Kleimann-Holm

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Der Kleimann-Holm ist ein Gestaltungselement, das die Fußwege im Verlauf des Promenadenrings rund um die Altstadt von Münster von den angrenzenden, oft in Mulden liegenden Grünflächen an der Außenseite der Promenade abgrenzt.

Wasserbär zwischen Promenade und Kleimannstraße, im Vordergrund der typische Kleimann-Holm als Knieholm (Quelle:commons.wikimedia.org, Foto: André de Saint-Paul)

Der Kleimann-Holm besteht aus einer waagerechten runden Metallstange, die durch die oben abgerundeten Köpfe von runden Metallpfosten geführt ist. Die Metallpfosten sind in einem Abstand von zwei Metern in den Boden eingelassen und haben direkt unterhalb der Durchführung der waagerechten Stange eine wulstartige Verdickung. In der Regel hat der Holm als Knieholm eine Höhe von 30 Zentimetern. An Stellen, an denen der Hang etwas steiler zur außen gelegenen Grünfläche abfällt, ist der Kleimann-Holm auch als Hüftholm mit einer Höhe von rund 95 Zentimetern ausgeführt. Dabei werden zwei waagerechte Metallstangen durch die Pfosten geführt. Dort, wo ein Fußpfad quer zur Laufrichtung von der Promenade abzweigt und wegen der Hanglage der Grünfläche über eine Treppe verläuft, wird das Treppengeländer durch eine ähnlich gestaltete Konstruktion, das Kleimann-Gitter, gebildet.

Geschichte

Der Gärtner, Stadtrat und Ehrenbürger Adolf Kleimann, der wesentlich für die Ausgestaltung der Grünanlagen an der Promenade verantwortlich war, ließ gegen Ende des 19. Jahrhunderts den später nach ihm benannten Kleimann-Holm entwerfen und herstellen. 1985 waren nur noch wenige Meter davon auffindbar. Seither wurden diese Elemente als Knieholm und nach einem weiteren im Original vorhandenen Stück als Hüftholm neu hergestellt und als fortlaufendes Element entlang der Promenade angebracht. Ebenso wie die rot gestrichenen Promenadenbänke im gleichen vom Jugendstil geprägten Design sollen sie als prägendes Charakteristikum nur an der Promenade zu finden sein.