde von ihr aus der Stadt vertrieben, die er daraufhin belagern ließ. Bei der Eroberung im Jahre 1121 brannten große Teile Münsters nieder. Auch nach diesem Brand blieb die Domburg weiterhin das befestigte Zentrum der Stadt, die außerhalb liegenden Kaufleutesiedlungen waren mit Palisaden und Wällen leicht befestigt. Ende des 12. Jahrhunderts kam es zu einer Verlagerung der Herrschaftsverhältnisse. Durch den Sturz [[Heinrich der Löwe|Heinrichs des Löwen]] 1180, wurde der Bischof von Münster zum [[Fürstbischof]] erhoben und erhielt dadurch auch die landesherrliche Gewalt.&lt;br /&gt;
In der Folgezeit schlössen sich die Kaufleute und Handwerker politisch zusammen, es begann der Prozess der Stadtwerdung Im 12. Jahrhundert bildete sich eine eigene, von der bischöflichen Gerichtsbarkeit gelöste politische Gemeinde. Nachdem die Siedlungen 1173 auch geographisch zusammengewachsen waren, begann sich das Stadtrecht auszubilden. Bis 1200 erhielt die Stadt ihre erste [[Stadtmauer]], die die räumliche Grenze Münsters bis in das 18. Jahrhundert darstellen sollte. Die neue Befestigung stellte einen weitgesteckten Rahmen für die Stadtentwicklung der folgenden Jahrhunderte dar, so dass Teile der umschlossenen Fläche bis in das 20. Jahrhundert unbebaut blieben. Die alten Befestigungen der Domburg und der Marktsiedlungen wurden nun überflüssig und niedergelegt. Die Fläche der alten Wallanlagen der Domburg wurde in schmale Parzellen aufgeteilt und ab Ende des 12. Jahrhunderts bebaut, was sich heute noch in der Grundstücksform der Häuser auf der Westseite des [[Prinzipalmarkt|Prinzipalmarktes]] widerspiegelt.&lt;br /&gt;
Es entstand eine Konkurrenzsituation zwischen dem bischöflichen Landesherrn, dem Gebiete der Stadt auch rechtlich unterstanden (&amp;quot;Domimmunität&amp;quot;), und der [[Bürgerschaft]], die zunehmend mächtiger wurde. Das Stadtrecht, das in allen Teilen der Stadt, die nicht der Domimmunität unterlagen, galt, entwickelte sich erst allmählich. Es regelte die Wehrhoheit, das Marktrecht, die städtischen Steuern und die Rechtsprechung. 1278 musste der Fürstbischof das münstersche Stadtrecht garantieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die weitere Entwicklung der Stadt===&lt;br /&gt;
In der Folgezeit blühte Münster hauptsächlich durch den Handel auf. Schon im 13. Jahrhundert gehörte die Stadt verschiedenen norddeutschen [[Städtebündnis|Städtebündnissen]] an. Schließlich trat sie dem [[Hanse|Hansebund]] bei. Ein Eintrittsdatum ist nicht bekannt, eher scheint die Stadt beim Aufbau der Hanse langsam in diese hineingewachsen zu sein. Nachweislich war sie schon 1305 in dem Bund und wurde 1368 in einem Schriftstück als Hansestadt bezeichnet. Nachdem Köln aus der Hanse austrat, bildete Münster den Hanse-Vorort in Westfalen. Durch dieses Wirtschaftsbündnis entwickelte sich Münster nun rasch zu einer bedeutenden Handelsstadt.&lt;br /&gt;
Das wirtschaftliche Aufblühen des Bürgertums und der Stadt spiegelt sich im Bau einiger bürgerlicher Gebäude wieder. So erbaute man im 14. Jahrhundert die bürgerliche Marktkirche [[St. Lamberti]] und das [[Rathaus]], das direkt gegenüber dem Dom in Sichtweite errichtet wurde, um die politische und rechtliche Eigenständigkeit der Stadt gegenüber dem fürstbischöflichen Landesherrn zu demonstrieren.&lt;br /&gt;
Die alten Kaufmannsgeschlechter erlangten einflussreiche Stellungen in der Bürgerschaft und bildeten deren Führungsschicht. Von diesen Familien wurde bis in das 15. Jahrhundert der Stadtrat gestellt (&amp;quot;Erbmänner&amp;quot;); dieses Vorrecht war vererbbar. Es wurde ihnen erst seit dem 14. Jahrhundert streitig gemacht, als sich die ersten [[Gilden]] bildeten, die nun an Einfluss gewannen und in die Stadtregierung drängten.&lt;br /&gt;
1450 bis 1458 währte die so genannte [[Stiftsfehde]]. Es war eine Auseinandersetzung zwischen Stadt und Bistum, ausgelöst durch einen Streit um die Ernennung eines neuen münsteraner Bischofs. Die Stadt befürchtete, in ihren Rechten beschnitten zu werden und es kam zu blutigen Auseinandersetzungen in ganz Westfalen. Im Verlauf der Stiftsfehde erlangten die Gilden in Münster neue Rechte; sie durften nun Mitglieder des Rates stellen. Damit verloren die Erbmänner ihre politische Vormachtstellung in Münster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Reformation und das &amp;quot;Täuferreich&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Die 30er Jahre des 16. Jahrhunderts waren Jahre kriegerischer Auseinandersetzungen, der [[Reformation]], der Not und eine politisch verworrene Zeit. Dies führte dazu, dass die Menschen leicht nach radikalen Erlösungshoffnungen griffen. 1530 begann der Kaplan und Prediger Bernd Rothmann, in [[St. Mauritz]] reformatorisch zu predigen. Nach anfänglichen Versuchen, dies zu unterbinden, breitete sich sein Beispiel in Münster aus, so dass 1532 an allen Pfarrkirchen der Stadt reformatorische Prediger wirkten. 1533 übernahm die reformatorische Partei den Rat der Stadt Münster. Nun begannen radikalere Strömungen aufzutreten, z. B. kam es zu ersten [[Bildersturm|Bilderstürmen]] in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Phase erlangte die [[Täufer|Bewegung der Täufer]] einen großen Einfluss in der Stadt. Die Täufer lehnten die Kindertaufe ab, verweigerten den Eid und den Kriegsdienst, verwarfen die Strukturen der Kirche und praktizierten die Erwachsenentaufe. Die Bewegung breitete sich hauptsächlich in den Niederlanden und im angrenzenden Nordwestdeutschland aus. Ihr Führer war seit 1533 der ehemalige Bäcker [[Jan Matthys]], der militante Positionen vertrat. Nach ihm sollten die &amp;quot;Auserwählten&amp;quot; (die Täufer, die sich als solche betrachteten) die &amp;quot;Heiden&amp;quot; mit dem Schwert bekämpfen und diese besiegen. 1534 traten in Münster die Prediger um Rothmann den Täufern bei; ihnen folgten viele weitere Anhänger. Der Bischof versuchte, sie aus der Stadt auszuweisen, die Stadt stellte sich aber auf ihre Seite. Mit der Ratswahl von 1534 übernahmen die Täufer die Macht im Stadtrat. Damit hatte die Bewegung Münster im Laufe eines Jahres übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Konflikt zwischen dem bischöflichen Landesherrn und der abtrünnigen Stadt brach nun offen aus, als der [[Franz von Waldeck|Fürstbischof Franz von Waldeck]] die Stadt zu belagern begann. Nachdem die Wiedertäufer ihre Gegner aus der Stadt verjagt hatten, begannen sie unter ihrem Propheten [[Jan Matthys]] mit dem sozialen Umbau der Bürgerschaft nach dem Vorbild der urchristlichen Apostelgemeinde. Mit Bücherverbrennungen und Bilderstürmen versuchte man, die Reste des alten Kirchenwesens zu beseitigen. Man führte die Gütergemeinschaft ein und schaffte das Geld ab. Als Ziel hatten die Täufer die Errichtung eines &amp;quot;Neuen Jerusalems&amp;quot; in Münster. Für Ostern 1534 erwarteten sie den Anbruch des Gottesgerichts, die Wiederkehr Christi und die Vernichtung der Gottlosen. Als dies nicht geschah, ritt Jan Matthys zu einem Ausfall, bei dem er die Belagerer allein vernichten wollte, vor die Tore der Stadt. Sein Versuch schlug fehl und die Täufer standen ohne Führer da. Der Schneider und Gastwirt [[Jan van Leiden|Jan Bockelson]], genannt van Leiden, wurde sein Nachfolger. Er setzte den Rat der Stadt ab und beseitigte die herrschende Ordnung. Schließlich proklamierte er sich zum König von Münster, mit Hofstaat und Insignien. Er wollte das Reich Christi erschaffen. Stattdessen begannen die Täufer mit Zwangstaufen und führten ein Terrorregime. Als sie die Vielweiberei einführten, kam es zu einem Aufstand in der belagerten Stadt, der blutig niedergeschlagen wurde. Der Versuch Jan van Leidens, andere Nachbarstädte zu &amp;quot;missionieren&amp;quot;, scheiterte. Auch kam kein Entsatz durch niederländische Wiedertäufer, die von den Belagerern abgefangen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Lambertikirche3_kaefige_k.jpg|framed|right|Die [[Käfige]] der hingerichteten Täufer am Turm der [[Lambertikirche]] (Foto: Presseamt der Stadt Münster).]] Nachdem eine Hungersnot in der Stadt ausbrach und sich die Lage für die Eingeschlossenen zusehends verschlechterte, gelang den Belagerern nach Verrat die Erstürmung der Stadt. Diese endete in einem Blutbad unter den Einwohnern. Drei Anführer der Täufer, [[Jan van Leiden]], sein Statthalter [[Bernd Knipperdolling]] und das Ratsmitglied [[Bernd Krechting]], wurden gefangen genommen und anschließend in ganz Westfalen zur Schau gestellt. 1536 wurden die drei in Münster auf dem [[Prinzipalmarkt]] mit glühenden Zangen hingerichtet. Die grausame Art der Hinrichtung folgte der Peinlichen Halsgerichtsordnung von 1532, und entsprach somit dem damals geltenden Recht. Die Leichen wurden zur Abschreckung in [[Käfige|drei eisernen Käfigen]] am Turm von [[St. Lamberti]] aufgehängt. Die leeren Käfige sind sind auch heute noch am Kirchturm zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der siegreiche Bischof gab der Stadt ein neues Stadtrecht, das die Eigenständigkeit und die Macht der Bürgerschaft beschnitt. Aber schon 1541/53 erlangte die Stadt wieder ihre alten Freiheiten. Die Stadt erholte sich schnell vom erlittenen Bevölkerungsverlust. Kultur und Wohlstand der Bürgerschaft wurden kaum beeinträchtigt. In den folgenden Jahrzehnten erreichte Münster ihre Blüte als Bürgerstadt. Trotz verschiedener Versuche des fürstbischöflichen Landesherrn, die Rechte Münsters einzuschränken und seine Machtfülle auszubauen, gelang es der Stadt, sich gegen den Bischof durchzusetzen.&lt;br /&gt;
Nachdem die Täuferbewegung in Münster niedergeschlagen wurde, blieben auch weiterhin Lutheraner in der Stadt. Das Fürstbistum blieb katholisch, bezog aber bis 1585 keine deutliche politische Position gegen die Reformation, wodurch der Fürstbischof verhinderte, in Glaubenskriege hineingezogen zu werden. Ihren katholischen Charakter erhielt die Stadt erst, nachdem der [[Jesuiten|Jesuitenorden]] in Münster Fuß zu fassen begann. 1588 errichtete der Orden ein [[Jesuiten-Kolleg]] und übernahm im gleichen Jahr den Unterricht an der paulinischen Domschule. Er erlangte in der Folgezeit großen Einfluss in der Stadt und betrieb dort die Gegenreformation. Allmählich gelang es, die Protestanten zurückzudrängen. Diese Entwicklung gipfelte 1628 in der Ausweisung der protestantischen Mitbürger aus Münster durch den Rat der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Westfälische Frieden===&lt;br /&gt;
1618 bis 1648 tobte in Europa, vornehmlich auf deutschem Boden, der [[30-jähriger Krieg|30-jährige Krieg]]. Die Kämpfe zwischen der evangelischen Union und der katholischen Liga verschonten auch das [[Münsterland]] nicht. In den 1620er Jahren verwüsteten die Truppen des evangelischen Christian von Braunschweig Westfalen, die aber von katholischen Truppen unter Tilly vernichtet werden konnten. 1633 besetzten wiederum protestantische Truppen das Westmünsterland, das anschließend von katholischer Seite zurück gewonnen werden konnte. Im Laufe dieser kriegerischen Handlungen wurde Münster zwar belagert, aber nicht eingenommen oder zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643 begannen Friedensverhandlungen in der Stadt, die auf der kaiserlich-katholischen Seite stand und nun offiziell als neutral erklärt wurde. Die evangelische Seite tagte in Osnabrück, die katholische in Münster. In Münster stiegen insgesamt 200 Gesandte, Vertreter des Papstes, des Kaisers und der katholischen Reichsstände, Venedigs, Spaniens und der spanischen Generalstaaten, ab. Die Verhandlungen dauerten bis 1648. Im Mai 1648 wurde im [[Ratssaal]] der Stadt Münster der spanisch-niederländische Sonderfriede geschlossen, der die Unabhängigkeit der niederländischen Provinzen (Generalstaaten) von Spanien zur Folge hatte. Im Oktober folgte der Friede zwischen der kaiserlichen Seite und Frankreich. Durch diesen &amp;quot;Westfälischen Frieden&amp;quot;, der alle in Osnabrück und Münster geschlossenen Verträge umschließt, wurde der 30-jährige Krieg beendet. Der alte Ratssaal Münsters wird daher als [[Friedenssaal]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Zitadelle===&lt;br /&gt;
Münster hatte nun einen weitgehend autonomen Status erlangt. Die Ratsbeschlüsse galten in der Stadt als Gesetz; in der Hand der Stadt lagen die Rechtsprechung, die Verwaltung, die Verteidigung und die Polizei. Dieser Zustand wurde durch die neutrale und autonome Stellung der Stadt während der Friedensverhandlungen noch unterstrichen. Münster befand sich auf dem Höhepunkt seiner Macht und seines Ansehens. Nachdem die Stadt schon 1646/47 die Ausweitung ihrer Privilegien beim Kaiser durchsetzen wollte, kam es nun zu einem Konflikt mit dem neuen [[Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen]], der die Rechte der Stadt zu beschneiden beabsichtigte. Die Stadt versuchte ihrerseits, die Reichsfreiheit zu erlangen. In diesem Machtkonflikt scheiterte sie und nach einer Belagerung unterwarf der Landesherr 1661 die Stadt und nahm ihr alle Freiheiten. Der Rat wurde entlassen, die städtische Autonomie aufgehoben und die Rechte beseitigt. Damit wurde der Landesherr zum Herrscher über die Stadt. Von Galen erbaute die Zitadelle (&amp;quot;Zwingfestung&amp;quot;) an der Stelle des heutigen Schlosses und belegte sie mit einer starken Garnison, um die Stadt unter Kontrolle zu halten. Die Gilden verloren ihre politischen Rechte, die Bürger wurden zu Untertanen gemacht. Der Bischof regierte in [[Coesfeld]].&lt;br /&gt;
Als Folge des 30-jährigen Krieges, den Friedensverhandlungen, des Konfliktes mit ihrem Landesherrn und dessen Maßnahmen (die Stadt musste z. B. für den Unterhalt der Garnison sorgen) verschuldete sich die Stadt tief, ihre Finanzen waren ruiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Entwicklung bis zum Nationalsozialismus===&lt;br /&gt;
Aber schon von Galens Nachfolger, [[Ferdinand von Fürstenberg]], führte das Recht der Ratswahl&lt;br /&gt;
wieder ein, verkleinerte die Garnison und verringerte die Steuern. Das weitere Gedeihen der Stadt&lt;br /&gt;
war darauf zurückzuführen, dass Münster wieder Bischofssitz wurde und als Aufenthaltsort des&lt;br /&gt;
regionalen  Adels  diente,  wovon zahlreiche  Adelshöfe  zeugen.   Das   Stadtbild  wurde  durch&lt;br /&gt;
Prachtbauten geprägt. Der bedeutendste westfälische Baumeister war [[Johann Conrad Schlaun]], der&lt;br /&gt;
u. a. den [[Erbdrostenhof]] und das [[Schloss]] in Münster erbaute.&lt;br /&gt;
1723 wurde der Fürstbischof von Münster zugleich Kürfürst von Köln, wodurch das Fürstbistum&lt;br /&gt;
Münster von nun an zu Köln gehörte.&lt;br /&gt;
Den siebenjährigen Krieg von 1556 bis 1563 überstand Münster trotz mehrfacher Belagerung und&lt;br /&gt;
Einnahmen größtenteils unbeschadet.&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert regierte [[Franz von Fürstenberg]] die Stadt als Minister und Generalvikar für den&lt;br /&gt;
Kölner Kurfürsten, der zugleich Bischof von Münster war und in Bonn residierte. Von Fürstenberg&lt;br /&gt;
lieferte für die Entwicklung Münsters wichtige Impulse.  Er ließ ab  1764 die Festungswälle&lt;br /&gt;
niederlegen, die überflüssig geworden waren und die räumliche Entwicklung Münsters stark&lt;br /&gt;
einschränkten. An die Stelle der Zitadelle trat 1767 das Schloss, die niedergelegten Befestigungen&lt;br /&gt;
wurden z. T. bebaut, der Rest wurde zur [[Promenade]] umgestaltet, einem Grüngürtel, der die&lt;br /&gt;
Innenstadt umgibt und den Verlauf der alten Stadtbefestigung widerspiegelt. Von Fürstenberg&lt;br /&gt;
begann, das Steuersystem, das Rechts-, das Gesundheitswesen und das Bildungswesen (z. B. erlässt&lt;br /&gt;
er 1776 eine fortschrittliche Allgemeine Schulordnung) zu reformieren, und die Landwirtschaft&lt;br /&gt;
auszubauen. Auf sein Betreiben kam es 1780 zur Eröffnung der [[Universität]] in Münster.&lt;br /&gt;
1802 besetzten preußische Truppen unter Blücher Münster, das nach Absprache mit Frankreich an&lt;br /&gt;
das Königreich Preußen fiel. Nach den Beschlüssen des Reichsdeputationshaupausschusses und der&lt;br /&gt;
Säkularisierung verlor der Fürstbischof anschließend auch offiziell seine Landesherrschaft. In der&lt;br /&gt;
Folgezeit begann [[Freiherr vom Stein]], eine Verwaltung nach preußischem Vorbild in der Stadt zu&lt;br /&gt;
organisieren.&lt;br /&gt;
Das erste preußische Intermezzo währte aber nicht lange.  Schon 1806 fiel Münster an das&lt;br /&gt;
napoleonische    Frankreich    und    wurde    1808,    nach    einer    zweijährigen,    französischen&lt;br /&gt;
Gouvernementszeit, dem neu gebildeten Großherzogtum Berg angegliedert. 1811 bis 1813 gehörte&lt;br /&gt;
Münster wieder direkt zu Frankreich.&lt;br /&gt;
1813  wurde die  Stadt erneut von preußischen Truppen besetzt, und kam unter vorläufige&lt;br /&gt;
preußische Verwaltung. Nach den Gebietsneuordnungen, die auf dem Wiener Kongress geregelt&lt;br /&gt;
wurden, sprach man das Bistum Münster 1815 endgültig dem Königreich Preußen zu. 1816 wurde Münster zur Hauptstadt der neu gebildeten preußischen Provinz Westfalen erhoben, und in der Stadt ein dazugehöriger Verwaltungsapparat aufgebaut. Die Stadt erhielt ihre Prägung durch zahlreiche Behörden und Beamten, was sich auch heute noch in ihrer wirtschaftlichen Struktur widerspiegelt. Die Stadt wurde zum Zentrum des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens der Region. 1872 bis 1884 tobte in Preußen der [[Kulturkampf]], der in Münster besonders heftig geführt wurde. Der Staat versuchte, den Einfluss der [[katholische Kirche|katholischen Kirche]] stark zu beschneiden, was natürlich im streng katholischen Münster zu Widerständen führte. Im Verlauf der Auseinandersetzungen wurde 1875 der Bischof verhaftet, der anschließend nach Holland ins Exil ging, aus dem er 1884 zurückkehren konnte. Der Kulturkampf erzeugte in Münster eine starke Identifizierung der Bevölkerung mit der Kirche, ohne dass die versuchte Beschneidung ihres Einflusses von großem Erfolg gekrönt war. Münster erhielt in dieser Zeit den Beinamen &amp;quot;nordisches Rom&amp;quot;. Die Stadt wurde immer weiter ausgebaut. Sie erhielt mit der [[Eisenbahn]] und dem [[Dortmund-Ems-Kanal]] Anschluss an das Umland und vergrößerte sich räumlich und personell. 1815 lebten 15000 Einwohner in Münster; 1870 waren es 25000 und 1914 schon 100000. 1875 und 1903 wuchs Münster durch Eingemeindungen. Die Stadt entwickelte sich nicht zu einem Industriestandort, sie behielt ihren Charakter als Verwaltungs- und Behördenstadt. Daneben hatte sie eine Bedeutung als Garnison; in der Stadt gab es mehrere Kasernen, die allmählich an den Stadtrand verlegt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft wurde Münster, als Provinzialhauptstadt schon zuvor ein bedeutendes Verwaltungszentrum, auch wesentlicher Schwerpunkt der NS-Administration. Während die überwiegend katholische Bevölkerung zumindest eine gewisse Distanz zur NS-Ideologie und -Herrschaftspraxis wahrte, vollzog sich auf Verwaltungsebene ein tiefgreifender Paradigmenwechsel.&lt;br /&gt;
Die von den Nationalsozialisten unmittelbar nach der Machtergreifung einsetzende Aufrüstung der Reichswehr führte nicht nur zu einer verstärkten Stationierung von Militär, sondern auch zur Einrichtung neuer Kommandobehörden und Dienststellen. Kasernen, Dienstgebäude und Lager wurden neu eingerichtet. Die Tatsache, dass Münster zur Zeit des Nationalsozialismus nicht nur den Sitz des Generalkommandos eines Armeekorps und des Wehrkreiskommandos VI beherbergte, sondern dass hier auch ein Luftkreiskommando bzw. später ein [[Luftgaukommando]] eingerichtet wurde, zeigt die militärische Bedeutung der Stadt zwischen 1933 und 1945.&lt;br /&gt;
In der heute als Gedenk- und Forschungsstätte eingerichteten [[Villa ten Hompel]] am [[Kaiser-Wilhelm-Ring]] 28 hatte der Befehlhaber der Ordnungspolizei für den Wehrkreis VI den Oberbefehl über eine 200.000 Mann starke Polizeigruppe, die nicht nur bis dato reguläre Polizeifunktionen übernahm, sondern auch Wachmannschaften und Transportbegleitungen für die Deportationszüge in die Konzentrations- und Vernichtungslager stellte. Zudem waren Ordnungspolizisten massiv an Massakern osteuropäischer Juden beteiligt.   &lt;br /&gt;
Die jüdische Bevölkerung sah sich auch in Münster massiver Verfolgung ausgesetzt. Von den 1933 immerhin 484 Mitgliedern der jüdischen Gemeinde fanden bis 1939 rund 280 Zuflucht in anderen Ländern. Die restlichen 200 Juden wurden, sofern sie nicht untergetaucht waren, zwischen Dezember 1941 und Juli 1942 nach Riga, Warschau und Theresienstadt deportiert.&lt;br /&gt;
Während des  [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Münster das Ziel von insgesamt 102 Bombenangriffen, die rund 1300 Menschenleben forderten und 92 Prozent der historischen Altstadt zerstörten. Doch auch die Wohn- und Außenbereiche der Stadt waren vom allierten Bombenhagel betroffen: 62,7 Prozent der Wohnungen waren zerstört oder unbewohnbar geworden. Während Münster in bezug auf die Bombenopfer noch vergleichsweise glimpflich davongekommen war, lag es nach Aachen und Köln nordrheinwestfalenweit auf Platz 3 der zerstörten Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Nachkriegsgeschichte===&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die zerstörte Innenstadt behutsam wieder aufgebaut. Man hielt&lt;br /&gt;
weitgehend an dem alten Straßennetz und der Grundstücksverteilung fest. Das Ergebnis war ein&lt;br /&gt;
Erhalt des Stadtbildes und des historischen Gesamteindrucks der Stadt.&lt;br /&gt;
Mit der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen (1949) verlor Münster seine Bedeutung als&lt;br /&gt;
Provinzhauptstadt.&lt;br /&gt;
1975 vergrößerte sich die Stadt erneut durch Eingemeindungen im Zuge der Gebietsreformen der&lt;br /&gt;
kommunalen Neugliederung.&lt;br /&gt;
Heute besitzt Münster ca. 273.000 Einwohner auf einer Fläche von 302 km2 und hat einen&lt;br /&gt;
Einzugsbereich mit etwa 1,2 Mio. Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Villa_ten_Hompel&amp;diff=3757</id>
		<title>Villa ten Hompel</title>
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		<updated>2006-02-17T17:59:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: /* Die Villa heute: Erinnern, Forschen, Lernen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Die '''Villa ten Hompel''' am [[Kaiser-Wilhelm-Ring]] 28 ist ein authentischer Schreibtischtatort. In der prächtigen, in den 1920 Jahren gebauten Fabrikantenvilla befand sich zwischen 1940 und 1945 der Sitz der Ordnungspolizei für den Wehrkreis VI. In der Nachkriegszeit war hier das &amp;quot;Dezernat für Wiedergutmachung&amp;quot; untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist &amp;quot;die Villa&amp;quot; Erinnerungs-, Lern- und Forschungsort. Im Zentrum der Arbeit stehen mit der Geschichte der Polizei sowie der Wiedergutmachung zwei Themenfelder, die die Geschichte des Hauses -- und damit der Stadt Münster -- wesentlich beeinflusst haben. Zwei Dauerausstellungen illustrieren die wechselvolle Geschichte des Hauses. Darüber hinaus bemüht sich die Einrichtung in ihren Mittwochsgesprächen um historisch-politische Bildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Villa ten Hompel als historischer Ort ==&lt;br /&gt;
Der Name &amp;quot;Villa ten Hompel&amp;quot; erinnert an ihren Rudolf ten Hompel. Er ließ das Haus in den 1920er Jahren errichten, nachdem er in der Zementindustrie ein beträchtliches Vermögen erwirtschaftet hatte. Nach dem finanziellen Zusammenbruch seines Konzernes 1931 zog er sich aus allen öffentlichen Ämtern zurück, 1939 wird er zum letzten Mal als Eigentümer der Villa genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche historische Bedeutung hingegen erhielt das Haus durch den Sitz des Befehlshabers der Ordnungspolizei für den Wehrkreis VI (140--1945) sowie als &amp;quot;Dezernat für Wiedergutmachung für politisch, rassisch und religiös Verfolgte&amp;quot; (1953--1968). Zwischen 1945 und 1953 beherbergte es die Wasserschutzpolizei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgaben der Ordnungspolizei während des Dritten Reiches ===&lt;br /&gt;
Die Ordnungspolizei war, neben der Sicherheitspolizei (Geheime Staatspolizei/Kriminalpolizei) wesentliche zweite Säule des Polizeiapparates von Heinrich Himmler, dem &amp;quot;Reichsführer SS&amp;quot; und &amp;quot;Chef der deutschen Polizei&amp;quot;. Mit der Besetzung Österreichs 1938 vollzog sich sich für die Ordnungspolizei ein tiefgreifender Funktionswandel hin zu einer paramilitärischen Organisation. Während des Krieges waren sogenannte &amp;quot;Polizeibataillone&amp;quot; massiv an der Ermordung der jüdischen Bevölkerung in Osteuropa verantwortlich. Die Ordnungspolizei sorgte zudem für die Bewachung von Deportationszügen in die Vernichtungslager und stellte bei Einweisungen in Konzentrationslager die notwendigen Transportbegleitungen sicher. Schließlich fungierte die Ordnungspolizei auch als Aufsichtspersonal für die &amp;quot;Arbeitserziehungslager&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wehrkreis VI, der von Münster aus verwaltet wurde, war der bevölkerungsreichste Polizeibereich im damaligen Deutschen Reich. Er umfasste das heutige Nordrhein-Westfalen, den Raum Osnabrück sowie -- ab 1940 -- Teile Belgiens. Am 16. März 1940 beförderte Himmler die &amp;quot;Inspekteure der Ordnungspolizei&amp;quot; in den besonders luftgefährdeten Industriegebieten zu &amp;quot;Befehlshabern der Ordnungspolizei&amp;quot; (BdO). Der BdO Münster befehligte vom Kaiser-Wilhelm-Ring aus eine etwa 200.000 Mann starke Polizeigruppe. Dabei standen ihm bis zu 40 Mitarbeiter zur Seite. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Dezernat für Wiedergutmachung ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1953 und 1968 beherbergte die &amp;quot;Villa ten Hompel&amp;quot; das &amp;quot;Dezernat für Wiedergutmachung für politisch, rassisch und religiös Verfolgte&amp;quot; der Bezirksregierung Münster. In dieser Zeit stellten rund 12.000 Menschen aus dem gesamten Regierungsbezirk einen Antrag auf finanzielle Entschädigung. Allerdings waren längst nicht alle Opfergruppen rechtlich in der Lage, einen Ausgleich für an ihnen begangenem Unrecht zu beantragen. Zwangssterilisierte, Euthanasieopfer, ausländische Zwangsarbeiter, aber auch Homosexuelle wurden nicht als Opfer &amp;quot;typisch nationalsozialistischer&amp;quot; Verfolgung anerkannt. Sie blieben vielfach entschädigungslos.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Villa heute: Erinnern, Forschen, Lernen ==&lt;br /&gt;
In zwei Dauerausstellungen beschäftigt sich die &amp;quot;Villa&amp;quot; heute mit ihrer wechselvollen Geschichte. Die Ausstellung '''&amp;quot;Im Auftrag. Polizei, Verwaltung und Verantwortung&amp;quot;''' thematisierte erstmals in Bundesrepublik die Geschichte der uniformierten Polizei zwischen 1924 und 1968. Die zweite, Ende 2005 eröffnete Ausstellung '''&amp;quot;Wiedergutmachung als Auftrag&amp;quot;''' konzentriert sich, ebenfalls erstmalig in der BRD, auf die Geschichte der Wiedergutmachung. Dabei zeichnet sie nicht nur das Entschädigungsverfahren anhand einiger NS-Verfolgtengruppen nach, sondern nimmt auch die öffentliche Haltung zur &amp;quot;Wiedergutmachung&amp;quot; in den Blick.&lt;br /&gt;
Neben diesen Dauerausstellungen hat die &amp;quot;Villa ten Hompel&amp;quot; auch mehrere Wanderausstellungen erarbeitet. Zudem forscht sie zur Geschichte der regionalen Ordnungspolizei, zu Funktions- und Arbeitsweisen von mittleren Behörden sowie zur Wiedergutmachungs- und Entschädigungspraxis in der Bundesrepublik und informiert in Seminaren über die Geschichte des Hauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[http://www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel/ Internetseite der Villa ten Hompel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.ns-gedenkstaetten.net/nrw NS-Gedenkstätten in NRW]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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		<title>Villa ten Hompel</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Einleitung ==&lt;br /&gt;
Die '''Villa ten Hompel''' am [[Kaiser-Wilhelm-Ring]] 28 ist ein authentischer Schreibtischtatort. In der prächtigen, in den 1920 Jahren gebauten Fabrikantenvilla befand sich zwischen 1940 und 1945 der Sitz der Ordnungspolizei für den Wehrkreis VI. In der Nachkriegszeit war hier das &amp;quot;Dezernat für Wiedergutmachung&amp;quot; untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen ist &amp;quot;die Villa&amp;quot; Erinnerungs-, Lern- und Forschungsort. Im Zentrum der Arbeit stehen mit der Geschichte der Polizei sowie der Wiedergutmachung zwei Themenfelder, die die Geschichte des Hauses -- und damit der Stadt Münster -- wesentlich beeinflusst haben. Zwei Dauerausstellungen illustrieren die wechselvolle Geschichte des Hauses. Darüber hinaus bemüht sich die Einrichtung in ihren Mittwochsgesprächen um historisch-politische Bildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Villa ten Hompel als historischer Ort ==&lt;br /&gt;
Der Name &amp;quot;Villa ten Hompel&amp;quot; erinnert an ihren Rudolf ten Hompel. Er ließ das Haus in den 1920er Jahren errichten, nachdem er in der Zementindustrie ein beträchtliches Vermögen erwirtschaftet hatte. Nach dem finanziellen Zusammenbruch seines Konzernes 1931 zog er sich aus allen öffentlichen Ämtern zurück, 1939 wird er zum letzten Mal als Eigentümer der Villa genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche historische Bedeutung hingegen erhielt das Haus durch den Sitz des Befehlshabers der Ordnungspolizei für den Wehrkreis VI (140--1945) sowie als &amp;quot;Dezernat für Wiedergutmachung für politisch, rassisch und religiös Verfolgte&amp;quot; (1953--1968). Zwischen 1945 und 1953 beherbergte es die Wasserschutzpolizei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufgaben der Ordnungspolizei während des Dritten Reiches ===&lt;br /&gt;
Die Ordnungspolizei war, neben der Sicherheitspolizei (Geheime Staatspolizei/Kriminalpolizei) wesentliche zweite Säule des Polizeiapparates von Heinrich Himmler, dem &amp;quot;Reichsführer SS&amp;quot; und &amp;quot;Chef der deutschen Polizei&amp;quot;. Mit der Besetzung Österreichs 1938 vollzog sich sich für die Ordnungspolizei ein tiefgreifender Funktionswandel hin zu einer paramilitärischen Organisation. Während des Krieges waren sogenannte &amp;quot;Polizeibataillone&amp;quot; massiv an der Ermordung der jüdischen Bevölkerung in Osteuropa verantwortlich. Die Ordnungspolizei sorgte zudem für die Bewachung von Deportationszügen in die Vernichtungslager und stellte bei Einweisungen in Konzentrationslager die notwendigen Transportbegleitungen sicher. Schließlich fungierte die Ordnungspolizei auch als Aufsichtspersonal für die &amp;quot;Arbeitserziehungslager&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wehrkreis VI, der von Münster aus verwaltet wurde, war der bevölkerungsreichste Polizeibereich im damaligen Deutschen Reich. Er umfasste das heutige Nordrhein-Westfalen, den Raum Osnabrück sowie -- ab 1940 -- Teile Belgiens. Am 16. März 1940 beförderte Himmler die &amp;quot;Inspekteure der Ordnungspolizei&amp;quot; in den besonders luftgefährdeten Industriegebieten zu &amp;quot;Befehlshabern der Ordnungspolizei&amp;quot; (BdO). Der BdO Münster befehligte vom Kaiser-Wilhelm-Ring aus eine etwa 200.000 Mann starke Polizeigruppe. Dabei standen ihm bis zu 40 Mitarbeiter zur Seite. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Dezernat für Wiedergutmachung ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1953 und 1968 beherbergte die &amp;quot;Villa ten Hompel&amp;quot; das &amp;quot;Dezernat für Wiedergutmachung für politisch, rassisch und religiös Verfolgte&amp;quot; der Bezirksregierung Münster. In dieser Zeit stellten rund 12.000 Menschen aus dem gesamten Regierungsbezirk einen Antrag auf finanzielle Entschädigung. Allerdings waren längst nicht alle Opfergruppen rechtlich in der Lage, einen Ausgleich für an ihnen begangenem Unrecht zu beantragen. Zwangssterilisierte, Euthanasieopfer, ausländische Zwangsarbeiter, aber auch Homosexuelle wurden nicht als Opfer &amp;quot;typisch nationalsozialistischer&amp;quot; Verfolgung anerkannt. Sie blieben vielfach entschädigungslos.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Villa heute: Erinnern, Forschen, Lernen ==&lt;br /&gt;
In zwei Dauerausstellungen beschäftigt sich die &amp;quot;Villa&amp;quot; heute mit ihrer wechselvollen Geschichte. Die Ausstellung '''&amp;quot;Im Auftrag. Polizei, Verwaltung und Verantwortung&amp;quot;''' thematisierte erstmals in Bundesrepublik die Geschichte der uniformierten Polizei zwischen 1924 und 1968. Die zweite, Ende 2005 eröffnete Ausstellung '''&amp;quot;Wiedergutmachung als Auftrag&amp;quot;''' konzentriert sich, ebenfalls erstmalig in der BRD, auf die Geschichte der Wiedergutmachung. Dabei zeichnet sie nicht nur das Entschädigungsverfahren anhand einiger NS-Verfolgtengruppen nach, sondern nimmt auch die öffentliche Haltung zur &amp;quot;Wiedergutmachung&amp;quot; in den Blick.&lt;br /&gt;
Neben diesen Dauerausstellungen hat die &amp;quot;Villa ten Hompel&amp;quot; auch mehrere Wanderausstellungen erarbeitet. Zudem informiert sie in Seminaren über die Geschichte des Hauses und forscht zur Geschichte der regionalen Ordnungspolizei, zu Funktions- und Arbeitsweisen von mittleren Behörden sowie zur Wiedergutmachungs- und Entschädigungspraxis in der Bundesrepublik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[http://www.muenster.de/stadt/villa-ten-hompel/ Internetseite der Villa ten Hompel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.ns-gedenkstaetten.net/nrw NS-Gedenkstätten in NRW]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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		<title>Hafen</title>
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		<updated>2006-02-08T16:50:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: /* Der Hafen als neues Freizeitviertel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Geschichte des Hafens ==&lt;br /&gt;
Der Bau des [[Dortmund-Ems-Kanal]]s in den 1890er Jahren ermöglichte der Stadt Münster gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Anschluss an den nationalen wie internationalen Schiffsverkehr. Um von der zu erwartenden Aufwärtsentwicklung zu profitieren, entschlossen sich die Stadtväter, auf eigene Kosten einen Binnenhafen zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Standort entschieden sie sich für eine Freifläche im Süd-Osten der Stadt, die sich wegen ihrer unmittelbaren Nähe zum [[Hauptbahnhof]], zu den Güterbahnhöfen der Staats- und Landeseisenbahn, des städtischen Gaswerkes (auf dem Gelände der heutigen [[Halle Münsterland]]) und einiger Kohlehandlungen anbot. Die Doppelhafenbecken wurde in den Jahren 1896 und 1897 ausgehoben und im Dezember [[1898]] noch vor dem Dortmunder Hafen eröffnet. Parallel dazu entstand in privater Trägerschaft der &amp;quot;Petershafen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kosten in Höhe von zwei Millionen Mark rechneten sich für die Stadt schnell. Der Hafen glich die geographisch recht ungünstige Lage der Stadt Münster aus und führte zur wenn auch vergleichsweise späten Ansiedlung von Industriebetrieben und größeren Handelsunternehmen in der bisher vor allem von der Verwaltung geprägten Provinzialhauptstadt. Der Handel mit Land- und Forstwirtschaftsprodukten sowie mit Baustoffen erhielt wachsende Bedeutung. Zwischen 1899 und 1914 vervierfachte sich der Warenumschlag. 1923 wurde der Hafen wegen der Besetzung des Ruhrgebietes kurzfristig zum deutschen Tor zum Industriegebiet. 1961 verzeichnete der Hafen mit 1,72 Millionen Tonnen nach dem Zweiten Weltkrieg noch einmal einen Rekordumschlag. Danach ging seine Bedeutung als Handelsplatz mehr und mehr zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich der Hafen auch die Handelsfunktionen der Stadt förderte; zu einer Ansiedlung von Industriebetrieben führte er nur in zweiter Linie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Hafen heute ==&lt;br /&gt;
=== Der Hafen als Warenumschlagplatz ===&lt;br /&gt;
Das Hafengebiet erfährt seit den 1990er Jahren eine tiefgreifende Umnutzung. Die Zahl der hier umgeschlagenen Waren sinkt. Im Jahr 2004 wurden noch 341.000 Tonnen verschifft, 2005 waren es nur noch 266.000 Tonnen. Grund für diesen Rückgang ist nicht zuletzt die Inbetriebnahme des neuen Gaskraftwerkes, das -- im Gegensatz zum alten Kraftwerk -- nicht mehr auf die zuvor im Hafen umgeschlagene Kohle angewiesen ist. Zudem wurde im Jahr 2005 der Getreidespeicher geschlossen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hafen als neues Freizeitviertel ===&lt;br /&gt;
[[bild:Hafenspeichergebaeude.jpg|thumb|150px|right|Umgenutzte Speicher am Hafen]]&lt;br /&gt;
Viele ehemalige Lagerhallen, direkt am Hafenbecken gelegen, werden inzwischen gastronomisch als Clubs, Kneipen oder Restaurants genutzt. Nicht zuletzt dadurch hat sich der Hafen gerade im Sommer als neues Ausflugsziel der Münsteraner etabliert. Die Stadtwerke  präsentieren sich hier mit einem imposanten Neubau. Und auch auf kulturell-kreativem Gebiet hat der Hafen inzwischen einiges zu bieten: Ateliers, Kinos und das [[Wolfgang-Borchert-Theater]] machen es zu einem neuen, aufregenden, jungen Teil Münsters. Einmal im Jahr findet das dreitägige Hafenfest statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund der ständig sich vermehrenden Kneipen mit ansteigenden Besucherzahlen im Bereich von Hansaring und Hafen hat sich im Jahr 2004 eine [http://www.muenster.org/BI-Kreativkai Bürgerinitiative] '''&amp;quot;Lebensqualität Hansa und Hafen&amp;quot;''' gegründet, die versucht, einen Ausgleich zwischen berechtigten Anwohner- und Besucherinteressen zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[http://www.ms-hafenfest.de Hafenfest Münster]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.kreativkai.de Kreativkai]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.muenster.org/BI-Kreativkai Bürgerinitiative &amp;quot;Lebensqualität Hansa und Hafen&amp;quot;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiffsverkehr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Hafen&amp;diff=3691</id>
		<title>Hafen</title>
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		<updated>2006-02-08T16:46:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: /* Der Hafen heute */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Geschichte des Hafens ==&lt;br /&gt;
Der Bau des [[Dortmund-Ems-Kanal]]s in den 1890er Jahren ermöglichte der Stadt Münster gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Anschluss an den nationalen wie internationalen Schiffsverkehr. Um von der zu erwartenden Aufwärtsentwicklung zu profitieren, entschlossen sich die Stadtväter, auf eigene Kosten einen Binnenhafen zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Standort entschieden sie sich für eine Freifläche im Süd-Osten der Stadt, die sich wegen ihrer unmittelbaren Nähe zum [[Hauptbahnhof]], zu den Güterbahnhöfen der Staats- und Landeseisenbahn, des städtischen Gaswerkes (auf dem Gelände der heutigen [[Halle Münsterland]]) und einiger Kohlehandlungen anbot. Die Doppelhafenbecken wurde in den Jahren 1896 und 1897 ausgehoben und im Dezember [[1898]] noch vor dem Dortmunder Hafen eröffnet. Parallel dazu entstand in privater Trägerschaft der &amp;quot;Petershafen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kosten in Höhe von zwei Millionen Mark rechneten sich für die Stadt schnell. Der Hafen glich die geographisch recht ungünstige Lage der Stadt Münster aus und führte zur wenn auch vergleichsweise späten Ansiedlung von Industriebetrieben und größeren Handelsunternehmen in der bisher vor allem von der Verwaltung geprägten Provinzialhauptstadt. Der Handel mit Land- und Forstwirtschaftsprodukten sowie mit Baustoffen erhielt wachsende Bedeutung. Zwischen 1899 und 1914 vervierfachte sich der Warenumschlag. 1923 wurde der Hafen wegen der Besetzung des Ruhrgebietes kurzfristig zum deutschen Tor zum Industriegebiet. 1961 verzeichnete der Hafen mit 1,72 Millionen Tonnen nach dem Zweiten Weltkrieg noch einmal einen Rekordumschlag. Danach ging seine Bedeutung als Handelsplatz mehr und mehr zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich der Hafen auch die Handelsfunktionen der Stadt förderte; zu einer Ansiedlung von Industriebetrieben führte er nur in zweiter Linie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Hafen heute ==&lt;br /&gt;
=== Der Hafen als Warenumschlagplatz ===&lt;br /&gt;
Das Hafengebiet erfährt seit den 1990er Jahren eine tiefgreifende Umnutzung. Die Zahl der hier umgeschlagenen Waren sinkt. Im Jahr 2004 wurden noch 341.000 Tonnen verschifft, 2005 waren es nur noch 266.000 Tonnen. Grund für diesen Rückgang ist nicht zuletzt die Inbetriebnahme des neuen Gaskraftwerkes, das -- im Gegensatz zum alten Kraftwerk -- nicht mehr auf die zuvor im Hafen umgeschlagene Kohle angewiesen ist. Zudem wurde im Jahr 2005 der Getreidespeicher geschlossen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hafen als neues Freizeitviertel ===&lt;br /&gt;
[[bild:Hafenspeichergebaeude.jpg|thumb|150px|right|Umgenutzte Speicher am Hafen]]&lt;br /&gt;
Viele ehemalige Lagerhallen, direkt am Hafenbecken gelegen, werden inzwischen gastronomisch als Clubs, Kneipen oder Restaurants genutzt. Nicht zuletzt dadurch hat sich der Hafen gerade im Sommer als neues Ausflugsziel der Münsteraner etabliert. Die Stadtwerke  präsentieren sich hier mit einem imposanten Neubau. Und auch auf kulturell-kreativem Gebiet hat der Hafen inzwischen einiges zu bieten: Ateliers, Kinos und das [[Wolfgang-Borchert-Theater]] machen es zu einem neuen, aufregenden, jungen Teil Münsters. Einmal im Jahr findet das dreitägige Hafenfest statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Grund der ständig sich vermehrenden Kneipen mit ansteigenden Besucherzahlen im Bereich von Hansaring und Hafen hat sich im Jahr 2004 eine [http://www.muenster.org/BI-Kreativkai Bürgerinitiative] '''&amp;quot;Lebensqualität Hansa und Hafen&amp;quot;''' gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[http://www.ms-hafenfest.de Hafenfest Münster]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.kreativkai.de Kreativkai]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.muenster.org/BI-Kreativkai Bürgerinitiative &amp;quot;Lebensqualität Hansa und Hafen&amp;quot;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiffsverkehr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Geschichte_M%C3%BCnster&amp;diff=843</id>
		<title>Geschichte Münster</title>
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		<updated>2006-01-17T13:45:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: /* Die Geschichte der Stadt Münster */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;==Die Geschichte der Stadt Münster==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Von der ersten Besiedlung bis zur Domburg===&lt;br /&gt;
Nach ersten Besiedlungsspuren ab dem 6. Jahrtausend v. Chr. bestand im Bereich des heutigen [[Domhügel|Domhügels (Horsteberg)]] vom 2. bis ins 3. Jahrhundert n. Chr. eine kleine fränkische Siedlung, die nach der Abwanderung des Stammes in das Römische Reich aufgegeben wurde. Die folgenden vier Jahrhunderte blieb der Domhügel verlassen.&lt;br /&gt;
Im 7. Jahrhundert besiedelten nachrückende Sachsen den Horsteberg. Diese sächsische Siedlung wurde nach ihrem Gründer &amp;quot;Mimiger&amp;quot; und der Nähe zu einer Furt über die [[Aa|Aa]] [[Mimigernaford|&amp;quot;Mimigernaford&amp;quot;]] genannt. Sie lag günstig an einem Kreuzungspunkt mehrerer Handelswege und durch ihre erhöhte Lage auf dem heutigen Domhügel sicher und trocken über den sumpfigen Aa-Niederungen. Die Morphologie war damals noch ausgeprägter; z. B. lag das Aa-Bett im 9. Jahrhundert mindestens 3 m unter dem heutigen Niveau. Im Verlauf der [[Die Sachsenkriege|Sachsenkriege der Franken]] unter Karl dem Großen, der das sächsische Stammesgebiet seinem Reich einzugliedern trachtete, wurde diese erste größere Siedlung im 8. Jahrhundert zerstört.&lt;br /&gt;
Im Zuge dieses Krieges betrieben die Franken die [[Christianisierung]] der unterworfenen Sachsen. Dabei errichteten sie an der Stelle der zerstörten Siedlung 780 eine Missionsstation. 793 erreichte der aus den heutigen Niederlanden stammende [[Liudger]], der von Karl dem Großen mit der Missionierung des [[Das Münsterland|Münsterlandes]] und von Teilen Frieslands beauftragt wurde, Mimigernaford. Unmittelbar nach seiner Ankunft begann er mit dem Bau eines Klosters (&amp;quot;monasterium&amp;quot;) und einer Kirche. Die Bevölkerung wuchs; neben Geistlichen siedelten sich Handwerker an. 805 erhielt Liudger die Bischofsweihe und Mimigardeford wurde sein [[Bischofssitz]]. Dadurch bekam die entstandene Siedlung den Status einer &amp;quot;Civitas&amp;quot; (Stadt), da ein Bischof nur in einer solchen residieren durfte. Mimigernaford war mit [[Wall]] und [[Graben]] umgeben. Dieser befestigte Siedlungskern auf dem heutigen Domhügel wird als [[Domburg]] bezeichnet. Die Struktur dieser ersten karolingischen Civitas bestimmte das Bild des Stadtkerns in den folgenden Jahrhunderten; auch heute ist der Umriss der Domburg am Domplatz noch zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Name Münster===&lt;br /&gt;
Nach der alten sächsischen Vorläufersiedlung wurde die Stadt ursprünglich Mimigernaford oder -gardeford genannt. Im 11. Jahrhundert begann sich die Bezeichnung Monasterium, nach dem durch Liudger gegründeten Kloster, durchzusetzen. Der Volksmund verwandelte den Namen bald in Monestre (Münster), der erstmals 1106 erwähnt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Entwicklung zur Stadt===&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung der neuen Civitas vergrößerte sich schnell. Neben dem alten Kern der Domburg, die vom [[Klerus]] und von Kriegern, Handwerkern und Gesinde besiedelt war, entstanden Märkte, die Siedlung blühte wirtschaftlich auf und errang überregionale Bedeutung; z. B. wurde in Schweden eine im 10. Jahrhundert in Münster geprägte Münze (&amp;quot;Mimigardefordpfennig&amp;quot;) gefunden. Die Märkte, die anfänglich durch reisende Händler beschickt wurden, fanden wahrscheinlich vor dem Nordosttor der Domburg statt. Im 10. Jh. ließen sich erste Kaufleute im Schutz der Domburg nieder. Die Siedlung begann über die durch die Befestigung der Domburg vorgezeichneten Grenzen hinaus zu wachsen. Die neuen Marktsiedlungen entstanden neben der alten Kernsiedlung an Kreuzungspunkten der alten Fernstraßen: im Bereich vor dem Nordosttor ([[Drubbel]], [[Alter Fischmarkt]], [[Roggenmarkt]]) und westlich auf der gegenüberliegenden Aa-Seite ([[Überwasser]]) um die 1040 geweihte Stifts- und [[St. Liebfrauen|Pfarrkirche St. Liebfrauen]] herum. Schon im 10. Jahrhundert errichteten sich die Kaufleute eine eigene Kapelle, einen Vorgängerbau der heutigen [[St. Lamberti|Lambertikirche]]. Dieser Kirchenbau verdeutlichte das Streben der Händler nach politischer und rechtlicher Eigenständigkeit.&lt;br /&gt;
Im Laufe machtpolitischer Auseinandersetzungen zwischen Kaiser und Papst im 11. und 12. Jahrhundert, dem Investiturstreit um das Recht der Bischofseinsetzung, entzweite sich die Bevölkerung Münsters mit ihrem Bischof. Er wurde von ihr aus der Stadt vertrieben, die er daraufhin belagern ließ. Bei der Eroberung im Jahre 1121 brannten große Teile Münsters nieder. Auch nach diesem Brand blieb die Domburg weiterhin das befestigte Zentrum der Stadt, die außerhalb liegenden Kaufleutesiedlungen waren mit Palisaden und Wällen leicht befestigt. Ende des 12. Jahrhunderts kam es zu einer Verlagerung der Herrschaftsverhältnisse. Durch den Sturz [[Heinrich der Löwe|Heinrichs des Löwen]] 1180, wurde der Bischof von Münster zum [[Fürstbischof]] erhoben und erhielt dadurch auch die landesherrliche Gewalt.&lt;br /&gt;
In der Folgezeit schlössen sich die Kaufleute und Handwerker politisch zusammen, es begann der Prozess der Stadtwerdung Im 12. Jahrhundert bildete sich eine eigene, von der bischöflichen Gerichtsbarkeit gelöste politische Gemeinde. Nachdem die Siedlungen 1173 auch geographisch zusammengewachsen waren, begann sich das Stadtrecht auszubilden. Bis 1200 erhielt die Stadt ihre erste [[Stadtmauer]], die die räumliche Grenze Münsters bis in das 18. Jahrhundert darstellen sollte. Die neue Befestigung stellte einen weitgesteckten Rahmen für die Stadtentwicklung der folgenden Jahrhunderte dar, so dass Teile der umschlossenen Fläche bis in das 20. Jahrhundert unbebaut blieben. Die alten Befestigungen der Domburg und der Marktsiedlungen wurden nun überflüssig und niedergelegt. Die Fläche der alten Wallanlagen der Domburg wurde in schmale Parzellen aufgeteilt und ab Ende des 12. Jahrhunderts bebaut, was sich heute noch in der Grundstücksform der Häuser auf der Westseite des [[Prinzipalmarkt|Prinzipalmarktes]] widerspiegelt.&lt;br /&gt;
Es entstand eine Konkurrenzsituation zwischen dem bischöflichen Landesherrn, dem Gebiete der Stadt auch rechtlich unterstanden (&amp;quot;Domimmunität&amp;quot;), und der [[Bürgerschaft]], die zunehmend mächtiger wurde. Das Stadtrecht, das in allen Teilen der Stadt, die nicht der Domimmunität unterlagen, galt, entwickelte sich erst allmählich. Es regelte die Wehrhoheit, das Marktrecht, die städtischen Steuern und die Rechtsprechung. 1278 musste der Fürstbischof das münstersche Stadtrecht garantieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die weitere Entwicklung der Stadt===&lt;br /&gt;
In der Folgezeit blühte Münster hauptsächlich durch den Handel auf. Schon im 13. Jahrhundert gehörte die Stadt verschiedenen norddeutschen [[Städtebündnis|Städtebündnissen]] an. Schließlich trat sie dem [[Hanse|Hansebund]] bei. Ein Eintrittsdatum ist nicht bekannt, eher scheint die Stadt beim Aufbau der Hanse langsam in diese hineingewachsen zu sein. Nachweislich war sie schon 1305 in dem Bund und wurde 1368 in einem Schriftstück als Hansestadt bezeichnet. Nachdem Köln aus der Hanse austrat, bildete Münster den Hanse-Vorort in Westfalen. Durch dieses Wirtschaftsbündnis entwickelte sich Münster nun rasch zu einer bedeutenden Handelsstadt.&lt;br /&gt;
Das wirtschaftliche Aufblühen des Bürgertums und der Stadt spiegelt sich im Bau einiger bürgerlicher Gebäude wieder. So erbaute man im 14. Jahrhundert die bürgerliche Marktkirche [[St. Lamberti]] und das [[Rathaus]], das direkt gegenüber dem Dom in Sichtweite errichtet wurde, um die politische und rechtliche Eigenständigkeit der Stadt gegenüber dem fürstbischöflichen Landesherrn zu demonstrieren.&lt;br /&gt;
Die alten Kaufmannsgeschlechter erlangten einflussreiche Stellungen in der Bürgerschaft und bildeten deren Führungsschicht. Von diesen Familien wurde bis in das 15. Jahrhundert der Stadtrat gestellt (&amp;quot;Erbmänner&amp;quot;); dieses Vorrecht war vererbbar. Es wurde ihnen erst seit dem 14. Jahrhundert streitig gemacht, als sich die ersten [[Gilden]] bildeten, die nun an Einfluss gewannen und in die Stadtregierung drängten.&lt;br /&gt;
1450 bis 1458 währte die so genannte [[Stiftsfehde]]. Es war eine Auseinandersetzung zwischen Stadt und Bistum, ausgelöst durch einen Streit um die Ernennung eines neuen münsteraner Bischofs. Die Stadt befürchtete, in ihren Rechten beschnitten zu werden und es kam zu blutigen Auseinandersetzungen in ganz Westfalen. Im Verlauf der Stiftsfehde erlangten die Gilden in Münster neue Rechte; sie durften nun Mitglieder des Rates stellen. Damit verloren die Erbmänner ihre politische Vormachtstellung in Münster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Reformation und das &amp;quot;Täuferreich&amp;quot;===&lt;br /&gt;
Die 30er Jahre des 16. Jahrhunderts waren Jahre kriegerischer Auseinandersetzungen, der [[Reformation]], der Not und eine politisch verworrene Zeit. Dies führte dazu, dass die Menschen leicht nach radikalen Erlösungshoffnungen griffen. 1530 begann der Kaplan und Prediger Bernd Rothmann, in [[St. Mauritz]] reformatorisch zu predigen. Nach anfänglichen Versuchen, dies zu unterbinden, breitete sich sein Beispiel in Münster aus, so dass 1532 an allen Pfarrkirchen der Stadt reformatorische Prediger wirkten. 1533 übernahm die reformatorische Partei den Rat der Stadt Münster. Nun begannen radikalere Strömungen aufzutreten, z. B. kam es zu ersten [[Bildersturm|Bilderstürmen]] in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Phase erlangte die [[Täufer|Bewegung der Täufer]] einen großen Einfluss in der Stadt. Die Täufer lehnten die Kindertaufe ab, verweigerten den Eid und den Kriegsdienst, verwarfen die Strukturen der Kirche und praktizierten die Erwachsenentaufe. Die Bewegung breitete sich hauptsächlich in den Niederlanden und im angrenzenden Nordwestdeutschland aus. Ihr Führer war seit 1533 der ehemalige Bäcker [[Jan Matthys]], der militante Positionen vertrat. Nach ihm sollten die &amp;quot;Auserwählten&amp;quot; (die Täufer, die sich als solche betrachteten) die &amp;quot;Heiden&amp;quot; mit dem Schwert bekämpfen und diese besiegen. 1534 traten in Münster die Prediger um Rothmann den Täufern bei; ihnen folgten viele weitere Anhänger. Der Bischof versuchte, sie aus der Stadt auszuweisen, die Stadt stellte sich aber auf ihre Seite. Mit der Ratswahl von 1534 übernahmen die Täufer die Macht im Stadtrat. Damit hatte die Bewegung Münster im Laufe eines Jahres übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Konflikt zwischen dem bischöflichen Landesherrn und der abtrünnigen Stadt brach nun offen aus, als der [[Franz von Waldeck|Fürstbischof Franz von Waldeck]] die Stadt zu belagern begann. Nachdem die Wiedertäufer ihre Gegner aus der Stadt verjagt hatten, begannen sie unter ihrem Propheten [[Jan Matthys]] mit dem sozialen Umbau der Bürgerschaft nach dem Vorbild der urchristlichen Apostelgemeinde. Mit Bücherverbrennungen und Bilderstürmen versuchte man, die Reste des alten Kirchenwesens zu beseitigen. Man führte die Gütergemeinschaft ein und schaffte das Geld ab. Als Ziel hatten die Täufer die Errichtung eines &amp;quot;Neuen Jerusalems&amp;quot; in Münster. Für Ostern 1534 erwarteten sie den Anbruch des Gottesgerichts, die Wiederkehr Christi und die Vernichtung der Gottlosen. Als dies nicht geschah, ritt Jan Matthys zu einem Ausfall, bei dem er die Belagerer allein vernichten wollte, vor die Tore der Stadt. Sein Versuch schlug fehl und die Täufer standen ohne Führer da. Der Schneider und Gastwirt [[Jan van Leiden|Jan Bockelson]], genannt van Leiden, wurde sein Nachfolger. Er setzte den Rat der Stadt ab und beseitigte die herrschende Ordnung. Schließlich proklamierte er sich zum König von Münster, mit Hofstaat und Insignien. Er wollte das Reich Christi erschaffen. Stattdessen begannen die Täufer mit Zwangstaufen und führten ein Terrorregime. Als sie die Vielweiberei einführten, kam es zu einem Aufstand in der belagerten Stadt, der blutig niedergeschlagen wurde. Der Versuch Jan van Leidens, andere Nachbarstädte zu &amp;quot;missionieren&amp;quot;, scheiterte. Auch kam kein Entsatz durch niederländische Wiedertäufer, die von den Belagerern abgefangen wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Lambertikirche3_kaefige_k.jpg|framed|right|Die [[Käfige]] der hingerichteten Täufer am Turm der [[Lambertikirche]] (Foto: Presseamt der Stadt Münster).]] Nachdem eine Hungersnot in der Stadt ausbrach und sich die Lage für die Eingeschlossenen zusehends verschlechterte, gelang den Belagerern nach Verrat die Erstürmung der Stadt. Diese endete in einem Blutbad unter den Einwohnern. Drei Anführer der Täufer, [[Jan van Leiden]], sein Statthalter [[Bernd Knipperdolling]] und das Ratsmitglied [[Bernd Krechting]], wurden gefangen genommen und anschließend in ganz Westfalen zur Schau gestellt. 1536 wurden die drei in Münster auf dem [[Prinzipalmarkt]] mit glühenden Zangen hingerichtet. Die grausame Art der Hinrichtung folgte der Peinlichen Halsgerichtsordnung von 1532, und entsprach somit dem damals geltenden Recht. Die Leichen wurden zur Abschreckung in [[Käfige|drei eisernen Käfigen]] am Turm von [[St. Lamberti]] aufgehängt. Die leeren Käfige sind sind auch heute noch am Kirchturm zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der siegreiche Bischof gab der Stadt ein neues Stadtrecht, das die Eigenständigkeit und die Macht der Bürgerschaft beschnitt. Aber schon 1541/53 erlangte die Stadt wieder ihre alten Freiheiten. Die Stadt erholte sich schnell vom erlittenen Bevölkerungsverlust. Kultur und Wohlstand der Bürgerschaft wurden kaum beeinträchtigt. In den folgenden Jahrzehnten erreichte Münster ihre Blüte als Bürgerstadt. Trotz verschiedener Versuche des fürstbischöflichen Landesherrn, die Rechte Münsters einzuschränken und seine Machtfülle auszubauen, gelang es der Stadt, sich gegen den Bischof durchzusetzen.&lt;br /&gt;
Nachdem die Täuferbewegung in Münster niedergeschlagen wurde, blieben auch weiterhin Lutheraner in der Stadt. Das Fürstbistum blieb katholisch, bezog aber bis 1585 keine deutliche politische Position gegen die Reformation, wodurch der Fürstbischof verhinderte, in Glaubenskriege hineingezogen zu werden. Ihren katholischen Charakter erhielt die Stadt erst, nachdem der [[Jesuiten|Jesuitenorden]] in Münster Fuß zu fassen begann. 1588 errichtete der Orden ein [[Jesuiten-Kolleg]] und übernahm im gleichen Jahr den Unterricht an der paulinischen Domschule. Er erlangte in der Folgezeit großen Einfluss in der Stadt und betrieb dort die Gegenreformation. Allmählich gelang es, die Protestanten zurückzudrängen. Diese Entwicklung gipfelte 1628 in der Ausweisung der protestantischen Mitbürger aus Münster durch den Rat der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Westfälische Frieden===&lt;br /&gt;
1618 bis 1648 tobte in Europa, vornehmlich auf deutschem Boden, der [[30-jähriger Krieg|30-jährige Krieg]]. Die Kämpfe zwischen der evangelischen Union und der katholischen Liga verschonten auch das [[Münsterland]] nicht. In den 1620er Jahren verwüsteten die Truppen des evangelischen Christian von Braunschweig Westfalen, die aber von katholischen Truppen unter Tilly vernichtet werden konnten. 1633 besetzten wiederum protestantische Truppen das Westmünsterland, das anschließend von katholischer Seite zurück gewonnen werden konnte. Im Laufe dieser kriegerischen Handlungen wurde Münster zwar belagert, aber nicht eingenommen oder zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643 begannen Friedensverhandlungen in der Stadt, die auf der kaiserlich-katholischen Seite stand und nun offiziell als neutral erklärt wurde. Die evangelische Seite tagte in Osnabrück, die katholische in Münster. In Münster stiegen insgesamt 200 Gesandte, Vertreter des Papstes, des Kaisers und der katholischen Reichsstände, Venedigs, Spaniens und der spanischen Generalstaaten, ab. Die Verhandlungen dauerten bis 1648. Im Mai 1648 wurde im [[Ratssaal]] der Stadt Münster der spanisch-niederländische Sonderfriede geschlossen, der die Unabhängigkeit der niederländischen Provinzen (Generalstaaten) von Spanien zur Folge hatte. Im Oktober folgte der Friede zwischen der kaiserlichen Seite und Frankreich. Durch diesen &amp;quot;Westfälischen Frieden&amp;quot;, der alle in Osnabrück und Münster geschlossenen Verträge umschließt, wurde der 30-jährige Krieg beendet. Der alte Ratssaal Münsters wird daher als [[Friedenssaal]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Zitadelle===&lt;br /&gt;
Münster hatte nun einen weitgehend autonomen Status erlangt. Die Ratsbeschlüsse galten in der Stadt als Gesetz; in der Hand der Stadt lagen die Rechtsprechung, die Verwaltung, die Verteidigung und die Polizei. Dieser Zustand wurde durch die neutrale und autonome Stellung der Stadt während der Friedensverhandlungen noch unterstrichen. Münster befand sich auf dem Höhepunkt seiner Macht und seines Ansehens. Nachdem die Stadt schon 1646/47 die Ausweitung ihrer Privilegien beim Kaiser durchsetzen wollte, kam es nun zu einem Konflikt mit dem neuen [[Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen]], der die Rechte der Stadt zu beschneiden beabsichtigte. Die Stadt versuchte ihrerseits, die Reichsfreiheit zu erlangen. In diesem Machtkonflikt scheiterte sie und nach einer Belagerung unterwarf der Landesherr 1661 die Stadt und nahm ihr alle Freiheiten. Der Rat wurde entlassen, die städtische Autonomie aufgehoben und die Rechte beseitigt. Damit wurde der Landesherr zum Herrscher über die Stadt. Von Galen erbaute die Zitadelle (&amp;quot;Zwingfestung&amp;quot;) an der Stelle des heutigen Schlosses und belegte sie mit einer starken Garnison, um die Stadt unter Kontrolle zu halten. Die Gilden verloren ihre politischen Rechte, die Bürger wurden zu Untertanen gemacht. Der Bischof regierte in [[Coesfeld]].&lt;br /&gt;
Als Folge des 30-jährigen Krieges, den Friedensverhandlungen, des Konfliktes mit ihrem Landesherrn und dessen Maßnahmen (die Stadt musste z. B. für den Unterhalt der Garnison sorgen) verschuldete sich die Stadt tief, ihre Finanzen waren ruiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Entwicklung bis zum Nationalsozialismus===&lt;br /&gt;
Aber schon von Galens Nachfolger, [[Ferdinand von Fürstenberg]], führte das Recht der Ratswahl&lt;br /&gt;
wieder ein, verkleinerte die Garnison und verringerte die Steuern. Das weitere Gedeihen der Stadt&lt;br /&gt;
war darauf zurückzuführen, dass Münster wieder Bischofssitz wurde und als Aufenthaltsort des&lt;br /&gt;
regionalen  Adels  diente,  wovon zahlreiche  Adelshöfe  zeugen.   Das   Stadtbild  wurde  durch&lt;br /&gt;
Prachtbauten geprägt. Der bedeutendste westfälische Baumeister war [[Johann Conrad Schlaun]], der&lt;br /&gt;
u. a. den [[Erbdrostenhof]] und das [[Schloss]] in Münster erbaute.&lt;br /&gt;
1723 wurde der Fürstbischof von Münster zugleich Kürfürst von Köln, wodurch das Fürstbistum&lt;br /&gt;
Münster von nun an zu Köln gehörte.&lt;br /&gt;
Den siebenjährigen Krieg von 1556 bis 1563 überstand Münster trotz mehrfacher Belagerung und&lt;br /&gt;
Einnahmen größtenteils unbeschadet.&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert regierte [[Franz von Fürstenberg]] die Stadt als Minister und Generalvikar für den&lt;br /&gt;
Kölner Kurfürsten, der zugleich Bischof von Münster war und in Bonn residierte. Von Fürstenberg&lt;br /&gt;
lieferte für die Entwicklung Münsters wichtige Impulse.  Er ließ ab  1764 die Festungswälle&lt;br /&gt;
niederlegen, die überflüssig geworden waren und die räumliche Entwicklung Münsters stark&lt;br /&gt;
einschränkten. An die Stelle der Zitadelle trat 1767 das Schloss, die niedergelegten Befestigungen&lt;br /&gt;
wurden z. T. bebaut, der Rest wurde zur [[Promenade]] umgestaltet, einem Grüngürtel, der die&lt;br /&gt;
Innenstadt umgibt und den Verlauf der alten Stadtbefestigung widerspiegelt. Von Fürstenberg&lt;br /&gt;
begann, das Steuersystem, das Rechts-, das Gesundheitswesen und das Bildungswesen (z. B. erlässt&lt;br /&gt;
er 1776 eine fortschrittliche Allgemeine Schulordnung) zu reformieren, und die Landwirtschaft&lt;br /&gt;
auszubauen. Auf sein Betreiben kam es 1780 zur Eröffnung der [[Universität]] in Münster.&lt;br /&gt;
1802 besetzten preußische Truppen unter Blücher Münster, das nach Absprache mit Frankreich an&lt;br /&gt;
das Königreich Preußen fiel. Nach den Beschlüssen des Reichsdeputationshaupausschusses und der&lt;br /&gt;
Säkularisierung verlor der Fürstbischof anschließend auch offiziell seine Landesherrschaft. In der&lt;br /&gt;
Folgezeit begann [[Freiherr vom Stein]], eine Verwaltung nach preußischem Vorbild in der Stadt zu&lt;br /&gt;
organisieren.&lt;br /&gt;
Das erste preußische Intermezzo währte aber nicht lange.  Schon 1806 fiel Münster an das&lt;br /&gt;
napoleonische    Frankreich    und    wurde    1808,    nach    einer    zweijährigen,    französischen&lt;br /&gt;
Gouvernementszeit, dem neu gebildeten Großherzogtum Berg angegliedert. 1811 bis 1813 gehörte&lt;br /&gt;
Münster wieder direkt zu Frankreich.&lt;br /&gt;
1813  wurde die  Stadt erneut von preußischen Truppen besetzt, und kam unter vorläufige&lt;br /&gt;
preußische Verwaltung. Nach den Gebietsneuordnungen, die auf dem Wiener Kongress geregelt&lt;br /&gt;
wurden, sprach man das Bistum Münster 1815 endgültig dem Königreich Preußen zu. 1816 wurde Münster zur Hauptstadt der neu gebildeten preußischen Provinz Westfalen erhoben, und in der Stadt ein dazugehöriger Verwaltungsapparat aufgebaut. Die Stadt erhielt ihre Prägung durch zahlreiche Behörden und Beamten, was sich auch heute noch in ihrer wirtschaftlichen Struktur widerspiegelt. Die Stadt wurde zum Zentrum des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens der Region. 1872 bis 1884 tobte in Preußen der [[Kulturkampf]], der in Münster besonders heftig geführt wurde. Der Staat versuchte, den Einfluss der [[katholische Kirche|katholischen Kirche]] stark zu beschneiden, was natürlich im streng katholischen Münster zu Widerständen führte. Im Verlauf der Auseinandersetzungen wurde 1875 der Bischof verhaftet, der anschließend nach Holland ins Exil ging, aus dem er 1884 zurückkehren konnte. Der Kulturkampf erzeugte in Münster eine starke Identifizierung der Bevölkerung mit der Kirche, ohne dass die versuchte Beschneidung ihres Einflusses von großem Erfolg gekrönt war. Münster erhielt in dieser Zeit den Beinamen &amp;quot;nordisches Rom&amp;quot;. Die Stadt wurde immer weiter ausgebaut. Sie erhielt mit der [[Eisenbahn]] und dem [[Dortmund-Ems-Kanal]] Anschluss an das Umland und vergrößerte sich räumlich und personell. 1815 lebten 15000 Einwohner in Münster; 1870 waren es 25000 und 1914 schon 100000. 1875 und 1903 wuchs Münster durch Eingemeindungen. Die Stadt entwickelte sich nicht zu einem Industriestandort, sie behielt ihren Charakter als Verwaltungs- und Behördenstadt. Daneben hatte sie eine Bedeutung als Garnison; in der Stadt gab es mehrere Kasernen, die allmählich an den Stadtrand verlegt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg===&lt;br /&gt;
Mit Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft wurde Münster, als Provinzialhauptstadt schon zuvor ein bedeutendes Verwaltungszentrum, auch wesentlicher Schwerpunkt der NS-Administration. Während die überwiegend katholische Bevölkerung zumindest eine gewisse Distanz zur NS-Ideologie und -Herrschaftspraxis wahrte, vollzog sich auf Verwaltungsebene ein tiefgreifender Paradigmenwechsel.&lt;br /&gt;
Die von den Nationalsozialisten unmittelbar nach der Machtergreifung einsetzende Aufrüstung der Reichswehr führte nicht nur zu einer verstärkten Stationierung von Militär, sondern auch zur Einrichtung neuer Kommandobehörden und Dienststellen. Kasernen, Dienstgebäude und Lager wurden neu eingerichtet. Die Tatsache, dass Münster zur Zeit des Nationalsozialismus nicht nur den Sitz des Generalkommandos eines Armeekorps und des Wehrkreiskommandos VI beherbergte, sondern dass hier auch ein Luftkreiskommando bzw. später ein [[Luftgaukommando]] eingerichtet wurde, zeigt die militärische Bedeutung der Stadt zwischen 1933 und 1945.&lt;br /&gt;
In der heute als Gedenk- und Forschungsstätte eingerichteten [[Villa ten Hompel]] am [[Kaiser-Wilhelm-Ring]] 27 hatte der Befehlhaber der Ordnungspolizei für den Wehrkreis VI den Oberbefehl über eine 200.000 Mann starke Polizeigruppe, die nicht nur bis dato reguläre Polizeifunktionen übernahm, sondern auch Wachmannschaften und Transportbegleitungen für die Deportationszüge in die Konzentrations- und Vernichtungslager stellte. Zudem waren Ordnungspolizisten massiv an Massakern osteuropäischer Juden beteiligt.   &lt;br /&gt;
Die jüdische Bevölkerung sah sich auch in Münster massiver Verfolgung ausgesetzt. Von den 1933 immerhin 484 Mitgliedern der jüdischen Gemeinde fanden bis 1939 rund 280 Zuflucht in anderen Ländern. Die restlichen 200 Juden wurden, sofern sie nicht untergetaucht waren, zwischen Dezember 1941 und Juli 1942 nach Riga, Warschau und Theresienstadt deportiert.&lt;br /&gt;
Während des  [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurde Münster das Ziel von insgesamt 102 Bombenangriffen, die rund 1300 Menschenleben forderten und 92 Prozent der historischen Altstadt zerstörten. Doch auch die Wohn- und Außenbereiche der Stadt waren vom allierten Bombenhagel betroffen: 62,7 Prozent der Wohnungen waren zerstört oder unbewohnbar geworden. Während Münster in bezug auf die Bombenopfer noch vergleichsweise glimpflich davongekommen war, lag es nach Aachen und Köln nordrheinwestfalenweit auf Platz 3 der zerstörten Städte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Die Nachkriegsgeschichte===&lt;br /&gt;
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die zerstörte Innenstadt behutsam wieder aufgebaut. Man hielt&lt;br /&gt;
weitgehend an dem alten Straßennetz und der Grundstücksverteilung fest. Das Ergebnis war ein&lt;br /&gt;
Erhalt des Stadtbildes und des historischen Gesamteindrucks der Stadt.&lt;br /&gt;
Mit der Gründung des Landes Nordrhein-Westfalen (1949) verlor Münster seine Bedeutung als&lt;br /&gt;
Provinzhauptstadt.&lt;br /&gt;
1975 vergrößerte sich die Stadt erneut durch Eingemeindungen im Zuge der Gebietsreformen der&lt;br /&gt;
kommunalen Neugliederung.&lt;br /&gt;
Heute besitzt Münster ca. 273.000 Einwohner auf einer Fläche von 302 km2 und hat einen&lt;br /&gt;
Einzugsbereich mit etwa 1,2 Mio. Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Musikgeschichte==&lt;br /&gt;
Münster hat [[Musikgeschichte]] geschrieben: [[1965]] gastierten die [[Rolling Stones]], damals die &amp;quot;härteste Rockband der Welt&amp;quot;, zu ihrem ersten Konzert ihrer ersten Deutschlandtournee in Münster.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Wolfgang_Borchert_Theater&amp;diff=2699</id>
		<title>Wolfgang Borchert Theater</title>
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		<updated>2006-01-16T18:33:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Wolfgang-Bochert-Theater, 1956 gegründet, ist eines der ältesten Privattheater Deutschlands. Nach verschiedenen Stationen hat es im Jahr 1999/2000 seine jetzige Spielstätte am [[Hafenweg]] gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[http://www.wolfgang-borchert-theater.de Wolfgang-Borchert-Theater]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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		<updated>2006-01-16T18:28:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: /* Der Hafen heute */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Geschichte des Hafens ==&lt;br /&gt;
Der Bau des [[Dortmund-Ems-Kanal]]s in den 1890er Jahren ermöglichte der Stadt Münster gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Anschluss an den nationalen wie internationalen Schiffsverkehr. Um von der zu erwartenden Aufwärtsentwicklung zu profitieren, entschlossen sich die Stadtväter, auf eigene Kosten einen Binnenhafen zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Standort entschieden sie sich für eine Freifläche im Süd-Osten der Stadt, die sich wegen ihrer unmittelbaren Nähe zum [[Hauptbahnhof]], zu den Güterbahnhöfen der Staats- und Landeseisenbahn, des städtischen Gaswerkes (auf dem Gelände der heutigen [[Halle Münsterland]]) und einiger Kohlehandlungen anbot. Die Doppelhafenbecken wurde in den Jahren 1896 und 1897 ausgehoben und im Dezember [[1898]] noch vor dem Dortmunder Hafen eröffnet. Parallel dazu entstand in privater Trägerschaft der &amp;quot;Petershafen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kosten in Höhe von zwei Millionen Mark rechneten sich für die Stadt schnell. Der Hafen glich die geographisch recht ungünstige Lage der Stadt Münster aus und führte zur wenn auch vergleichsweise späten Ansiedlung von Industriebetrieben und größeren Handelsunternehmen in der bisher vor allem von der Verwaltung geprägten Provinzialhauptstadt. Der Handel mit Land- und Forstwirtschaftsprodukten sowie mit Baustoffen erhielt wachsende Bedeutung. Zwischen 1899 und 1914 vervierfachte sich der Warenumschlag. 1923 wurde der Hafen wegen der Besetzung des Ruhrgebietes kurzfristig zum deutschen Tor zum Industriegebiet. 1961 verzeichnete der Hafen mit 1,72 Millionen Tonnen nach dem Zweiten Weltkrieg noch einmal einen Rekordumschlag. Danach ging seine Bedeutung als Handelsplatz mehr und mehr zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich der Hafen auch die Handelsfunktionen der Stadt förderte; zu einer Ansiedlung von Industriebetrieben führte er nur in zweiter Linie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Hafen heute ==&lt;br /&gt;
[[bild:Hafenspeichergebaeude.jpg|thumb|150px|right|Umgenutzte Speicher am Hafen]]&lt;br /&gt;
Das Hafengebiet erfährt seit den 1990er Jahren eine tiefgreifende Umnutzung. Viele ehemalige Lagerhallen, direkt am Hafenbecken gelegen, werden inzwischen gastronomisch als Clubs, Kneipen oder Restaurants genutzt. Nicht zuletzt dadurch hat sich der Hafen gerade im Sommer als neues Ausflugsziel der Münsteraner etabliert. Die Stadtwerke  präsentieren sich hier mit einem imposanten Neubau. Und auch auf kulturell-kreativem Gebiet hat der Hafen inzwischen einiges zu bieten: Ateliers, Kinos und das [[Wolfgang-Borchert-Theater]] machen es zu einem neuen, aufregenden, jungen Teil Münsters. Einmal im Jahr findet das dreitägige Hafenfest statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[http://www.ms-hafenfest.de Hafenfest Münster]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.kreativkai.de Kreativkai]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiffsverkehr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2006-01-16T18:10:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Nach meinen Informationen fand die Deportation erst am 13. Dezember 1941 statt. Deportiert wurden demnach 105 Juden, die zuvor zwei Tage lang im [[Gertrudenhof]] eingesperrt worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Dickej|Dickej]] 19:10, 16. Jan 2006 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Gertrudenhof''' war ein Lokal an der Ecke [[Warendorfer Straße]] und [[Kaiser-Wilhelm-Ring]]. Am 11. Dezember 1941 wurden 105 [[Juden]] aus Münster gemeinsam mit rund 300 weiteren Juden aus dem Münsterland verhaftet und im Saal des Getrudenhofes eingesperrt, bevor sie am Vormittag des 13. Dezember 1941 vom [[Güterbahnhof]] an der Hafenstraße aus ins Ghetto nach Riga transportiert wurden.&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Getrudenhof war ein Lokal an der Ecke [[Warendorfer Straße]] und [[Kaiser-Wilhelm-Ring]]. Am 11. Dezember 1941 wurden 105 [[Juden]] aus Münster gemeinsam mit rund 300 weiteren Juden aus dem Münsterland verhaftet und im Saal des Getrudenhofes eingesperrt, bevor sie am Vormittag des 13. Dezember 1941 vom [[Güterbahnhof]] an der Hafenstraße aus ins Ghetto nach Riga transportiert wurden.&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Lage ==&lt;br /&gt;
Der Hansaring liegt als einer von insgesamt zwölf Ringteilen zwischen [[Albersloher Weg]] und [[Wolbecker Straße]]. Im [[Hansaviertel]] gelegen, ist er beiderseits von drei- bis viergeschossigen Wohnhäusern sowie zahlreichen Gastronomie und Kultkneipen geprägt, was ihn, wie das [[Hansaviertel]] insgesamt, zu einem beliebten Wohnviertel vor allem für Studenten macht.&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: /* Geschichte des Hafens */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Geschichte des Hafens ==&lt;br /&gt;
Der Bau des [[Dortmund-Ems-Kanal]]s in den 1890er Jahren ermöglichte der Stadt Münster gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Anschluss an den nationalen wie internationalen Schiffsverkehr. Um von der zu erwartenden Aufwärtsentwicklung zu profitieren, entschlossen sich die Stadtväter, auf eigene Kosten einen Binnenhafen zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Standort entschieden sie sich für eine Freifläche im Süd-Osten der Stadt, die sich wegen ihrer unmittelbaren Nähe zum [[Hauptbahnhof]], zu den Güterbahnhöfen der Staats- und Landeseisenbahn, des städtischen Gaswerkes (auf dem Gelände der heutigen [[Halle Münsterland]]) und einiger Kohlehandlungen anbot. Die Doppelhafenbecken wurde in den Jahren 1896 und 1897 ausgehoben und im Dezember [[1898]] noch vor dem Dortmunder Hafen eröffnet. Parallel dazu entstand in privater Trägerschaft der &amp;quot;Petershafen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kosten in Höhe von zwei Millionen Mark rechneten sich für die Stadt schnell. Der Hafen glich die geographisch recht ungünstige Lage der Stadt Münster aus und führte zur wenn auch vergleichsweise späten Ansiedlung von Industriebetrieben und größeren Handelsunternehmen in der bisher vor allem von der Verwaltung geprägten Provinzialhauptstadt. Der Handel mit Land- und Forstwirtschaftsprodukten sowie mit Baustoffen erhielt wachsende Bedeutung. Zwischen 1899 und 1914 vervierfachte sich der Warenumschlag. 1923 wurde der Hafen wegen der Besetzung des Ruhrgebietes kurzfristig zum deutschen Tor zum Industriegebiet. 1961 verzeichnete der Hafen mit 1,72 Millionen Tonnen nach dem Zweiten Weltkrieg noch einmal einen Rekordumschlag. Danach ging seine Bedeutung als Handelsplatz mehr und mehr zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich der Hafen auch die Handelsfunktionen der Stadt förderte; zu einer Ansiedlung von Industriebetrieben führte er nur in zweiter Linie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Hafen heute ==&lt;br /&gt;
[[bild:Hafenspeichergebaeude.jpg|thumb|150px|right|Umgenutzte Speicher am Hafen]]&lt;br /&gt;
Das Hafengebiet erfährt seit den 1990er Jahren eine tiefgreifende Umnutzung. Viele ehemalige Lagerhallen, direkt am Hafenbecken gelegen, werden inzwischen gastronomisch als Clubs, Kneipen oder Restaurants genutzt. Nicht zuletzt dadurch hat sich der Hafen gerade im Sommer als neues Ausflugsziel der Münsteraner etabliert. Die Stadtwerke  präsentieren sich hier mit einem imposanten Neubau. Und auch auf kulturell-kreativem Gebiet hat der Hafen inzwischen einiges zu bieten: Ateliers, Kinos und das Borchert-Theater machen es zu einem neuen, aufregenden, jungen Teil Münsters. Einmal im Jahr findet das dreitägige Hafenfest statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[http://www.ms-hafenfest.de Hafenfest Münster]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.kreativkai.de Kreativkai]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiffsverkehr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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		<updated>2006-01-16T16:44:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: /* Geschichte des Hafens */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Geschichte des Hafens ==&lt;br /&gt;
Der Bau des [[Dortmund-Ems-Kanal]]s in den 1890er Jahren ermöglichte der Stadt Münster gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Anschluss an den nationalen wie internationalen Schiffsverkehr. Um von der zu erwartenden Aufwärtsentwicklung zu profitieren, entschlossen sich die Stadtväter, auf eigene Kosten einen Binnenhafen zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Standort entschieden sie sich für eine Freifläche im Süd-Osten der Stadt, die sich wegen ihrer unmittelbaren Nähe zum Hauptbahnhof, zu den Güterbahnhöfen der Staats- und Landeseisenbahn, des städtischen Gaswerkes (auf dem Gelände der heutigen [[Halle Münsterland]]) und einiger Kohlehandlungen anbot. Die Doppelhafenbecken wurde in den Jahren 1896 und 1897 ausgehoben und im Dezember [[1898]] noch vor dem Dortmunder Hafen eröffnet. Parallel dazu entstand in privater Trägerschaft der &amp;quot;Petershafen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kosten in Höhe von zwei Millionen Mark rechneten sich für die Stadt schnell. Der Hafen glich die geographisch recht ungünstige Lage der Stadt Münster aus und führte zur wenn auch vergleichsweise späten Ansiedlung von Industriebetrieben und größeren Handelsunternehmen in der bisher vor allem von der Verwaltung geprägten Provinzialhauptstadt. Der Handel mit Land- und Forstwirtschaftsprodukten sowie mit Baustoffen erhielt wachsende Bedeutung. Zwischen 1899 und 1914 vervierfachte sich der Warenumschlag. 1923 wurde der Hafen wegen der Besetzung des Ruhrgebietes kurzfristig zum deutschen Tor zum Industriegebiet. 1961 verzeichnete der Hafen mit 1,72 Millionen Tonnen nach dem Zweiten Weltkrieg noch einmal einen Rekordumschlag. Danach ging seine Bedeutung als Handelsplatz mehr und mehr zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich der Hafen auch die Handelsfunktionen der Stadt förderte; zu einer Ansiedlung von Industriebetrieben führte er nur in zweiter Linie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Hafen heute ==&lt;br /&gt;
[[bild:Hafenspeichergebaeude.jpg|thumb|150px|right|Umgenutzte Speicher am Hafen]]&lt;br /&gt;
Das Hafengebiet erfährt seit den 1990er Jahren eine tiefgreifende Umnutzung. Viele ehemalige Lagerhallen, direkt am Hafenbecken gelegen, werden inzwischen gastronomisch als Clubs, Kneipen oder Restaurants genutzt. Nicht zuletzt dadurch hat sich der Hafen gerade im Sommer als neues Ausflugsziel der Münsteraner etabliert. Die Stadtwerke  präsentieren sich hier mit einem imposanten Neubau. Und auch auf kulturell-kreativem Gebiet hat der Hafen inzwischen einiges zu bieten: Ateliers, Kinos und das Borchert-Theater machen es zu einem neuen, aufregenden, jungen Teil Münsters. Einmal im Jahr findet das dreitägige Hafenfest statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[http://www.ms-hafenfest.de Hafenfest Münster]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.kreativkai.de Kreativkai]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiffsverkehr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der '''Dortmund-Ems-Kanal''' ist das Verbindungsglied zwischen Rhein und Elbe beziehungsweise dem Ruhrgebiet und der Ostsee. Die 269 Kilometer lange und inzwischen für Schiffe mit bis zu 1350 Tonnen ausgebaute Verbindung wurde Ende des 19. Jahrhunderts unter der maßgeblichen Beteiligung von Fremdarbeitern gebaut. Durch den zeitgleich erfolgten Bau des  [[Hafen]]s sorgte er für einen wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt Münster.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: /* Geschichte des Hafens */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Geschichte des Hafens ==&lt;br /&gt;
Der Bau des [[Dortmund-Ems-Kanal]]s in den 1890er Jahren ermöglichte der Stadt Münster gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Anschluss an den nationalen wie internationalen Schiffsverkehr. Um von der zu erwartenden Aufwärtsentwicklung zu profitieren, entschlossen sich die Stadtväter, auf eigene Kosten einen Binnenhafen zu errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Standort entschieden sie sich für eine Freifläche im Süd-Osten der Stadt, die sich wegen ihrer unmittelbaren Nähe zum Hauptbahnhof, zu den Güterbahnhöfen der Staats- und Landeseisenbahn, des städtischen Gaswerkes und einiger Kohlehandlungen anbot. Die Doppelhafenbecken wurde in den Jahren 1896 und 1897 ausgehoben und im Dezember [[1898]] noch vor dem Dortmunder Hafen eröffnet. Parallel dazu entstand in privater Trägerschaft der &amp;quot;Petershafen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kosten in Höhe von zwei Millionen Mark rechneten sich für die Stadt schnell. Der Hafen glich die geographisch recht ungünstige Lage der Stadt Münster aus und führte zur wenn auch vergleichsweise späten Ansiedlung von Industriebetrieben und größeren Handelsunternehmen in der bisher vor allem von der Verwaltung geprägten Provinzialhauptstadt. Der Handel mit Land- und Forstwirtschaftsprodukten sowie mit Baustoffen erhielt wachsende Bedeutung. Zwischen 1899 und 1914 vervierfachte sich der Warenumschlag. 1923 wurde der Hafen wegen der Besetzung des Ruhrgebietes kurzfristig zum deutschen Tor zum Industriegebiet. 1961 verzeichnete der Hafen mit 1,72 Millionen Tonnen nach dem Zweiten Weltkrieg noch einmal einen Rekordumschlag. Danach ging seine Bedeutung als Handelsplatz mehr und mehr zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenngleich der Hafen auch die Handelsfunktionen der Stadt förderte; zu einer Ansiedlung von Industriebetrieben führte er nur in zweiter Linie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Hafen heute ==&lt;br /&gt;
Das Hafengebiet erfährt seit den 1990er Jahren eine tiefgreifende Umnutzung. Viele ehemalige Lagerhallen, direkt am Hafenbecken gelegen, werden inzwischen gastronomisch als Clubs, Kneipen oder Restaurants genutzt. Nicht zuletzt dadurch hat sich der Hafen gerade im Sommer als neues Ausflugsziel der Münsteraner etabliert. Die Stadtwerke  präsentieren sich hier mit einem imposanten Neubau. Und auch auf kulturell-kreativem Gebiet hat der Hafen inzwischen einiges zu bieten: Ateliers, Kinos und das Brecht-Theater machen es zu einem neuen, aufregenden, jungen Teil Münsters. Einmal im Jahr findet das dreitägige Hafenfest statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
[http://www.ms-hafenfest.de Hafenfest Münster]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiffsverkehr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2006-01-08T18:05:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dickej: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das Hansaviertel, auch Hafen-Neustadt oder Hafenviertel genannt, ist das Gebiet zwischen [[Hauptbahnhof]] und [[Hafen]]. Weit hinausragendes Wahrzeichen ist der Schornstein des Wärmekraftwerks der Stadtwerke. Das Hansaviertel gehört zum Stadtbezirk Mitte.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dickej</name></author>
		
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