Roger Trash

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Roger Trash (eigentlich Roger Dewald) (* 29. Mai 1959 in Diepholz, † 31. August 2011 in Münster) war ein deutscher Rockmusiker und Buchautor aus Münster (Westfalen).

Inhaltsverzeichnis

Leben

Seit 1976 Rockmusiker. 1977 die ersten Tourneen mit der Jazz-Rock Gruppe Pablo und der Popgruppe Los Cassettis sowie sein erstes eigenes Projekt: The Visitors. Zahlreiche Produktionen für den WDR, dann weitere Tourneen als Bassist von Peter Burschs Bröselmaschine. 1985 kommt sein Sohn Joshua zur Welt. Trash komponiert und textet nun selbst, 1989 erscheint das erste Soloalbum Struggle, mit seiner Rock-n-Roll-Band The Wild Lovers ist er ständig auf Tour, es folgen vier weitere CD-Produktionen, die den charismatischen Sänger auch bundesweit bekannt machen.

1996 dann Boxenstopp, nach 1.500 Konzerten endet die Rock-n-Roll-Odyssee auf der Reeperbahn. Die Batterien sind leer, die Plattenverträge futsch. Das jahrelange Vagabundenleben fordert seinen Tribut. Es gilt, die letzten Reste von Energie und Ambition zu bewahren. 1997 erscheint sein erstes deutschsprachiges Album Rohstoff und findet überregionale Resonanz. Sony platziert seinen Kneipenstar auf der CD The Best of deutsche Comedy, plötzlich landet er neben Mario Barth, Helge Schneider und Johann König auf Comedy-Festivals.

1998 erscheint seine erstes Buch Traumjob...Bekenntnisse eines Rock’n’Rollers, die Startauflage von 1.500 Exemplaren ist sofort vergriffen. Es folgen Hunderte von Lesungen in Literaturcafés, Gefängnissen und Lounge-Bars. 2000 dann sein zweites Werk, Der Erlebnismillionär, Kurzgeschichten, Gedichte und andere `Abenteuer aus der Nothaltebucht`. Trash arbeitet fortan auch als Rezitator und Sprecher, unter anderem im Kinderhörspiel Point Widmark.

Er schreibt Beiträge für Zeitschriften, CD-Kritiken oder äußert sich ungefragt zum Zeitgeschehen. Es folgt Schaulaufen mit der Prominenz: Trash darf Bruce Springsteen in Leipzig die Hände schütteln, mit Ginger Baker trinken, Wim Wenders interviewen, mit Domenica tratschen, mit Herman Brood Fußball spielen und mit Helge Schneider jammen. 2003 erscheint sein Hörbuch spät geworden gestern. Seitdem ist er erfolgreich als Solokünstler unterwegs, als Interpret der Liaison d'amour einer Rio Reiser-Songrevue oder Rezitator, der aus Werken von Johnny Cash, Charles Bukowski und Wolf Wondratschek liest.

Im April 2007 spielt er in einer Theaterproduktion den sozialistischen Cowboy Dean Reed; der Ausflug auf die andere Bühne bleibt eine Episode - gleichwohl eine wichtige. Anfang November 2009 erscheint sein drittes deutschsprachiges Album "Liebe & Desaster".

Trash erkrankte 2009 an akuter Leukämie und verstarb im Alter von 52 Jahren am 31. August 2011 in Münster.

Diskografie

  • Struggle (englisch) - 1991
  • Learning to Smile (englisch) - 1993
  • Montgomery (englisch) - 1995
  • Rohstoff (deutsch) - 1997
  • Sehr Witzig! - Best of deutsche Comedy (Sony) - 1998
  • ferngeliebt (deutsch) - 2007
  • Liebe & Desaster (deutsch) - 2009

Bücher

Weblinks

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Roger Trash aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Der Wikipediaartikel steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.