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	<title>MünsterWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Send&amp;diff=7296</id>
		<title>Send</title>
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		<updated>2007-04-11T19:00:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bärbel Elstrodt: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Volksfest auf dem [[Hindenburgplatz]] vor dem [[Schloss]] im Frühjahr, Sommer und Herbst, das sich eigentlich nur durch die Tageslänge, - immer Freitagabends gibt es ein großes Feuerwerk - im Frühjahr und im Herbst beginnt es ca. 21 Uhr, beim Sommersend ca. 22.30 Uhr -, und die Regenmengen voneinander unterscheidet. Ältere Münsteraner, so ab etwa 6 Jahren, können mit verbundenen Augen die Attraktionen auf Rummelplatz und [[Potmarkt]] ansteuern. Der Billigblumen-Jan steht immer links am Eingang gegenüber der [[Frauenstraße]], das Riesenrad ist vis-a-vis des [[Amtsgericht|Amtsgerichts]] zu besteigen und den leckersten [[Backfisch]] gibt es am [[Promenade|Promenadengang]] auf Höhe des [[Asta|Asta-Häuschens]]. Daher lieben die Münsteraner ihren Send.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Send entstand im Mittelalter rund um die Termine, an denen Gericht gehalten wurde. Dies wird noch heute dadurch veranschaulicht, dass während der Sendzeit das sog. &amp;quot;Sendschwert&amp;quot; am Rathaus ausgehängt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort Send stammt von dem Wort &amp;quot;Synode&amp;quot; ab. Beispielsweise lautet mit derselben Herkunft das polnische Wort für Gericht (&amp;quot;sąd&amp;quot;, ungefähr ausgesprochen: songd) sehr ähnlich zu unserem deutschen Wort &amp;quot;Send&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
Informatives zu Geschichte, Herkunft und den aktuellen Terminen gibt es im [http://www.muenster.de/stadt/send/index.html Publikom.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volksfest]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Bärbel Elstrodt</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Rieselfelder&amp;diff=7294</id>
		<title>Rieselfelder</title>
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		<updated>2007-04-11T18:47:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bärbel Elstrodt: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Von der Kloake zum Naturschutzgebiet: In den '''Rieselfeldern Münster''' zwischen [[Coerde]], [[Gelmer]] und [[Gimbte]] kann man heute Natur erleben, verstehen und schützen. Von 1900 bis 1976 wurden auf der Fläche die Abwässer der Stadt Münster &amp;quot;verrieselt&amp;quot;. Zu Erlebnissen besonderer Art lädt seit den 70er Jahren die [[Biologische Station&amp;quot;Rieselfelder Münster&amp;quot;|Biologische Station]] in das Naturschutz- und Naturerlebnisgebiet der Rieselfelder Münster ein. Im Europareservat für Wasser- und Watvögel bietet sie Vorträge, Führungen und Fahrradtouren an und wendet sich mit speziellen Exkursionen auch an Kinder. Im gut ausgebauten Wegesystem, auf den Beobachtungskanzeln und auf dem Naturlehrpfad soll bei den Besuchern durch Entdecken und Beobachten die Freude an der Natur geweckt und das Umweltbewusstsein entwickelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Rieselfelder als Kläranlage==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;quot;Amts=Blatt&amp;quot; der Königlichen Regierung zu Münster wurde am 27. September 1900 ein &amp;quot;Allerhöchster Erlaß&amp;quot; Seiner Majestät bekannt gegeben, der es der Stadtgemeinde Münster erlaubte, für die Anlage der Rieselfelder in der &amp;quot;Cör- und Gelmerheide&amp;quot; notwendiges Grundeigentum aus Privatbesitz zu enteignen oder mit einer dauernden Beschränkung zu belasten. Und so wurde vor gut einhundert Jahren ein Gelände von 722 Hektar Größe erworben, um dort die Abwässer der Stadt zu verrieseln. Die Wahl war auf das Heidegebiet nördlich von Münster gefallen, ein ehemaliges Eichen-Hainbuchen-Gebiet, das durch Rodung, Beweidung und Abplaggen zu einem unfruchtbaren Landstrich geworden war. Dieses Gelände mit seinen bis zu zwei Meter mächtigen Sandschichten eignete sich aber gut zum Filtern von Schmutzwasser, und so nahm es über 70 Jahre lang die Abwässer der Stadt auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Pumpwerk an der Gartenstraße (im &amp;quot;[[Theater im Pumpenhaus|Pumpenhaus]]&amp;quot; wird heute Theater gespielt) presste das Abwasser durch eine Rohrleitung stadtauswärts in Klärteiche. Von dort aus brachte ein netzartig ausgebautes Zuleitungssystem  das von den gröbsten Schlamm- und Sinkstoffen befreite Wasser zu den Rieselfeldern, wo ein Teil verdunstete und der Rest allmählich im Boden versickerte. Im Untergrund liegende poröse Tonröhrenstränge leiteten schließlich das gereinigte Schmutzwasser den beiden Flüssen [[Aa]] und [[Ems]] zu.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Anfangs wurden viele Felder, wenn sie nicht überstaut waren, als Grünland und Ackerfläche genutzt. Der sich absetzende Schlamm machte die Sandböden wieder fruchtbar, so dass zusätzliche Düngung nicht erforderlich war. Doch die landwirtschaftliche Nutzung wurde aus hygienischen Gründen nach und nach eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit steigender Einwohnerzahl und Einführung der zentralen Wasserversorgung nahmen die Abwässer der Stadt zu, die Fläche der Rieselfelder vergrößerte sich von Jahr zu Jahr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neue Heimat für Wasser- und Watvögel==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel dazu war auf den Wasserflächen eine stetig wachsende Zahl von Vögeln zu beobachten. Besonders im Frühling und im Herbst wurden die Rieselfelder von vielen Wasser- und Watvögeln aufgesucht, die auf ihrem Weg zwischen Brutgebiet und Winterquartier auf Rastplätze mit Flachwasser angewiesen sind. Die Tiere suchten neue Lebensräume, nachdem die Moore in Niedersachsen und an der holländischen Grenze trockengelegt, viele Feuchtwiesen in Ackerland umgewandelt und eine große Zahl von Flüssen begradigt worden waren. Das nährstoffreiche Wasser der Rieselfelder und die geringe Wassertiefe machten das Gelände zu einem idealen Rast- und Mauserplatz; zusätzlich bot der Verlandungsgürtel für viele Vogelarten ungestörte Nistmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur wissenschaftlichen Erforschung der Vogelwelt wurde schon vor 30 Jahren eine Biologische Station eingerichtet, erste Bemühungen und Untersuchungen zum Naturschutz der Rieselfelder nahmen ihren Anfang. 1971 wurde die Biologische Station Außenstelle der Vogelwarte Helgoland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typisch für die Rieselfelder sind Watvögel, deren lange, dünne Schnäbel sich besonders für die Nahrungssuche im schlammigen flachen Wasser eignen. Für sie ist das Reservat Rastplatz  auf dem Wege vom Brutgebiet im nördlichen Eurasien zum Winterquartier in Afrika; so wechseln hier zum Beispiel die Kampfläufer einen Teil ihres Federkleides und stärken sich für den Weiterflug. Gäste der Rieselfelder sind auch Grünschenkel, Bekassinen und Uferschnepfen, Möwen, Rallen und Greifvögel. Etliche Vögel, so Enten, Kiebitze, Rotschenkel und Flussregenpfeifer, brüten hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beringung der Vögel ist ein besonderes Projekt der Biologischen Station. Das Hauptinteresse gilt dabei den Bekassinen, aber auch die Wiederkehrrate und die Lebensräume von Krickenten und Zwergschnepfen werden genauer erfasst. So sammeln Ornithologen durch weltweite Zusammenarbeit Daten über das Vorkommen einzelner Arten, über Zugwege, Winterquartiere, Brutstätten und Rastplätze. Für die Beringungsaktionen werden Uferreusen benutzt, die wie ein Labyrinth gestaltet sind. Durch Eingänge finden die Vögel  hinein und können weiter auf Futtersuche gehen, aber sie finden nicht wieder hinaus und können deshalb gut &amp;quot;erfasst&amp;quot; werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Von der Kloake zum Naturschutzgebiet==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1975 machte der Bau einer Großkläranlage die Rieselfelder als Abwasserentsorger überflüssig, wenig später wurden nur noch zehn Prozent der Fläche bewässert. Große Teile der Felder verlandeten und der Vogelbestand ging merklich zurück. Die Stadt plante auf dem Gelände ein Industrie- und Gewerbegebiet, doch die Ornithologen der Biologischen Station und eine Bürgerinitiative kämpften in den folgenden Jahren erfolgreich gegen eine naturschutzfremde Nutzung der Rieselfelder. &lt;br /&gt;
             &lt;br /&gt;
Mit Unterstützung zahlreicher Naturschutzorganisationen wurde 1976 ein Vertrag zwischen der Stadt Münster und dem Land Nordrhein-Westfalen geschlossen, der die Rieselfelder für 20 Jahre unter Schutz stellte. Sofort begann man mit der Wiederherrichtung der Wasserflächen, dem Ausbau des Zuleitungssystems und der Reparatur und Neuanlage notwendiger Dämme. Noch im gleichen Jahr erhielten die Rieselfelder das Prädikat &amp;quot;Europareservat&amp;quot; und wurden 1983 als &amp;quot;Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung&amp;quot; anerkannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Fortbestand der Rieselfelder Münster schrieb ein weiterer Vertrag Ende der 90-er Jahre fest. Heute ähnelt das Areal einer großen Seenplatte mit mehr als 130 Einzelteichen, es setzt sich zusammen aus einem Naturschutzgebiet im Norden und einem sich südöstlich anschließenden Naturerlebnisgebiet. Bei der Erhaltung dieses Biotops geht es um die Pflege eines wichtigen Rast- und Brutgebietes für Wat- und Wasservögel, aber auch um ein neues Konzept, das sich nicht nur dem herkömmlichen, ausschließlich konservierenden Naturschutz verschreibt, sondern darüber hinaus neue Wege in der Naturschutzarbeit sucht. Zum Aufgabenbereich der Mitarbeiter in der Biologischen Station gehören die Forschungsarbeit in der Ornithologie, Wasseruntersuchungen, Untersuchungen über das Vorkommen potentieller Nahrungstiere, Betreuung von Gastforschern, Reservatgestaltung und Öffentlichkeitsarbeit, besonders im Hinblick auf Naturschutzprobleme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.rieselfelder-muenster.de www.rieselfelder-muenster.de] - der Internetauftritt der Biologischen Station Rieselfelder Münster&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Bärbel Elstrodt</name></author>
		
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		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Rieselfelder&amp;diff=7293</id>
		<title>Rieselfelder</title>
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		<updated>2007-04-11T18:37:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bärbel Elstrodt: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Von der Kloake zum Naturschutzgebiet: In den &amp;quot;Rieselfeldern Münster&amp;quot; zwischen Coerde und Gelmer kann man heute Natur erleben, verstehen und schützen. Von 1900 bis 1976 wurden auf der Fläche die Abwässer der Stadt Münster &amp;quot;verrieselt&amp;quot;.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Erlebnissen besonderer Art lädt die Biologische Station in das Naturschutz- und Naturerlebnisgebiet der Rieselfelder Münster ein. Im Europareservat für Wasser- und Watvögel bietet sie Vorträge, Führungen und Fahrradtouren an und wendet sich mit speziellen Exkursionen auch an Kinder. Im gut ausgebauten Wegesystem, auf den Beobachtungskanzeln und auf dem Naturlehrpfad soll bei den Besuchern durch Entdecken und Beobachten die Freude an der Natur geweckt und das Umweltbewußtsein entwickelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Rieselfelder als Kläranlage==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;quot;Amts=Blatt&amp;quot; der Königlichen Regierung zu Münster wurde am 27. September 1900 ein &amp;quot;Allerhöchster Erlaß&amp;quot; Seiner Majestät bekannt gegeben, der es der Stadtgemeinde Münster erlaubte, für die Anlage der Rieselfelder in der &amp;quot;Cör- und Gelmerheide&amp;quot; notwendiges Grundeigentum aus Privatbesitz zu enteignen oder mit einer dauernden Beschränkung zu belasten. Und so wurde vor gut einhundert Jahren ein Gelände von 722 Hektar Größe erworben, um dort die Abwässer der Stadt zu verrieseln. Die Wahl war auf das Heidegebiet nördlich von Münster gefallen, ein ehemaliges Eichen-Hainbuchen-Gebiet, das durch Rodung, Beweidung und Abplaggen zu einem unfruchtbaren Landstrich geworden war. Dieses Gelände mit seinen bis zu zwei Meter mächtigen Sandschichten eignete sich aber gut zum Filtern von Schmutzwasser, und so nahm es über 70 Jahre lang die Abwässer der Stadt auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Pumpwerk an der Gartenstraße (in dem Haus wird heute Theater gespielt) presste das Abwasser durch eine Rohrleitung stadtauswärts in Klärteiche. Von dort aus brachte ein netzartig ausgebautes Zuleitungssystem  das von den gröbsten Schlamm- und Sinkstoffen befreite Wasser zu den Rieselfeldern, wo ein Teil verdunstete und der Rest allmählich im Boden versickerte. Im Untergrund liegende poröse Tonröhrenstränge leiteten schließlich das gereinigte Schmutzwasser den beiden Flüssen Aa und Ems zu.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Anfangs wurden viele Felder, wenn sie nicht überstaut waren, als Grünland und Ackerfläche genutzt. Der sich absetzende Schlamm machte die Sandböden wieder fruchtbar, so dass zusätzliche Düngung nicht erforderlich war. Doch die landwirtschaftliche Nutzung wurde aus hygienischen Gründen nach und nach eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit steigender Einwohnerzahl und Einführung der zentralen Wasserversorgung nahmen die Abwässer der Stadt zu, die Fläche der Rieselfelder vergrößerte sich von Jahr zu Jahr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Neue Heimat für Wasser- und Watvögel==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel dazu war auf den Wasserflächen eine stetig wachsende Zahl von Vögeln zu beobachten. Besonders im Frühling und im Herbst wurden die Rieselfelder von vielen Wasser- und Watvögeln aufgesucht, die auf ihrem Weg zwischen Brutgebiet und Winterquartier auf Rastplätze mit Flachwasser angewiesen sind. Die Tiere suchten neue Lebensräume, nachdem die Moore in Niedersachsen und an der holländischen Grenze trockengelegt, viele Feuchtwiesen in Ackerland umgewandelt und eine große Zahl von Flüssen begradigt worden waren. Das nährstoffreiche Wasser der Rieselfelder und die geringe Wassertiefe machten das Gelände zu einem idealen Rast- und Mauserplatz; zusätzlich bot der Verlandungsgürtel für viele Vogelarten ungestörte Nistmöglichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur wissenschaftlichen Erforschung der Vogelwelt wurde schon vor 30 Jahren eine Biologische Station eingerichtet, erste Bemühungen und Untersuchungen zum Naturschutz der Rieselfelder nahmen ihren Anfang. 1971 wurde die Biologische Station Außenstelle der Vogelwarte Helgoland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typisch für die Rieselfelder sind Watvögel, deren lange, dünne Schnäbel sich besonders für die Nahrungssuche im schlammigen flachen Wasser eignen. Für sie ist das Reservat Rastplatz  auf dem Wege vom Brutgebiet im nördlichen Eurasien zum Winterquartier in Afrika; so wechseln hier zum Beispiel die Kampfläufer einen Teil ihres Federkleides und stärken sich für den Weiterflug. Gäste der Rieselfelder sind auch Grünschenkel, Bekassinen und Uferschnepfen, Möwen, Rallen und Greifvögel. Etliche Vögel, so Enten, Kiebitze, Rotschenkel und Flussregenpfeifer, brüten hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beringung der Vögel ist ein besonderes Projekt der Biologischen Station. Das Hauptinteresse gilt dabei den Bekassinen, aber auch die Wiederkehrrate und die Lebensräume von Krickenten und Zwergschnepfen werden genauer erfasst. So sammeln Ornithologen durch weltweite Zusammenarbeit Daten über das Vorkommen einzelner Arten, über Zugwege, Winterquartiere, Brutstätten und Rastplätze. Für die Beringungsaktionen werden Uferreusen benutzt, die wie ein Labyrinth gestaltet sind. Durch Eingänge finden die Vögel  hinein und können weiter auf Futtersuche gehen, aber sie finden nicht wieder hinaus und können deshalb gut &amp;quot;erfasst&amp;quot; werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Von der Kloake zum Naturschutzgebiet==&lt;br /&gt;
Im Jahre 1975 machte der Bau einer Großkläranlage die Rieselfelder als Abwasserentsorger überflüssig, wenig später wurden nur noch zehn Prozent der Fläche bewässert. Große Teile der Felder verlandeten und der Vogelbestand ging merklich zurück. Die Stadt plante auf dem Gelände ein Industrie- und Gewerbegebiet, doch die Ornithologen der Biologischen Station und eine Bürgerinitiative kämpften in den folgenden Jahren erfolgreich gegen eine naturschutzfremde Nutzung der Rieselfelder. &lt;br /&gt;
             &lt;br /&gt;
Mit Unterstützung zahlreicher Naturschutzorganisationen wurde 1976 ein Vertrag zwischen der Stadt Münster und dem Land Nordrhein-Westfalen geschlossen, der die Rieselfelder für 20 Jahre unter Schutz stellte. Sofort begann man mit der Wiederherrichtung der Wasserflächen, dem Ausbau des Zuleitungssystems und der Reparatur und Neuanlage notwendiger Dämme. Noch im gleichen Jahr erhielten die Rieselfelder das Prädikat &amp;quot;Europareservat&amp;quot; und wurden 1983 als &amp;quot;Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung&amp;quot; anerkannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Fortbestand der Rieselfelder Münster schrieb ein weiterer Vertrag Ende der 90-er Jahre fest. Heute ähnelt das Areal einer großen Seenplatte mit mehr als 130 Einzelteichen, es setzt sich zusammen aus einem Naturschutzgebiet im Norden und einem sich südöstlich anschließenden Naturerlebnisgebiet. Bei der Erhaltung dieses Biotops geht es um die Pflege eines wichtigen Rast- und Brutgebietes für Wat- und Wasservögel, aber auch um ein neues Konzept, das sich nicht nur dem herkömmlichen, ausschließlich konservierenden Naturschutz verschreibt, sondern darüber hinaus neue Wege in der Naturschutzarbeit sucht. Zum Aufgabenbereich der Mitarbeiter in der Biologischen Station gehören die Forschungsarbeit in der Ornithologie, Wasseruntersuchungen, Untersuchungen über das Vorkommen potentieller Nahrungstiere, Betreuung von Gastforschern, Reservatgestaltung und Öffentlichkeitsarbeit, besonders im Hinblick auf Naturschutzprobleme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.rieselfelder-muenster.de www.rieselfelder-muenster.de] - der Internetauftritt der Biologischen Station Rieselfelder Münster&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Bärbel Elstrodt</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://muensterwiki.de/index.php?title=Biologische_Station%22Rieselfelder_M%C3%BCnster%22&amp;diff=7290</id>
		<title>Biologische Station&quot;Rieselfelder Münster&quot;</title>
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		<updated>2007-04-11T18:13:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bärbel Elstrodt: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;===Allgemeines===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Biologische Station &amp;quot;[[Rieselfelder|Rieselfelder Münster]]&amp;quot;''' betreut ein 450 ha großes Paradies für Enten, Gänse und seltene Watvögel vor den Toren Münsters.Dieses Gebiet hat sich von der städtischen Abwasserkloake zu einem der bedeutendsten Rast- und Mauserplätzen für Wasser- und Watvögel im  mitteleuropäischen Binnenland entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Praktischer Umweltschutz===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rieselfelder sind ein Lebensraum aus zweiter Hand. Damit das Gebiet für die Vögel attraktiv bleibt, ist viel Pflegearbeit notwendig. Als unabhängige projektgeförderte Einrichtung bietet die Biologische Station neben den ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern auch Zivildienstleistenden, FÖJ'lern und PraktikantInnen ein vielfältiges Tätigkeitsfeld. Auch für die fast täglichen Bestandserhebungen der Vogelwelt ist ehrenamtliche Hilfe immer gerne gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Angebote===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünf Rundwanderwege mit Beobachtungshütten und Schautafeln führen Spaziergänger und Radler zu den interessantesten Punkten.&lt;br /&gt;
Auf jährlich rund 200 Führungen und speziellen Veranstaltungen bietet die '''Biologische Station''' allen Besuchern die Möglichkeit, ihre Sinne für ein echtes Naturerlebnis zu schärfen und somit ein gesundes Umweltbewußtsein zu entwickeln.&lt;br /&gt;
Speziell für jungere Besucher wurde im Aussenbereich ein Naturlehrpfad angelegt, der einen Einblick in die unterschiedlichen Reservatslebensräume und ihre ökologischen Zusammenhänge ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Besucherzentrum &amp;quot;Rieselfeldhof&amp;quot;===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mitarbeiter der Biologischen Station, die sich um die Pflege der Rieselfelder kümmern, präsentieren den Besuchern auch eine umfassende Ausstellung zur Geschichte des Gebiets und zu seiner Wandlung vom Abwasserreinigungs- zum Vogelschutzgebiet.&lt;br /&gt;
Eingerichtet wurde dieses Besucherzentrum im ehemaligen &amp;quot;Rieselfeldhof&amp;quot;. Der Umbau des ehemaligen Stalls zu einem Seminar-und Tagungsraum für Öffentlichkeits- und Umweltbildung steht kurz vor dem Abschluss.&lt;br /&gt;
Die Ausstellung ist samstags und sonntags jeweils von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gastwirtschaft &amp;quot;Heidekrug&amp;quot;===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der wiedereröffneten Gastwirtschaft &amp;quot;Heidekrug&amp;quot; haben Besucher die Möglichkeit den Aufenthalt in den Rieselfeldern bei Kaffee und Kuchen oder einem kleinem Imbiss zu beschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kontakt===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Biologische Station &amp;quot;Rieselfelder Münster&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Coermühle 181&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
48157 Münster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fon: 0251 - 16 17 60&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fax: 0251 - 16 17 63&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürozeiten: Mo - Fr, 8 Uhr - 17 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mail: info@rieselfelder-muenster.de &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Umwelt- und Naturschutz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Verein]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Bildung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Weblink===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.rieselfelder-muenster.de www.rieselfelder-muenster.de]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Bärbel Elstrodt</name></author>
		
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