Pängelanton

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Der Pängelanton, eine Tender-Dampflokomotive aus dem Jahr 1902, steht als Denkmal in Gremmendorf im Winkel zwischen Albersloher Weg und Erbdrostenweg, gleich beim Eisenbahnmuseum. Das typische „Pängeln“ – Läuten – der Lokomotiven an den Bahnübergängen gab der hier seit 1903 fahrenden Westfälischen Landes-Eisenbahn (WLE)WP ihren volkstümlichen Namen, nicht nur in Münster.

Idee, Erwerb und Aufstellung

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Karnevalsgesellschaft Pängelanton 1932 e. V. regte deren damaliger Präsident, Franz-Josef Göckede, den Erwerb einer Dampflokomotive für einen Spielplatz an. Schließlich gelangte man durch die Vermittlung Theo Breiders, der bei der WLE gearbeitet hatte, in Lengerich an die ehemalige Betriebslok Nr. 5 (mit nicht mehr arbeitsfähigem Kessel) der damaligen Georgsmarienhütter Eisenbahn.

Die KGV Pängelanton kaufte die Lok am 11. November 1980, ließ sie bei der WLE restaurieren und im Februar 1981 nach Münster schleppen. Die Dampflok hätte aber für die Aufstellung auf einem Spielplatz stark verändert werden müssen, wogegen die Mitglieder des Vereins protestierten. Schließlich beschloss der damalige Oberstadtdirektor Dr. Thomas Fechtrup, sie als Denkmallok an der ehemaligen Haltestation Gremmendorf (1903–1905) aufstellen zu lassen. Am 30. April 1982 hob ein Kran die Lokomotive auf den von der Karnevalsgesellschaft eigenhändig errichteten Denkmalsockel, am 1. Mai wurde sie eingeweiht.

Die Lokomotive

TenderlokWP Nummer 91 319 (Reichsbahn), Baureihe T 9/3WP mit einer Laufachse und drei Treibachsen. Loks dieser Bauart verkehrten auf dieser Strecke.

Erbaut 1902 bei den Henschel-WerkenWP, Kassel, fuhr sie 1903–1925 für die Preußischen StaatsbahnenWP, 1925–1937 für die Deutsche ReichsbahnWP. 1937–1975 fuhr sie als Betriebslok Nr. 5 der Georgsmarienhütter EisenbahnenWP.

Weblinks und andere Quellen