Maria Beckmann

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Maria Beckmann (geb. 12. Oktober 1914, in Münster-Kinderhaus; gest. 9. Dezember 2002 in Münster-Kinderhaus) war eine plattdeutsch sprechende und schreibende Dichterin.

Ihr Vater war als Gärtner bei Wilhelm Zimmermann angestellt, für den er nach dem ersten Weltkrieg große Obstwiesen in Kinderhaus anlegte. Maria Beckmann war schon als Schülerin an Geschichten und Gedichten interessiert. Ihr erstes Gedicht verfaßte sie in plattdeutscher Sprache im Alter von zwölf Jahren, obwohl sie auch hochdeutsche Reime schrieb.

Die plattdeutschen Sprache bezeichnete sie als ihre Muttersprache und setzte sich für deren Pflege ein. Im Jahr 1982 gehörte sie mit Paula Wilken zu den Mitbegründerinnen des Plattdeutschen Gesprächskreises. Sie nahm an verschiedenen Wettbewerben teil und belegte den 1. Platz bei „Platt küern mit der MZ“. Zeitweilig gehörte sie der Niederdeutschen Bühne am Stadttheater Münster an.

Jahrzehntelang war sie Mitarbeiterin Theo Breiders im Verkehrsverein Münster, mit dem sie zahlreiche Wege in und um Münster erkundete. Aus dieser Arbeit entstanden die ersten Pättkesführer. Ab ungefähr 1950 arbeitete sie ehrenamtlich eng mit Martha Bringemeier in der Volkskundlichen Kommission mit.

Sie engagierte sich sehr für den Stadtteil Kinderhaus. So setzte sie sich für eine bessere Stadtbusverbindung und Straßenbeleuchtung im Stadtteil ein. Das Zusammenwachsen der Kinderhauser Neubürger aller Kulturkreise mit den „Alteingesesenen“ suchte sie durch die Kontaktaufnahme auf Hochdeutsch zu verbessern.

Sie begründete den „Stammtisch Kinderhaus“ und beteiligte sich im Jahr 1986 aktiv an der Gründung der Bürgervereinigung Kinderhaus für Kultur, Heimatpflege und Naturschutz, die aus dem Stammtisch hervorging. Ebenso wirkte sie an der Entstehung des Heimatmuseums Kinderhaus im Jahr 1992 mit.

Quelle

  • Walter Kutsch: Wer war eigentlich ... Maria Beckmann? in: Torhaus aktuell, 2/2015, S. 36-37