Christoph Poppen

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Christoph Poppen (* 9. März 1956 in Münster) ist ein deutscher Dirigent und Violinist. Er ist ein Enkel des Kirchenmusikers und Dirigenten Hermann Meinhard Poppen (1885–1956).

Als Violinolist gewann Christoph Poppen nationale und internationaler Violinwettbewerbe. 1978 gründete er das Cherubini Quartett, das mit ihm als Primarius 1981 den Grand Prix beim Internationalen Streichquartett-Wettbewerb in Evian/Frankreich gewann. Mit dem Hilliard-Ensemble erarbeitete er das Projekt „Morimur“, ein Programm um Bachs Partita d-moll, das neben der CD-Aufnahme als Konzertprojekt in die sechste Saison geht.

Christoph Poppen wurde 1995 Dirigent und künstlerischer Leiter des Münchener Kammerorchesters. Im August 2006 übernahm er die Position des Chefdirigenten des Rundfunk-Sinfonieorchesters Saarbrücken, das im September 2007 mit dem Rundfunkorchester Kaiserslautern zur Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern fusionierte. Bereits in der ersten Saison wurde ein Open-Air-Konzert mit der Pianistin Hélène Grimaud auf der Insel Mainau zu einem Erfolg des neu formierten Klangkörpers.

Gastdirigate übernahm Christoph Poppen bei weltweit renommierten Orchstern wie

  • den Rotterdamer Philharmonikern,
  • dem Indianapolis Symphony Orchestra,
  • dem Detroit Symphony Orchestra,
  • dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks,
  • dem Orchester der Königlichen Dänischen Oper Kopenhagen,
  • der Singapore Symphony,
  • der New Japan Philharmonic,
  • der Turku Philharmonic,
  • der Amsterdam Sinfonietta,
  • den Bamberger Symphonikern,
  • den Düsseldorfer Symphonikern und anderen.

Von 1988 bis 1995 lehrte Christoph Poppen als Musikpädagoge an der Hochschule für Musik in Detmold und ab 1995 an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin, deren Rektor er von 1996 bis 2000 war. Seit 2003 ist er Professor für Violine und Kammermusik an der Hochschule für Musik und Theater München. Zwischen 2000 und 2005 war er überdies künstlerischer Leiter des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD.

Christoph Poppen ist mit der Sopranistin Juliane Banse verheiratet. Das Ehepaar hat zwei Kinder und lebt in Dießen am Ammersee.


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