Friedrich I. von Wettin

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Friedrich I. von Wettin (* um 1020; † 18. April 1084) war ein Sohn des ersten Markgrafen der Mark Lausitz Dietrich I. und ein Bruder von Markgraf Dedo I. und Graf Thimo von Wettin. Sein genaues Geburtsdatum ist unbekannt. Friedrich I. war der 16. Bischof von Münster von 1064 bis zu seinen Tod im Jahre 1084.

Zusammen mit dem späteren Erzbischof von Köln Anno II. besuchte er die Schule in Paderborn. Danach zählte er zu den Kanonikern des Magdeburger Doms. Zuletzt versah er dort das Amt des Propstes. In den Jahren 1060 bis 1063 wurde er zum Kanzler an den Hof Kaiser Heinrichs IV. und dessen Mutter Agnes von Poitou berufen. Nach seiner gescheiterten Wahl zum Erzbischof von Magdeburg wurde er im Frühjahr 1064 zum Bischof von Münster investiert. In Magdeburg war Friedrich am Einspruch von Erzbischof Anno gescheitert, der seinen Bruder Werner als Erzbischof von Magdeburg (1063 bis 1079) durchsetzte. Als Bischof von Münster wurde er erstmals am 30. April 1064 in einer Urkunde genannt. Im Konflikt des sächsischen Adels mit Heinrich IV. nahm Bischof Friedrich eine entgegengesetzte Haltung zu seinen Brüdern Dedo, Thimo und Gero ein. Bei der Belagerung der Harzburg im Jahre 1073 verhandelte er zusammen mit zwei anderen Unterhändlern im Auftrage des Königs zwischen den verfeindeten Parteien. Im Jahre 1075 vermittelte er zwischen dem Magdeburger Erzbischof und dem König, um mit ihm Frieden zu schließen. Im Januar 1076 forderte er gemeinsam mit anderen Bischöfen in Worms die Absetzung von Papst Gregor VII.. Aus diesem Grund wurde über ihn die Suspension (Verbot der Amtsausübung) verhängt, die erst wieder im Herbst (Oktober) desselben Jahres in Trebur aufgehoben wurde. 1083 wird er laut einem Brief des Kölner Erzbischof Siegwins nach wie vor zu den Anhängern des Königs gerechnet. Friedrich starb am 18. April 1084 und wurde in der Sankt-Mauritz-Kirche bestattet.

Literatur

  • Stefan Pätzold: Die frühen Wettiner - Adelsfamilie und Hausüberlieferung bis 1221; Köln, Weimar, Wien, 1997, ISBN 3-412-08697-5
  • Max Wilberg: Regententabellen; Berlin, 1987; unveränderter fotomechanischer Nachdruck der Auflage Frankfurt/Oder 1906, ISBN 3-344-00094-2

Weblinks


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